Schlagwort "Landrecht" (128)

Do, 11.12.2025 / 19:00 – 20:30
Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Zurück auf die Agenda? Agrarreformen in Kolumbien und Lateinamerika

Gespräch im Vorfeld der Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung (ICARRD+20)

Das Thema Agrarreformen spielt in internationalen Debatten um Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle. Die im kommenden Februar im kolumbianischen Cartagena geplante „Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung“ (ICARRD+20) könnte dies ändern. 20 Jahre nach der Vorgängerkonferenz im brasilianischen Porto Alegre könnte die Umverteilung von Land wieder neue Impulse bekommen.
Das Gastgeberland Kolumbien zählt unter dem Mitte-Links-Präsidenten Gustavo Petro zu den wenigen Staaten, die aktuell eine umverteilende Agrarreform durchführen

Mo., 17.11.2025
Menschenrechte
Beitrag

Munduruku-Protest zeigt Wirkung: Regierung sagt freie, vorherige und informierte Konsultation aller von Großprojekten betroffenen Indigenen Völkern der Tapajós-Region zu

Protest der Munduruku richtete sich u.a. gegen Großprojekte wie das Wasserstraßenprojekt am Tapajós, gegen die geplante Eisenbahnlinie Ferrogrão sowie für Fortsetzung der noch immer ausstehenden Demarkationen. Die nun von Brasília zugesagte Konsultation muss dem seit 2016 behördlich hinterlegten Konsultationsprotokoll, das die Munduruku selbst erstellt haben, rechtlich bindend folgen. 17.11.2025 | von Christian.russau@fdcl.org Zwei Tage nach … weiterlesen

Do, 23.10.2025 / 19:00 – 21:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Menschenrechte
Veranstaltung

Wechsel ohne Perspektiven

Die indigene Bevölkerung Boliviens nach den Präsidentschaftswahlen

Nach 19 Jahren fast ununterbrochener Regierung der MAS in Bolivien befindet sich Bolivien in einer abgrundtiefen wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Krise. Die MAS unter ihrem damaligen Führer Evo Morales war im Jahr 2006 begleitet von enormen Hoffnungen angetreten und hatte sich vor allem auch als Vertreterin der indigenen Bevölkerung des Landes präsentiert. Trotz Verbesserungen in einigen Bereichen entpuppte sich ein Großteil der damaligen Versprechungen mit der Zeit als hohler Diskurs, und vor allem die indigenen Völker des Tieflands sehen sich in ihren Lebensgrundlagen so stark bedroht wie kaum zuvor.

20.10.2025
Klima/Biodiversität
Dossier

LETZTE AUSFAHRT BELÉM?

Die COP30 in Amazonien als klimapolitischer Scheideweg

// GOOD COP, BAD COP?
Die Faktenlage war noch nie so eindeutig: Die zivilisatorische Krise mit ihren Auswirkungen auf Klima und Natur zerstört die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Historisch und bis heute maßgeblich dafür verantwortlich sind die Industrien des Globalen Nordens mit ihrem immensen Verbrauch an Rohstoffen. Extraktiviert wird im Globalen Süden, wo die Ausbeutung der Natur einher geht mit der Zerstörung von Ökosystemen wie den tropischen Regenwäldern, die essenziell für das Gleichgewicht des Planeten sind, und Unternehmen erhebliche Menschenrechtsverletzungen begehen.
Die COP30 in Belém ist mit Erwartungen aufgeladen. Vielen gilt sie als letzte Chance, die globale Klimapolitik zu retten.

Mo, 22.09.2025 / 18:00 – 21:00
Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Klimapolitik auf Kosten der Rechte indigener Völker

Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30

22.09.2025 – Klimapolitik auf Kosten der Rechte Indigener Völker
Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30
Marktbasierte Ansätze für den wald- und landbasierten Klimaschutz im Globalen Süden sollen die Quadratur des Kreises ermöglichen: Günstiger Klimaschutz für die Hauptverursacher der Klimakrise, Investitionen und Entwicklung im Globalen Süden. Nebenbei sollen sie die Klimafinanzierungslücke schließen. Mit dem EU-Klimaziel für 2040 wird sich aller Voraussicht nach auch Deutschland künftig dieser Instrumente bedienen. Die Risiken für Klima, Natur und Menschenrechte sind hoch – auch für das Amazonasgebiet und dessen Bewohner*innen, wo die diesjährige Weltklimakonferenz (COP30 in Belém, Brasilien) stattfinden wird.

31.08.2025
Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte, Multimedia
Audio

„Die Erde als geistiges Wesen. Die indigenen Bribris und die Verteidigung ihrer Territorien”

Wir laden Sie ein, unseren neuen Podcast anzuhören: „Die Erde als geistiges Wesen. Die indigenen Bribris und die Verteidigung ihrer Territorien” über den Organisationsprozess der Bribis in Costa Rica zur Verteidigung und Rückeroberung ihrer Territorien angesichts der Bedrohung durch Siedler und die Ansiedlung der Ananas-Agroindustrie in der Region. Wir haben Lesner Figueroa interviewt, um mehr … weiterlesen

31.08.2025
Español, Landnahme, Menschenrechte
Audio

"La tierra como un ser espiritual. Indígenas bribris y la defensa de sus territorios"

Les invitamos a escuchar nuestro nuevo podcast: „La tierra como un ser espiritual. Indígenas bribris y la defensa de sus territorios“, acerca del proceso de organización de los Bribis en Costa Rica para defender y recuperar sus territorios ante el acoso de colonos y la llegada de la agroindustria de piña a la zona. Entrevistamos … weiterlesen

08.2025
Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN PERU

In Peru fand eine der weitgehendsten Agrarreformen Lateinamerikas statt. Eine sozialreformerische Militärregierung beseitigte ab 1969 den Großgrundbesitz sowie die noch immer weit verbreitete Fronarbeit und durchbrach die bis dahin fast uneingeschränkte Macht der traditionellen Agraroligarchie. Das Land sollten fortan überwiegend Kooperativen bewirtschafteten. Allerdings verlor die Reform nach wenigen Jahren an Schwung und mündete ab den 1980ern in einer neoliberalen Gegenreform, bei der ein Großteil des Kooperativenlandes privat parzelliert wurde. Der Versuch, unter der kurzzeitigen, linken Regierung von Pedro Castillo ab 2021 eine neue Agrarpolitik einzuleiten, scheiterte mit der Absetzung des Präsidenten Ende 2022.

Mi., 12.02.2025
Konzernkritik, Landwirtschaft
Beitrag

Offener Brief: Stoppt die Gewalt in Agúan – Schützt Menschenrechtsverteidiger*innen: Keine Geschäfte mehr mit DINANT!

Dringende Mitteilung und Appell an Cargill, Mondelez, Pepsico, Archer Daniels Midland (ADM), Pasternak Baum, Flora Food, Friesland-Campina, Olenex, Wilmar, Vandemoortele andere Unternehmen, die Palmöl von Corporación DINANT nutzen. Stoppt die Gewalt in Agúan – Schützt Menschenrechtsverteidiger*innen: Keine Geschäfte mehr mit DINANT! #BanDinant #JusticiaParaElAguán Sehr geehrte Damen und Herren Wir wenden uns heute an Sie, um … weiterlesen

06.01.2025
Landnahme, Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN BOLIVIEN

Eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas fand ab 1953 in Bolivien statt. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Während sich im westlichen Hochland stark parzellierte Minifundien etablierten, die vorwiegend der Subsistenzwirtschaft dienen,
blieb das Latifundium im östlichen und südlichen Tiefland intakt. Bis heute befindet sich dort das Zentrum der industrialisierten Landwirtschaft Boliviens. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die
eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.