Schlagwort "Ernährungssouveränität" (168)

Mi., 15.10.2025
Landwirtschaft, Menschenrechte
Beitrag

Kein Hunger bis 2030?

23 Organisationen fordern Kurswechsel der Bundesregierung Berlin, 15. Oktober 2025. Zum Welternährungstag fordern 23 entwicklungspolitische Organisationen in einem gemeinsamen Positionspapier eine grundlegende Neuausrichtung der globalen Strategien gegen Hunger. In fünf Jahren – bis 2030 – soll es keinen Hunger mehr auf der Welt geben. Das haben die Staats- und Regierungschef*innen mit der Verabschiedung der globalen … weiterlesen

15.09.2025
Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

"BODEN GUT MACHEN!"

AGRARREFORM IN MEXIKO

Mexiko war beim Thema Agrarreform im 20. Jahrhundert Vorreiter in Lateinamerika. Die mexikanische Revolution drängte das in der Kolonialzeit etablierte Hacienda-System erstmals zurück. Die rechtlichen Fortschritte gerieten allerdings ab den 1980er Jahren unter Druck. Neoliberale Regierungen wollten einen Markt für Land etablieren. Zwar blieb ein Großteil des Bodens bis heute in gemeinschaftlichem Besitz. Die Lage der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern hat sich jedoch deutlich verschlechtert. Die aktuelle Mitte-Links-Regierung versucht, den Sektor stärker zu unterstützen.

08.2025
Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN PERU

In Peru fand eine der weitgehendsten Agrarreformen Lateinamerikas statt. Eine sozialreformerische Militärregierung beseitigte ab 1969 den Großgrundbesitz sowie die noch immer weit verbreitete Fronarbeit und durchbrach die bis dahin fast uneingeschränkte Macht der traditionellen Agraroligarchie. Das Land sollten fortan überwiegend Kooperativen bewirtschafteten. Allerdings verlor die Reform nach wenigen Jahren an Schwung und mündete ab den 1980ern in einer neoliberalen Gegenreform, bei der ein Großteil des Kooperativenlandes privat parzelliert wurde. Der Versuch, unter der kurzzeitigen, linken Regierung von Pedro Castillo ab 2021 eine neue Agrarpolitik einzuleiten, scheiterte mit der Absetzung des Präsidenten Ende 2022.

30.05.2025
Unterrichtsmaterialien

Die erzwungene Migration der Kartoffel

Viele Lebensmittel, die zu unserer täglichen Ernährung gehören, haben ihren Ursprung in Lateinamerika, darunter auch die Kartoffel. Heute ist sie nach Mais, Weizen und Reis das am häufigsten angebaute und konsumierte Nahrungsmittel der Welt. Auch in Deutschland ist die Kartoffel zu einem festen Bestandteil der Esskultur geworden. Ob gebraten, frittiert, in Suppen, Pürees oder als Salat zum Wiener Würstchen: Die Kartoffel ist als Beilage für typisch deutsche Gerichte nicht wegzudenken.

Mi, 28.05.2025 / 18:00 – 22:00
Agroenergie, Landnahme
Veranstaltung

Widerstand säen: Mit Agrarökologie gegen die Palmölindustrie

Vernetzungsabend mit Aktivist*innen aus Guatemala und Honduras

Bei den Ölpalmenplantagen Mittelamerikas wächst der Widerstand gegen die Palmölkonzerne. Der Bauernvertreter Yoni Rivas (Honduras) und die indigene Aktivistin Gladis Mucú (Guatemala) beenden ihre zweiwöchige Rundreise in Deutschland mit diesem Austausch über Agrarökologie als Art des Widerstandes gegen die Gewalt der Palmölkonzerne in ihren Ländern. Alle Interessierte für globale Gerechtigkeit aus Berlin sind herzlich willkommen.
Wo: Gemeinschaftsgarten Prachttomate (Bornsdorfer Straße 9-11, 12053 Berlin)

Mi., 07.05.2025
Bildungsmaterial, Español, Globales Lernen
Beitrag

El café se planta en la pobreza

HINTERGRUNDINFORMATIONEN Klicken Sie auf das Bild, um HINWEISE zur Nutzung der Materialien und Arbeitsblätter für Schüler*innen herunterladen (PDF): Klicken Sie auf das Bild, um die ARBEITSBLÄTTER für die Schüler*innen herunterladen (PDF): HIER können Sie die Materialien (Arbeitsblätter als docx., Audios) herunterladen, um die Arbeitsblätter zu bearbeiten. AUDIOS 1. La leyenda del Pastor Kaldi [HA 1] … weiterlesen

Mi., 07.05.2025
Bildungsmaterial, Español, Globales Lernen, Klima/Biodiversität, Migration
Beitrag

LA MIGRACION FORZADA DE LA PAPA

HINTERGRUNDINFORMATIONEN Klicken Sie auf das Bild, um HINWEISE zur Nutzung der Materialien und Arbeitsblätter für Schüler*innen herunterladen (PDF): Klicken Sie auf das Bild, um die ARBEITSBLÄTTER für die Schüler*innen herunterladen (PDF): HIER können Sie die Materialien (Arbeitsblätter als docx., Audios) herunterladen, um die Arbeitsblätter zu bearbeiten. AUDIOS 1. La historia de nuestros ancestros sobre la … weiterlesen

Mi, 15.01.2025 / 15.00 – 18.00
Bildungsmaterial, Globales Lernen, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Migration
Workshop

Die erzwungene Migration der Kartoffel

Und die Bedeutung der biologischen Vielfalt angesichts des Klimawandels.

Viele Lebensmittel unserer Ernährung, haben ihren Ursprung in Lateinamerika, so auch die Kartoffel. Wie kam sie nach Europa? Unser Bildungsmaterial deckt die kolonialen Zusammenhänge ihrer Ausbreitung auf und zeigt, welche kulturelle Bedeutung sie für die indigenen Andenvölker hat.

06.01.2025
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN HONDURAS

Als die aktuelle honduranische Präsidentin Xiomara Castro im Januar 2022 ihr Amt antrat, waren die Hoffnungen groß. Mit ihrer Mitte-Links-Regierung kündigte sie einen Politikwechsel an, der entgegen den Interessen der zuvor regierenden Elite des Landes die einfache Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen sollte. Schwerpunkte ihrer politischen Agenda im Wahlkampf waren soziale Gerechtigkeit, eine alternative Wirtschaftspolitik und die Bekämpfung der Korruption. Die kleinbäuerlichen Bewegungen hofften darauf, dass die Landwirtschaftspolitik einen größeren Stellenwert bekäme und Castro nach den längst abgebrochenen Agrarreformen der 1960er und 1970er Jahre einen neuen Anlauf für eine gerechtere Bodenverteilung nehmen würde.

06.01.2025
Landnahme, Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN BOLIVIEN

Eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas fand ab 1953 in Bolivien statt. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Während sich im westlichen Hochland stark parzellierte Minifundien etablierten, die vorwiegend der Subsistenzwirtschaft dienen,
blieb das Latifundium im östlichen und südlichen Tiefland intakt. Bis heute befindet sich dort das Zentrum der industrialisierten Landwirtschaft Boliviens. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die
eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.