Schlagwort "Konzernkritik" (111)

Fr, 25.09.2020
Konzernkritik, Menschenrechte, Straflosigkeit
Beitrag

Volkswagen do Brasil und die Militärdiktatur: Kritik trotz Entschädigungszahlungen

Einigung stellt einen ersten Schritt zur Übernahme historischer Verantwortung dar, doch Sprachregelung, Spendencharakter und Unvollständigkeit der Entschädigungen lassen Zweifel an echtem Schuldeingeständnis von Volkswagen. Volkswagen do Brasil hat sich im Rahmen der seit Ende 2017 in São Paulo stattfindenden außergerichtlichen Verhandlungen unter Vermittlung der brasilianischen Bundesstaatsanwaltschaft dazu bereit erklärt, Entschädigungszahlungen zu leisten. Damit stellt sich … weiterlesen

Do, 24.09.2020
Konzernkritik, UN Binding Treaty
Beitrag

UN-Treaty: Stellungnahme zum Zweiten Abkommensentwurf

Wichtiger Schritt für die menschenrechtliche und ökologische Ausrichtung der Weltwirtschaft Seit einer entsprechenden Mandatserteilung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (UN) im Juni 2014 arbeitet eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe an einem völkerrechtlichen Abkommen mit dem Ziel, die im Zuge der Globalisierung entstandenen Rechtslücken beim Schutz von Menschenrechten in der Wirtschaft zu schließen. Im August 2020 veröffentlichte die … weiterlesen

Mo, 23.03.2020
Konzernkritik
Pressemitteilung

Corona-Krise: Dachverband und Mitgliedsorganisationen warnen vor Beschneidungen von Aktionärsrechten

Verschiebung von Hauptversammlungen angesichts der Pandemie sinnvoll
Sonderregeln dürfen zentrale Aktionärsrechte nicht aushebeln
Virtuelle Hauptversammlungen ohne Fragerecht gehen zu weit

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und seine Mitgliedsorganisationen begrüßen die Entscheidung vieler Unternehmen, die Hauptversammlungen wegen der Corona-Krise zu verschieben. Auch sorgfältig abgewogene Sonderregelungen für die Zeit der Krise sind vorstellbar. Die laut Medienberichten für heute geplante Eiländerung des Aktiengesetzes, nach der auch virtuelle Hauptversammlungen ohne Präsenzpflicht und richtige Aussprache möglich werden sollen, geht aber zu weit. Die Pandemie darf nicht als Vorwand dienen, Aktionärsrechte mehr als notwendig einzuschränken.

Mi, 12.02.2020
Handel, Konzernkritik, Menschenrechte
Pressemitteilung

Wirtschaft und Menschenrechte: Rechtsexpert*innen legen Anforderungen an Lieferkettengesetz vor

Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von Initiative Lieferkettengesetz, CorA-Netzwerk, ECCHR, BUND

Berlin, 12.02.2020. Ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist machbar – für Unternehmen genauso wie für den Gesetzgeber. Das zeigt ein Rechtsgutachten der Initiative Lieferkettengesetz, erstellt von Rechtsexpert*innen des Bündnisses mit Unterstützung durch Rechtsanwalt Robert Grabosch. Unternehmen in Deutschland sollen mit einem solchen Gesetz dazu verpflichtet werden, Mensch und Umwelt bei ihren globalen Geschäften besser zu schützen.

Mi, 11.12.2019
Konzernkritik, Menschenrechte
Pressemitteilung

Deutsche Unternehmen bei Menschenrechts-Test durchgefallen

Katastrophales Ergebnis macht Lieferkettengesetz unumgänglich

Berlin, 11. Dezember 2019. Deutsche Unternehmen haben beim Monitoring der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP-Monitoring) schlecht abgeschnitten. Mit der Untersuchung wollte die Bundesregierung der Frage nachgehen, ob sich deutsche Unternehmen freiwillig an menschenrechtliche Standards halten. Die „Initiative Lieferkettengesetz“, ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 80 Organisationen, fordert die Bundesregierung deswegen dazu auf, Konsequenzen zu ziehen und umgehend ein Gesetzgebungsverfahren für ein Lieferkettengesetz einzuleiten.

Mi, 20.11.2019
Konzernkritik, Menschenrechte, Straflosigkeit
Beitrag

Wandbild in Gedenken an Berta Cáceres und Marielle Franco in Berlin im Prenzlauer Berg

„Vos tenés la bala, nosotras la palabra“ / „Du hast die Kugel, wir haben das Wort“ Am Beispiel von Berta Cáceres und Marielle Franco, zwei widerständigen Frauen, thematisiert ein neu gestaltetes Wandbild in der Malmöer Str. 29 in Berlin soziale Kämpfe in Lateinamerika und erinnert an das Wirken und die Ermordung der beiden Aktivistinnen. Dabei … weiterlesen

21.10.2019
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Multimedia, Rohstoffe, Straflosigkeit
Audio

„Du hast die Kugel, wir haben das Wort”

Ein Wandbild in Gedenken an Berta Cáceres und Marielle Franco

Lateinamerika gilt als nicht nur als eine der artenreichsten Regionen der Welt, sondern auch als die gefährlichste Region für soziale Aktivist*innen weltweit. Diejenigen, die sich für den Schutz der Biodiversität und für Menschenrechte einsetzen, müssen ihr Engagement häufig mit dem Leben bezahlen. Viele Menschen lassen sich dennoch nicht einschüchtern. Ganz vorne dabei sind Frauen, die für ihre Rechte als Indigene streiten, sich gegen die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen stellen, gegen Machismo und Gewalt auf die Straße gehen und die sich für ein Recht auf Stadt einsetzen.

Do, 19.09.2019
Konzernkritik, UN Binding Treaty
Beitrag

Für eine menschenrechtliche Regulierung der globalen Wirtschaft

Stellungnahme der Treaty Alliance Deutschland zum überarbeiteten Entwurf für ein verbindliches UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten („Revised Draft“) Im Juni 2014 erteilte der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) einer zwischenstaatlichen Arbeitsgruppe das Mandat (Resolution 26/9), ein völkerrechtliches Abkommen zur Regulierung der Aktivitäten transnationaler und anderer Unternehmen zu erarbeiten. Hintergrund ist der unzureichende Schutz von Menschenrechten … weiterlesen

Do, 29.08.2019
Bergbau, Konzernkritik, Rohstoffe, Uncategorized
Beitrag

Offener Brief: Keine Equipment-Lieferung für Bergbauaktivitäten in indigenen Territorien in Brasilien

Mit 21 weiteren Organisationen fordern wir in einem offenen Brief Siemens und Thyssenkrupp auf, sich nicht an Bergbauaktivitäten in indigenen Territorien in Brasilien durch Equipment-Lieferungen zu beteiligen. „Wir wenden uns an Sie vor dem Hintergrund, dass uns die neuesten Entwicklungen in Brasilien äußerst beunruhigen. „Die Lunge der Welt“ in Amazonien brennt in nie gekanntem Ausmaß. … weiterlesen

04.07.2019
Bergbau, Extraktivismus, Handel, Handelsabkommen, Konzernkritik, Rohstoffe, UN Binding Treaty
Studien
Merle Groneweg

Neue Rohstoffkapitel in EU-Handelsabkommen – eine Bestandsaufnahme

Auswirkungen auf Umwelt, Menschenrechte und wirtschaftliche Entwicklung

Mit neuen Kapiteln zu Rohstoffen und Energie will die EU-Kommission den möglichst günstigen Zugang zu diesen wichtigen Importgütern für europäische Unternehmen sichern. Inzwischen liegen sechs Entwürfe für diese Kapitel vor. Sie sind Teil der Abkommen, die die EU-Kommission mit Australien, Chile, Indonesien, Neuseeland, Mexiko und Tunesien verhandelt. Welche Rolle spielt der Schutz von Umwelt und Menschenrechten in diesen Kapiteln? Welchen Einfluss nehmen die Rohstoff- und Energiekapitel auf die Vergabe von Lizenzen für den Abbau und die Exploration von Rohstoffen? Welche Konsequenzen bergen die handelspolitischen Bestimmungen für das wirtschaftliche Wachstum und Entwicklung in rohstoffreichen Staaten des Globalen Südens wie Chile, Indonesien und Mexiko?