Schlagwort "Ernährungssouveränität" (107)

Mo, 19.11.2018
Landwirtschaft, Menschenrechte
Pressemitteilung

Breites Bündnis fordert von der Bundesregierung Zustimmung zur UN-Erklärung für Bauernrechte

Aachen, Bad Honnef, Berlin, Bielefeld, Bonn, Gräfelfing, Hamburg, Hamm, Köln, Wuppertal, 19.11.2018
Heute entscheidet die Vollversammlung der Vereinten Nationen nach sechs Jahren der Beratung über die UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und -bäuerinnen und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten. Ein breites Bündnis von 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung dazu auf, für die Annahme der Erklärung zu stimmen. Die Erklärung stärkt die Rechte von besonders diskriminierten, ausgegrenzten und in ihrer Existenz bedrohten Gruppen auf dem Land, die einen Großteil der Welternährung sichern.

Sa, 10.11.2018 / 11:00 – 17:00
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Veranstaltung

30 Jahre gentechnisch veränderte Kulturpflanzen in Mexiko:

Bedrohung von nativen Maispflanzen

ES vea abajo! 30 años de cultivos transgénicos en México: amenaza a los maíces nativos

Ort: Frankfurter Tor 7, 10243 Berlin

Programm 10.11.2018:

11:00 Kartografie der gentechnisch veränderten Kulturpflanzen in Mexiko
Seit etwa 30 Jahren werden gentechnisch veränderte Kulturpflanzen in Mexiko angebaut. Die Veranstaltung nimmt eine der wichtigsten von ihnen in den Blick: Mais. Er spielt sowohl für die Ernährung als auch für die Kultur des Landes eine gewichtige Rolle. Betrachtet werden verschiedene am Konflikt beteiligte Akteur*innen und Institutionen und die rechtlichen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, etwa in Bezug auf Freihandel und die Liberalisierung der Landwirtschaft in Mexiko. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Widerstand von indigenen und bäuerlichen Gemeinden sowie sozialen Bewegungen.

08.11.2018
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Dossier

VIELFALT STATT EINFALT

Konflikte um Biodiversität in Lateinamerika

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) soll die Natur schützen, stellt aber das wachstumsorientierte und ressourcenintensive Wirtschaftsmodell nicht in Frage. Wie widersprüchlich dies ist, wird besonders in Lateinamerika deutlich. Biodiversität ist zu einem bekannten und fast inflationär gebrauchten Begriff geworden – auch in Lateinamerika. Der so arg gebeutelte Kontinent kann sich rühmen, eine lange Liste von sogenannten megadiversen Ländern zu beherbergen. Das selbstverständliche Sprechen über Biodiversität lässt leicht vergessen, wie jung der Begriff ist und in welcher Weise er die Wahrnehmung von Realität verändert. In den Umweltdebatten der 1970er Jahre taucht vermehrt das „Artensterben“ als große Bedrohung auf. Aber erst in den 80ern wird der Begriff „Biodiversität“ häufig und systematisch verwendet. Um so erstaunlicher ist, dass 1992 auf der UN-Konferenz in Rio bereits die Biodiversitätskonvention (CBD) verabschiedet wird. Biodiversität ist fortan ein fester Bestandteil globaler Umweltpolitik und nationaler Regulierungen.

Do, 25.10.2018
Landwirtschaft, Menschenrechte
Pressemitteilung

Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Deutschland zur Unterstützung der Kleinbauernerklärung in der Vollversammlung der Vereinten Nationen auf

Bad Honnef, Berlin, Hamm, Köln, Würzburg, Wuppertal, 25.10.2018. Ab heute befasst sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der UN-Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten. Diese Erklärung ist Ende September vom UN-Menschenrechtsrat angenommen worden. Dem gingen sechs Jahre harte Verhandlungen voraus. Sie betont die Rechte von Kleinbäuerinnen, Kleinbauern und anderen Landarbeitern, die weltweit diskriminiert werden. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis fordert die Bundesregierung auf, die Erklärung in der UN-Vollversammlung in ihrer jetzigen Form zu unterstützen.

Mi, 24.10.2018 / 10:00 – 18:00
Brot für die Welt
Agroenergie, English, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Português
Tagung

Mit Risikotechnologien aus der Krise?

Biologische Vielfalt und Landnutzung im Visier von Geoengineering und Biotechnologie

Im Kontext der globalen Klima-, Energie- und Ernährungskrise stehen Land und biologische Vielfalt im Fokus des weltweiten Wettlaufs um den Zugang und die Kontrolle über natürliche Ressourcen. Dabei drängen auch neue Großtechnologien wie Geoengineering und extreme Formen der Gentechnik auf die politische Agenda. Diese drohen die bestehende Konkurrenz zwischen Schutz-, Nutzungs- und Vermarktungsinteressen weiter zuzuspitzen.

Fr, 28.09.2018
Landwirtschaft, Menschenrechte
Pressemitteilung

Rechte von Kleinbauern weltweit gestärkt

UN-Erklärung für Bauernrechte im UN-Menschenrechtsrat mit großer Mehrheit verabschiedet

[Berlin, Hamm, Köln, Wuppertal 28. September 2018] – Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) hat mit großer Mehrheit die Erklärung für die „Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ angenommen. 33 Staaten votierten dafür, 3 Staaten dagegen und 11 Staaten enthielten sich, darunter auch Deutschland.

Paula Gioia von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Europäischen Koordination von Via Campesina (ECVC) kommentiert die Abstimmung in Genf: „Die heutige Entscheidung im Menschenrechtsrat ist ein wichtiger Schritt für die Durchsetzung der Menschenrechte. Die UN-Erklärung ist ein Auftrag an die Staaten, Kleinbauern und ihre Gemeinschaften besser gegenüber den Interessen von Agrarkonzernen zu schützen. Sie stärkt uns darin, die zunehmende Verdrängung von Kleinbauern zu stoppen, Landflucht zu vermeiden, das Klima zu schützen und Ernährungssouveränität zu erlangen.“

Di, 18.09.2018
Landwirtschaft, Menschenrechte
Pressemitteilung

Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert klares Bekenntnis zu Menschenrechten: Bundesregierung muss UN-Erklärung zur Stärkung der Bauernrechte unterstützen

Anlässlich der bevorstehenden abschließenden Diskussion und Entscheidung des UN-Menschenrechtsrats in Genf über die „Erklärung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten“ fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis die Bundesregierung auf, für die Annahme der Erklärung zu stimmen. Ressourcenkonflikte um Land, Wasser und Saatgut nehmen zu, es gibt ein Machtungleichgewicht zwischen Kleinbauern und anderen Landnutzern auf der einen und der industriellen Landwirtschaft auf der anderen Seite. Das Bündnis hält es daher für dringend erforderlich, die Rechte dieser Gruppen zu stärken. Menschenrechtsverteidiger, die sich für diese Gruppen einsetzen, werden zunehmend kriminalisiert oder gar ermordet.

Di, 31.07.2018 / 18:00 – 20:00
FDCL
English, Landwirtschaft, Português
Veranstaltung

Agro-ecology and Agro-ecological Education in the Landless Rural Workers´ Movement

Gesprächsrunde zu Agrarökologie/Bildung in der brasilianischen Landlosenbewegung MST mit Henrique Tahan Novaes

We will debate the experience of the Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra (MST) [Landless Rural Workers´ Movement] in the field of agro-ecology and of education.

The MST is fruit of the restructuring of the land during the civilian-military dictatorship and of the actions carried out by workers who occupied lands. In this struggle, numerous other struggles appeared: struggles for schools, organisation of the production in an associated or individual/family form, gender questions, political training and, more recently, struggles in the field of food production without agro-toxic and transgenic products and for food sovereignty.

Fr, 06.07.2018 / 19:00 – 21:00
Buchandlung andenbuch
Bergbau, Landwirtschaft
Lesung

Gold, Gertreide, Geister

Ein Peru-Leseabend

Hildegard Willer, freie Journalistin und Autorin, liest ausgewählte Geschichten zu folgenden Themengebieten:
Gold: Wie der Rohstoff-Boom ein Land verändert
Getreide: Warum ein Wüsten- und Hochgebirgsland zum Garten Eden Lateinamerikas wird
Geister: Wie die andine Weltsicht bis heute das Leben in Peru prägt

Mo, 02.07.2018So, 22.07.2018
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Veranstaltung

Cuando las palabras - Widerständische Musik aus Honduras

Karla Lara auf Tournee

Vom 28. Juni bis 22. Juli wird Karla Lara mit ihrem Pianisten José Antonio Velasquez in mehreren deutschen Städten auftreten. Die Sängerin und Feministin gilt in ihrem Heimatland Honduras als Stimme des Widerstands. Seit 2004, als sie sich für ein Leben als Sängerin entschied, hat sie vier CDs produziert.
Ihre Texte sind inspiriert von den zivilgesellschaftlichen Widerstandsaktionen in ihrem Heimatland. Manche klagen an, andere beschreiben Zustände, die nach Veränderung verlangen und mobilisieren.