Schlagwort "Brasilien" (197)

11.11.2017
Konzernkritik, Multimedia, Straflosigkeit
Audio

Komplizen der Militärdiktatur?

Die Rolle von VW do Brasil und Mercedes Benz Argentina

Lúcio Bellentani aus Brasilien und Héctor Ratto aus Argentinien teilen ein ähnliches Schicksal. Beide Männer waren in den 1970er Jahren gewerkschaftlich und politisch aktiv und wurden deshalb unter den Militärdiktaturen ihrer Länder gefangengenommen und schwer gefoltert. Brisantes Detail: ihre damaligen Arbeitgeber – VW do Brasil und Mercedes Benz Argentina – haben mit den Repressionsorganen des Staates eng zusammengearbeitet. Die Tochterunternehmen deutscher Autobauer lieferten Informationen zu „unliebsamen Arbeitern“ und ermöglichten den Sicherheitskräften Zugriff auf das Werksgelände. 40 Jahre später wird die Rolle der Unternehmen nun aufgeklärt, Gerechtigkeit für die Opfer gefordert – und auch juristische Wege eingeschlagen.

Fr, 27.10.2017
Konzernkritik, Menschenrechte
Pressemitteilung

VW do Brasil kurz vor der Anklage wegen Kooperation mit Repressionsapparat?

Gesprächsangebot mit Lúcio Bellentani, ehemaliger VW-Mitarbeiter in Brasilien. Brasilianische Staatsanwaltschaft entscheidet noch 2017 über Anklageerhebung.

Das Jahr 2017 könnte für Volkswagen das Jahr der Anklage werden. Und gemeint ist damit nicht der sogenannte Diesel-Skandal, der seit geraumer Zeit die Öffentlichkeit beschäftigt. VW do brasil wird vorgeworfen, sich an der Verfolgung und Folter von Oppositionellen durch die damalige Militärdiktatur in Brasilien beteiligt zu haben. Noch in diesem Jahr will die brasilianische Staatsanwaltschaft darüber entscheiden, ob sie gegen den Konzern Anklage erheben wird. Auch der Abschlussbericht eines von VW eingesetzten Historikers, der die Vorwürfe ebenfalls untersucht und seinen Bericht im Sommer an VW übergeben hat, soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Es könnte für VW noch ein hartes Jahr werden.
Gespräch mit Lúcio Bellentani am 7. November 2017, 10.00 bis 11.00 Uhr im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (1. OG)

Mi, 25.10.2017 / 19:00 – 21:00
Heinrich-Böll-Stiftung
Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Amazonien unter Druck

Amazonien kehrt mit nicht enden wollenden Schreckensmeldungen in die internationalen Schlagzeilen zurück: die Entwaldungsraten steigen wieder und die Regierung wird immer mehr zur Vollzieherin der Forderungen der Agrarlobby: Schutzgebiete werden verkleinert, die Umweltbehörde geschwächt, die Mittel zur Unterstützung indigener Völker radikal zusammengestrichenen.

Do, 29.06.2017 / 14:00 – 17:30
Prinzessinnengärten
Agroenergie, Español, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Português
Workshop

Movimentos Sociais na Bioeconomia Emergente

A metodologia da Nova Cartografia Social da Amazônia no Brasil e na Alemanha

Cartografar os povos e as comunidades tradicionais da Amazônia é o principal objetivo do Projeto Nova Cartografia Social da Amazônia (PNCSA). O projeto é coordenado pelo professor doutor Alfredo Wagner Berno de Almeida e pela professora doutora Rosa Acevedo, com a participação de alunos do mestrado e do doutorado e em articulação com os movimentos sociais.

Mi, 03.05.2017 / 19:00 – 20:30
FDCL
Extraktivismus, Rohstoffe
Abendveranstaltung

Das Scheitern des Extraktivismus in Lateinamerika

Chance für ein neues Entwicklungsmodell?

Lateinamerika setzt auf Rohstoffabbau: fast alle Regierungen des Kontinents, ob rechts oder links, sehen die Ausbeutung von Metall- und Energierohstoffen als wichtige Einnahmemöglichkeit und erhoffen sich davon Entwicklung. Die Gewinne aus dem Rohstoffabbau sollen – so der Diskurs – Wohlstand für die Bevölkerung bringen.

Fr, 21.04.2017Sa, 22.04.2017
Heinrich-Böll-Stiftung
Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Trotz alledem … 25 Jahre KoBra

Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung

Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung der KoBra und der FreundInnen der MST, Deutschland, & 25 Jahre KoBra Jubiläumsfeier

Mo, 20.02.2017 / 19:00
FDCL
Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Kahlschlag in Brasilien

Berichte über die neue Agrarfront Matopiba

Im Jahr 2015 hat die brasilianische Regierung im Norden des Landes eine Region doppelt so groß wie Deutschland zur neuen Agrarfront erklärt. Das Gebiet soll landwirtschaftlich „entwickelt“ und von dort der Weltmarkt mit Soja, Mais und Baumwolle versorgt werden. Durch die Ausweitung der agrarindustriellen Produktion kommt es massenhaft zu Vertreibungen der lokalen Bevölkerung. Pestizide, Pistoleiros und Landraub bedrohen die ansässige Bevölkerung. Derzeit nimmt Brasilien den ersten Platz bei Übergriffen und Morden gegen Menschenrechts- und Umweltaktivisten ein. Von zwei exemplarischen Fällen von Vertreibung wird auf der Veranstaltung berichtet

10.02.2017
Konzernkritik, Landwirtschaft, Multimedia
Audio

Radioreihe: „Menschenrechte und Unternehmen im Fokus“

Pestizide: Gifte für Lateinamerika und die Welt

Sie finden sich in deutschen Vorgärten ebenso wie auf großen Baumwollplantagen und Sojafeldern von Indien bis Argentinien: Pestizide. Die deutsche Bezeichnung Pflanzenschutzmittel klingt erst mal harmlos, doch tatsächlich schützen sie nicht nur Pflanzen, indem sie unliebsame Unkräuter zerstören, sie schädigen auch die Umwelt und verseuchen Boden und Grundwasser. Trotz dieser besorgniserregenden Erkenntnisse werden jedes Jahr weltweit Millionen Liter auf die Äcker gesprüht. Tendenz steigend. Auch deutsche Unternehmen mischen mit. Bayer und BASF gehören zu den weltweit führenden Pestizid-Herstellern.

Mo, 23.01.2017 / 19:30
taz-Café
Veranstaltung

Linke Perspektiven in Südamerika

Die „progressive Regierungen“ in Brasilien und Lateinamerika sind in der Krise oder sogar am Ende – und jetzt?

In Brasilien wurde Dilma Rousseff abgesetzt, der Neoliberalismus ist zurück. Auch in Argentinien haben die Neoliberalen übernommen, in Venezuela, Ecuador und Bolivien steigt der Druck auf die linken Regierungen. Das Modell der „progressiven Regierungen“ in Lateinamerika scheint am Ende zu sein. Was sind linke Perspektiven für Lateinamerika heute?

Di, 17.01.2017
EU - Mexiko, Handel, Handelsabkommen, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, UN Binding Treaty
Beitrag

Tagungsrückblick: Deutsche Unternehmen im Globalen Süden

Umwelt- und Menschenrechtsvergehen Umwelt- und Menschenrechtsvergehen deutscher Unternehmen im globalen Süden waren der Fokus einer zweitägigen Konferenz in Berlin. Diese fand am 13./14. Januar 2017 statt, wurde gemeinsam von ECCHR, FDCL und MvB organisiert und von diesen über weite Strecken auch inhaltlich bestritten. Die Präsentationen zu den einzelnen Vorträgen finden sich jeweils im Text. Audiomitschnitte … weiterlesen