Schlagwort "Landnutzung" (35)

Do, 11.12.2025 / 19:00 – 20:30
Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Zurück auf die Agenda? Agrarreformen in Kolumbien und Lateinamerika

Gespräch im Vorfeld der Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung (ICARRD+20)

Das Thema Agrarreformen spielt in internationalen Debatten um Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle. Die im kommenden Februar im kolumbianischen Cartagena geplante „Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung“ (ICARRD+20) könnte dies ändern. 20 Jahre nach der Vorgängerkonferenz im brasilianischen Porto Alegre könnte die Umverteilung von Land wieder neue Impulse bekommen.
Das Gastgeberland Kolumbien zählt unter dem Mitte-Links-Präsidenten Gustavo Petro zu den wenigen Staaten, die aktuell eine umverteilende Agrarreform durchführen

Mi, 19.11.2025 / 18:00 – 21:00
Aquarium
Landwirtschaft
Film + Gespräch

Por la Tierra - Im Namen der Erde

Wer ernährt die Welt und zu welchem Preis?
Südamerikanische Länder gehören zu den zehn größten Sojaproduzenten weltweit, doch diese massive Produktion geht zu Lasten der Rechte der Menschen und der Umwelt. Der Dokumentarfilm „Por la Tierra – Im Namen der Erde” zeigt, wie das agroindustrielle Modell Gesundheit, Ernährung, Land und Umwelt in Argentinien, Brasilien, Bolivien und Paraguay gefährdet.

Fr, 31.10.2025Sa, 01.11.2025
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Veranstaltung

[Reimagining Ecological Landscapes]

31.10 and 1.11 | SPORE, Berlin]

[Ökologische Landschaften neu denken | 31.10. und 1.11. | SPORE, Berlin]
In einer Zeit tiefgreifender ökologischer, sozialer, rechtlicher und ethischer Krisen stellt sich die Frage, wie wir beginnen können, das scheinbar Unwiederbringliche wiederherzustellen – die durch Rohstoffabbau und Umweltzerstörung verursachten Schäden.
Wie können wir den vielfältigen Sprachen des Bodens zuhören und neue Landschaften kultivieren, um auf andere Weise zusammenzuleben?
Dieses zweitägige Treffen bringt Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen aus Brasilien und Berlin zusammen, um über die anhaltenden Folgen der Bergbaukatastrophen in Minas Gerais und die andauernden sozio-territorialen Konflikte in Maranhão nachzudenken. Gemeinsam werden wir uns mit Fragen der Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und der Vorstellung einer transformativen ökologischen und sozialen Zukunft auseinandersetzen.

Do, 23.10.2025 / 19:00 – 21:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Menschenrechte
Veranstaltung

Wechsel ohne Perspektiven

Die indigene Bevölkerung Boliviens nach den Präsidentschaftswahlen

Nach 19 Jahren fast ununterbrochener Regierung der MAS in Bolivien befindet sich Bolivien in einer abgrundtiefen wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Krise. Die MAS unter ihrem damaligen Führer Evo Morales war im Jahr 2006 begleitet von enormen Hoffnungen angetreten und hatte sich vor allem auch als Vertreterin der indigenen Bevölkerung des Landes präsentiert. Trotz Verbesserungen in einigen Bereichen entpuppte sich ein Großteil der damaligen Versprechungen mit der Zeit als hohler Diskurs, und vor allem die indigenen Völker des Tieflands sehen sich in ihren Lebensgrundlagen so stark bedroht wie kaum zuvor.

20.10.2025
Klima/Biodiversität
Dossier

LETZTE AUSFAHRT BELÉM?

Die COP30 in Amazonien als klimapolitischer Scheideweg

// GOOD COP, BAD COP?
Die Faktenlage war noch nie so eindeutig: Die zivilisatorische Krise mit ihren Auswirkungen auf Klima und Natur zerstört die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Historisch und bis heute maßgeblich dafür verantwortlich sind die Industrien des Globalen Nordens mit ihrem immensen Verbrauch an Rohstoffen. Extraktiviert wird im Globalen Süden, wo die Ausbeutung der Natur einher geht mit der Zerstörung von Ökosystemen wie den tropischen Regenwäldern, die essenziell für das Gleichgewicht des Planeten sind, und Unternehmen erhebliche Menschenrechtsverletzungen begehen.
Die COP30 in Belém ist mit Erwartungen aufgeladen. Vielen gilt sie als letzte Chance, die globale Klimapolitik zu retten.

08.2025
Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN PERU

In Peru fand eine der weitgehendsten Agrarreformen Lateinamerikas statt. Eine sozialreformerische Militärregierung beseitigte ab 1969 den Großgrundbesitz sowie die noch immer weit verbreitete Fronarbeit und durchbrach die bis dahin fast uneingeschränkte Macht der traditionellen Agraroligarchie. Das Land sollten fortan überwiegend Kooperativen bewirtschafteten. Allerdings verlor die Reform nach wenigen Jahren an Schwung und mündete ab den 1980ern in einer neoliberalen Gegenreform, bei der ein Großteil des Kooperativenlandes privat parzelliert wurde. Der Versuch, unter der kurzzeitigen, linken Regierung von Pedro Castillo ab 2021 eine neue Agrarpolitik einzuleiten, scheiterte mit der Absetzung des Präsidenten Ende 2022.

01.06.2025
Bildungsmaterial, Español, Extraktivismus, Globales Lernen
Unterrichtsmaterialien
Llanquiray Painemal und Jazmin Schwab

Avocado: Durstiges Grünes Gold

Avocado-Plantagen in Lateinamerika und ihre Folgen für die lokalen Gemeinschaften in Mexiko und Chile

Die Avocado, eine in Abya Yala (dem amerikanischen Kontinent) beheimatete Frucht, hat in den letzten Jahren weltweit einen wahren Boom erlebt. Sie gilt als nahrhaft und gesund, weshalb Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sie in ihren Speiseplan aufnehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Avocado 2030 nach der Banane die am zweithäufigsten gehandelte Tropenfrucht der Welt sein könnte. Was bedeutet die globale Expansion der Frucht und welche sozialen und ökologischen Auswirkungen hat sie auf die Anbaugebiete?

Sa, 18.01.2025 / 12:00
Landwirtschaft
Kundgebung

Gemeinsam für die Agrarwende!

Aufruf zur 15. "Wir haben es satt!"-Demo 2025

Samstag, 18.1.25 | 12 Uhr | Bundeskanzleramt| Berlin Am 18.01.2025 ist es wieder so weit: zum 15. Mal gehen wir in Berlin für die sozial- und umweltgerechte Agrarwende auf die Straße! Stadt und Land, bio und konventionell, Tierhalter*in und Veganer*in, jung und alt – wir lassen uns nicht spalten! Solidarisiert euch, kommt zur Demo! Hier … weiterlesen

06.01.2025
Landnahme, Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN BOLIVIEN

Eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas fand ab 1953 in Bolivien statt. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Während sich im westlichen Hochland stark parzellierte Minifundien etablierten, die vorwiegend der Subsistenzwirtschaft dienen,
blieb das Latifundium im östlichen und südlichen Tiefland intakt. Bis heute befindet sich dort das Zentrum der industrialisierten Landwirtschaft Boliviens. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die
eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.

06.01.2025
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN HONDURAS

Als die aktuelle honduranische Präsidentin Xiomara Castro im Januar 2022 ihr Amt antrat, waren die Hoffnungen groß. Mit ihrer Mitte-Links-Regierung kündigte sie einen Politikwechsel an, der entgegen den Interessen der zuvor regierenden Elite des Landes die einfache Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen sollte. Schwerpunkte ihrer politischen Agenda im Wahlkampf waren soziale Gerechtigkeit, eine alternative Wirtschaftspolitik und die Bekämpfung der Korruption. Die kleinbäuerlichen Bewegungen hofften darauf, dass die Landwirtschaftspolitik einen größeren Stellenwert bekäme und Castro nach den längst abgebrochenen Agrarreformen der 1960er und 1970er Jahre einen neuen Anlauf für eine gerechtere Bodenverteilung nehmen würde.