Português

Fr, 26.11.2021So, 28.11.2021
Menschenrechte, Português
Tagung

Runder Tisch Brasilien 2021: Kampf gegen Ungleichheit in der Pandemie

Die aktuellen Demonstrationen für eine Absetzung der Regierung Bolsonaro wegen Völkermord und Misswirtschaft während der Coronakrise reißen nicht ab. Sie gewinnen weltweit an Unterstützung, aber die regierungsnahen Eliten in Brasilien halten bislang dagegen. Erst 2022 wird gewählt. Bolsonaro deutet schon jetzt an, dass er mit allen Mitteln an der Macht bleiben will.

Nach fast zwei Jahren Pandemie und weit über 550.000 Corona-Toten hat die soziale Ungleichheit in Brasilien dramatisch zugenommen: Hunger, Armut und Perspektivlosigkeit sind in den Alltag vieler Brasilianer*innen zurückgekehrt. Gewalt und Rassismus, der Verlust von Arbeit und demokratischen Rechten gehören wieder zur Lebensrealität einer wachsenden Anzahl von Brasilianer*innen. Die Regierung schuldet vor allem der jungen Generation noch immer eine zukunftsorientierte Perspektive und Politik.

08.10.2021
English, Español, Extraktivismus, Handel, Handelsabkommen, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Studien

EU-MERCOSUR-FREIHANDELSABKOMMEN - Keine Bürgerbeteiligung und Rechte, dafür Kahlschlag der Wälder

Das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur, das als „das größte Freihandelsabkommen der Welt“ bezeichnet wird, wurde am 28.Juni 2019 nach zwei Jahrzehnten Verhandlungen und Blockaden unterzeichnet. Im Rahmen des zwischen den Parteien vereinbarten Textes, dessen Ratifizierung durch das Europäische Parlament, die 26 EU-Mitgliedstaaten und die vier Mercosur-Länder noch aussteht, hat sich die Europäische Union verpflichtet, die Zölle für 91 % der Mercosur-Produkte abzuschaffen, was die Ausfuhr von
Agrarprodukten wie Rindfleisch, Soja und Ethanol aus v.a. Zuckerrohr den wichtigsten Exportgütern des Mercosur, direkt begünstigt.
Die Liberalisierung des Handels hat jedoch bei den südamerikanischen und europäischen Zivilgesellschaften die Befürchtung geweckt, dass der Nachfragedruck die Abholzung und das Eindringen in indigene Territorien nicht nur im Amazonas-Regenwald, sondern auch in anderen bedrohten Biomen der Region, wie der Cerrado-Savanne, dem Pantanal-Feuchtgebiet, dem Atlantischen Küstenregenwald und dem Trockenwaqld Gran Chaco, weiter fördern könnte.

Di, 13.04.2021 / 18:00 – 20:00
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Wird der Landraub digital? // Grilagem Digital?

Das Umweltkataster CAR in Amazonien: Hoffnungen und Kontroversen // O cadastro ambiental rural CAR na Amazônia: esperanças e controversas

Die Bioökonomie hat einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel weg von einer fossilen hin zu einer Biomasse-basierten Ökonomie zum Ziel. Unklar ist jedoch, wie verhindert werden soll, dass ein wachsender Biomasse-Verbrauch die ungleiche globale Übernutzung landwirtschaftlicher Flächen, Wälder und Süßwasser verschärft. Entsprechend gewinnen in der Debatte um eine nachhaltige Bioökonomie zunehmend Monitoring- Ansätze an Bedeutung, die über Raumplanungsinstrumente den Schutz von biodiversitätsreichen Gebieten und Landrechte kleinbäuerlicher Gruppen sicherstellen sollen.

Mi, 31.03.2021
English, Español, Menschenrechte, Português
Beitrag

Bolsonaro droht mit Ausnahmezustand – Demokratie in Brasilien in Gefahr

Befürchtungen um etwaige Versuche des Präsidenten Jair Bolsonaro, gegen die Gewaltenteilung vorzugehen und sich eine vollumgreifende Machtposition zu sichern, machen in Politik, Medien und sozialen Netzwerken Brasiliens die Runde. Brasilianische Zivilgesellschaft positioniert sich. 31.03.2021 | von KoBra und FDCL (Übersetzung) Obwohl sich der Eindruck verdichtet, dass der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro den Bezug zur Realität … weiterlesen

Mi, 17.02.2021
Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Beitrag

Berliner Brasiliendialog / Diálogos Brasil-Berlim: Videoaufzeichnungen aller Veranstaltungen / Gravação dos eventos

Gestern, am 16. Februar fand die grandiose Abschlussveranstaltung der Online-Konferenzreihe Berliner Brasiliendialog / Diálogos Brasil-Berlim – „Brasilien im multiplen Krisenmodus“/ „O Brasil em meio a múltiplas crises“ statt. Für alle, die einzelne Veranstaltungen verpasst haben respektive die insgesamt 9 Veranstaltungen auch im Nachhinein verfolgen möchten, seien die Videoaufzeichnungen im Original-Ton (DE/PT ohne Verdolmetschung) auf Mecila’s … weiterlesen

Di, 02.02.2021Di, 09.02.2021
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Berliner Brasiliendialog 20/21 / Ciclo de debates: Diálogos Brasil-Berlim 20/21

Brasilien im multiplen Krisenmodus / O Brasil em meio a múltiplas crises

Berliner Brasiliendialoge 20/21 – Brasilien im multiplen Krisenmodus
Brasilien durchläuft aktuell mehrere, simultane Krisen: Politisch setzt der Zuwachs des Rechtsextremismus die demokratischen Institutionen sowie das demokratische Miteinander immer mehr unter Druck. Wirtschaftlich verfestigt sich die seit 2015 anhaltende Stagnation durch die politische Verharmlosung der Pandemie und die daraus folgende unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus. Ökologisch führen bewusste Lockerungen von Umweltauflagen und eine gezielte Schwächung der Umweltschutzinstitutionen zu einer beispiellosen ökologischen Krise. Diese multiplen Krisen bedingen und vertiefen sich wechselseitig, während das Land immer tiefer in eine beinahe dystopische Sackgasse geführt wird.

Mehr denn je ist eine wissenschaftliche Analyse und Aufklärung der internationalen Öffentlichkeit zu den multiplen Krisen Brasiliens eine Notwendigkeit in der Forschung, der wissenschaftlichen und bildungspolitischen Arbeit sowie der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik zu Lateinamerika. Der Bedarf an Analyse, Aufklärung und öffentlicher Aufmerksamkeit begründet das Projekt einer Veranstaltungsreihe in Deutschland zu Brasilien, in der sich Wissenschaftler*innen, Publizist*innen, Politiker*innen, Künstler*innen, Student*innen und Aktivist*innen aus Brasilien und Deutschland frei austauschen und voneinander lernen können.

Di, 05.01.2021
Konzernkritik, Menschenrechte, Multimedia, Português
Beitrag

Mitschnitt Online-Veranstaltung Gewalt gegen Indigene unter Bolsonaro am 10.12.2020 (Original Portugiesisch)

Podiumsdiskussion mit: Roberto Liebgott (Indigenenmissionsrat CIMI nacional) Kum’tum Akroa Gamella (Akroa Gamella, Maranhão) Zica Pires (Quilombo Santa Rosa dos Pretos, Maranhão) Christian Russau (FDCL, Dachverband Kritische Aktionär:innen, Berlin) Moderation: Verena Glass (Projektkoordinatorin RLS Brasilien) Weitere Informationen Extraktivismus und Territorialkonflikte in Brasilien. Deutsch-brasilianische Beziehungen auf dem Prüfstand von Christian Russau (dt) O Relatório Violência Contra os … weiterlesen

Do, 19.12.2019 / 18:00 – 20:00
Lateinamerika-Institut der FU Berlin
Klima/Biodiversität, Landnahme, Português
Veranstaltung

Jenseits der Feuer

Die politischen, sozialen und ökonomischen Hintergründe und Ursachen der Zerstörung Amazoniens unter der Regierung Bolsonaro

Vortrag von Maurício Torres (Belém/ Brasilien)

Moderation: Thomas Fatheuer (FDCL, KoBra)

Sprache: Portugiesisch ohne Übersetzung

Der brennende Amazonaswald ist aus den Nachrichten verschwunden.
Die Gefahr für diese Region und ihre diversen Bewohner*innen ist aber so groß, wie schon lange nicht mehr: Die Abholzungsraten, Landraub und gewaltsamen Konflikte nehmen rasant zu. In kaum einer Gegend der Welt ist es so lebensgefährlich, sich für Landrechte, Umwelt- und Waldschutz einzusetzen. Das zeigen die Morde und Morddrohungen gegen Indigene, traditionelle Gemeinschaften und soziale Bewegungen, aber auch die diffamierenden Behauptungen und „Fake News“, die vom autoritären Präsidenten Jair Bolsonaro selbst ausgehen.

Do, 07.11.2019 / 19:00
Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Semeando Sustentabilidade e Plantar: Können Entwicklungsprojekte Amazonien retten?

Brasilien Amazonien

Vom brennenden Amazonien und indigenen Widerstand handelten in den letzten Monaten die meisten Veranstaltungen und so vom Engagement der sog. Advocacy-Organisationen. Wir wollen dagegen an dem Abend unseren Blick auf Projekte nicht-staatlicher Entwicklungsorganisationen richten, die auf den nachhaltigen Erhalt der Umwelt und die Verbesserung der Lebensumstände der sog. traditionellen Gemeinschaften (indígenas, seringueiros, quilombolas) und Kleinbauerfamilien abzielen. Und dies in Zeiten des Klimawandels und eines Präsidenten Bolsonaro. Wo liegen die Chancen, wo die Grenzen von solchen Entwicklungsprojekten? Das wollen wir diskutieren.

Ort: BVV-Saal des Rathaus Berlin-Charlottenburg,
Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin