Menschenrechte

demo-leipziger

Di, 08.02.2022 / 15:00 – 18:00
Bildungsmaterial, Español, Globales Lernen, Menschenrechte
Seminar

Afro-indigene Garífuna in Honduras

Online-Fortbildung für Spanischlehrkräfte Sekundarstufe II

Vorstellung von Inhalt und Nutzung von Spanischmaterialien Sekundarstufe II über die Lebensrealität der afro-indigenen Garífuna aus Honduras. Die Fortbildung findet auf Deutsch und Spanisch statt.

Di, 21.12.2021 / 18:30 – 20:30
Menschenrechte
Film + Gespräch

Expulsados - Vertrieben

Dokumentation über die Sonderwirtschaftszonen (ZEDEs) in Honduras

Filmvorführung (dt. UT) und Gespräch
Online via Zoom, Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche

Dort, wo in Honduras  extraterritoriale Sonderentwicklungszonen (Privatstädte, ZEDEs) geplant und gebaut werden, fürchten die Menschen Vertreibung. Der honduranische Filmemacher Dassaev Aguilar hat die Orte besucht, an denen aktuell die ZEDE Próspera und die ZEDE Morazán entstehen. Er hat Investoren und Betreiber interviewt, mit Einwohner*innen der betroffenen Gemeinden gesprochen und die Protestbewegung gegen die ZEDE porträtiert.

Wir diskutieren mit Dassaev Aguilar  über seine 43-minütige Dokumentation und mit einem/einer Expertin aus Honduras über die aktuelle Frage: Kann es der designierten Mittelinks-Regierung unter Xiomara Castro gelingen, die ZEDE zu stoppen?

18.12.2021
Agroenergie, Bergbau, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte, Rohstoffe
Dossier

Deutsche Unternehmen und der Hidroituango-Staudamm

Menschenrechtsverletzungen an Kolumbiens größtem Staudamm - Unternehmen verstoßen gegen die Sorgfaltspflichten

Deutsche Unternehmen und der Hidroituango-Staudamm

Erst lag das Flussbett trocken, dann kam die Flut. Am 28. April 2018 stand der Hidroituango-Staudamm im Nordwesten Kolumbiens vor dem Kollaps. Die Staumauer war noch nicht fertig gestellt, da staute sich auf der größten Baustelle des Landes urplötzlich der Cauca-Fluss auf. Über Tage kam unterhalb der Talsperre vom „blonden Patron“, wie die Flussbewohner*innen den Cauca mit Ehrfurcht und Zuneigung nennen, nicht mehr als ein Rinnsal an. Oberhalb trat gleichzeitig der Fluss rasend schnell über die Ufer und sorgte für weiträumige Überschwemmungen. Zwei Wochen später brachen die Wassermassen durch einen Gebirgstunnel unter der Anlage. Flutwellen überrollten flussabwärts die nahe gelegene Ufersiedlung Puerto Valdivia. Der Stausee war vorzeitig und unkontrolliert geflutet worden. Über Wochen konnten die Behörden nicht garantieren, dass die noch im Bau befindliche Talsperre nicht auch unter dem Druck des Wassers brechen würde. In einer Region, die wie kaum eine andere unter der Gewalt in Kolumbien gelitten hat, mussten über 31.000 Menschen fluchtartig ihre Häuser verlassen – darunter viele Überlebende des bewaffneten Konflikts. Der Sachschaden beläuft sich auf gut 2,61 Milliarden US-Dollar.

Di, 14.12.2021 / 18:00 – 19:30
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Wenn das Eintreten für Grundrechte zur Straftat wird

Kriminalisierung als Strategie gegen unliebsamen Protest in Deutschland und Honduras

Politischer Aktivismus wird weltweit zunehmend erschwert. In vielen Ländern werden Aktivist*innen aufgrund ihrer Arbeit überwacht, verfolgt, bedroht oder mit Berufsverboten belegt. Eine weitere Strategie, die zunehmend beobachtet wird, ist die Kriminalisierung. Hier wendet sich das Gesetz, das politischen Aktivismus eigentlich gewährleistet sollte, gezielt gegen die Aktivist*innen selber. Engagement gegen ungerechte Verhältnisse wird so in die Nähe zu Straftaten gerückt und repressive Maßnahmen dagegen bekommen einen Anschein von Legitimität.

Di, 30.11.2021 / 19:00 – 21:00
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

VERANSTALTUNG IST ABGESAGT! Ist der Cerrado noch zu retten?

Die Bedeutung des Bioms und seiner traditionellen Völker in Zeiten des Klimawandels

„Ohne den Cerrado stirbt der Regenwald“, beschreiben WissenschaftlerInnen und UmweltschützerInnen die Bedeutung der wasserreichen Savanne. Der Cerrado als zweitgrößtes Ökosystem Brasiliens erstreckt sich südwestlich des Amazonasregenwaldes vom Bundesstaat Paraná bis Maranhão. Seine Artenvielfalt ist einmalig. Auf den sauren und ausgewaschenen Böden wachsen daran angepasste Bäume und Palmen wie Bacuri, Pequi und Babaçu. Als wichtiger Wasserspeicher für Brasiliens große Flüsse ist der Cerrado auch Quellgebiet des Amazonas. Doch das Biom ist in seiner Existenz bedroht, und mit ihm die Menschen die dort leben: KleinbäuerInnen, Indigene, FischerInnen, Quilombolas und genossenschaftliche WaldnutzerInnen.

Fr, 26.11.2021So, 28.11.2021
Menschenrechte, Português
Tagung

Runder Tisch Brasilien 2021: Kampf gegen Ungleichheit in der Pandemie

Die aktuellen Demonstrationen für eine Absetzung der Regierung Bolsonaro wegen Völkermord und Misswirtschaft während der Coronakrise reißen nicht ab. Sie gewinnen weltweit an Unterstützung, aber die regierungsnahen Eliten in Brasilien halten bislang dagegen. Erst 2022 wird gewählt. Bolsonaro deutet schon jetzt an, dass er mit allen Mitteln an der Macht bleiben will.

Nach fast zwei Jahren Pandemie und weit über 550.000 Corona-Toten hat die soziale Ungleichheit in Brasilien dramatisch zugenommen: Hunger, Armut und Perspektivlosigkeit sind in den Alltag vieler Brasilianer*innen zurückgekehrt. Gewalt und Rassismus, der Verlust von Arbeit und demokratischen Rechten gehören wieder zur Lebensrealität einer wachsenden Anzahl von Brasilianer*innen. Die Regierung schuldet vor allem der jungen Generation noch immer eine zukunftsorientierte Perspektive und Politik.

Do, 25.11.2021 / 11:00 – 20:00
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Tagung

Cerrado-Tag

Der brasilianische Cerrado ist die artenreichste Savanne der Erde, er ist der Lebens- und Wirtschaftsraum von traditionellen Völkern und Gemeinschaften, die landwirtschaftliche Region in der tausende Sorten traditionellen Saatguts von seinen Bewohnern bewahrt werden und er ist Quellgebiet der meisten großen Flüsse Brasiliens.

Im Cerrado wurden aber auch in den letzten Jahrzehnten mehr als 50% der natürlichen Vegetation vernichtet, in ihm sind alle traditionellen Völker und Gemeinschaften akut oder potenziell bedroht, in ihm dehnen sich exportorientierte Monokulturen und Rinderweidewirtschaft weiterhin großflächig aus und seine Flüsse sind durch Bergbauabfälle massiv verseucht.

Allerdings ist der Cerrado in den großen internationalen Debatten kaum beachtet. Eine solche Debatte soll vom Cerrado-Tag angestoßen werden.

Mi, 24.11.2021
Konzernkritik, Menschenrechte
Pressemitteilung

Siemens Energy verkauft seinen 35%-Anteil am Joint Venture Voith Hydro

Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern weiteres Divestment und weisen auf Menschenrechts- und Klimarisiken bei Staudamm-Großprojekten hin

Siemens Energy verkauft seinen 35%-Anteil am Joint Venture Voith Hydro. Zivilgesellschaftliche Organisationen fordern weiteres Divestment und weisen auf Menschenrechts- und Klimarisiken bei Staudamm-Großprojekten hin

22.11.2021
Menschenrechte, Multimedia
Audio

Auf den Spuren Lateinamerikas in Berlin

Radiobeitrag – Was hat ein gemütlicher Spaziergang durchs Bayrische Viertel in Berlin mit der Kolonialisierung Lateinamerikas zu tun? In welcher Verbindung steht der Wittenbergplatz in Schöneberg mit der deutschen Auswanderung nach Chile im 19. Jahrhundert? Und wie kann man beim Schlendern durch die Mall of Berlin den Indigenen Guna begegnen?

Mi, 17.11.2021
Bergbau, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte, Straflosigkeit
Beitrag

Erneute Bedrohungen gegen Alessandra Munduruku und Einbruch in ihr Haus

Die international renommierte indigene Menschenrechtsverteidigerin Alessandra Korap Munduruku, die gegen Bergbau und Staudämme in dem Munduruku-Territorium kämpft, wird erneut bedroht, und nun wurde vor wenigen Tagen in ihr Haus eingebrochen. 17.11.2021 | von Christian Russau Nur wenige Tage nach ihrer Rückkehr von der COP26 in Glasgow wurde das Haus von Alessandra Munduruku erneut überfallen. Die … weiterlesen