Rohstoffe

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04.07.2019
Bergbau, Extraktivismus, Handel, Handelsabkommen, Konzernkritik, Rohstoffe, UN Binding Treaty
Studien
Merle Groneweg

Neue Rohstoffkapitel in EU-Handelsabkommen – eine Bestandsaufnahme

Auswirkungen auf Umwelt, Menschenrechte und wirtschaftliche Entwicklung

Mit neuen Kapiteln zu Rohstoffen und Energie will die EU-Kommission den möglichst günstigen Zugang zu diesen wichtigen Importgütern für europäische Unternehmen sichern. Inzwischen liegen sechs Entwürfe für diese Kapitel vor. Sie sind Teil der Abkommen, die die EU-Kommission mit Australien, Chile, Indonesien, Neuseeland, Mexiko und Tunesien verhandelt. Welche Rolle spielt der Schutz von Umwelt und Menschenrechten in diesen Kapiteln? Welchen Einfluss nehmen die Rohstoff- und Energiekapitel auf die Vergabe von Lizenzen für den Abbau und die Exploration von Rohstoffen? Welche Konsequenzen bergen die handelspolitischen Bestimmungen für das wirtschaftliche Wachstum und Entwicklung in rohstoffreichen Staaten des Globalen Südens wie Chile, Indonesien und Mexiko?

Di, 21.05.2019
Extraktivismus, Handel, Konzernkritik, Menschenrechte, Rohstoffe
Pressemitteilung

Massive Antwort der internationalen Zivilgesellschaft am globalen Anti-Chevron Day#AntiChevron

PRESSEMITTEILUNG

[Amsterdam/Genf/Quito 21. Mai 2019] Mehr als 260 Organisationen, Netzwerke, Gewerkschaften und soziale Bewegungen weltweit, die mehr als 280 Millionen Menschen vertreten, sind mobilisiert, um die Straffreiheit von Chevron in Ecuador zu verurteilen und den Präsidenten von Ecuador zu bitten, den Fall Chevron zugunsten der indigenen Gemeinschaften zu unterstützen.Nach 25 Jahren Prozessführung zur Behebung der größten Umweltkatastrophe im ecuadorianischen Amazonasgebiet, gewann eine Koalition mit über 30.000 indigenen Bewohnern ihre Klage gegen den Ölriesen Chevron. Das Unternehmen weigerte sich jedoch stets zu zahlen und nutzte erfolgreich das System des Investor State Dispute Settlement (ISDS, Abkürzung auf Englisch) gegen den Staat. Mehr als 260 Organisationen, soziale Bewegungen und Gewerkschaften weltweit, die mehr als 280 Millionen Menschen vertreten, verurteilen die Straffreiheit des Unternehmens und fordern die ecuadorianische Regierung auf, sich nicht in den Prozess zwischen den Gemeinschaften der UDAPT (Vereinigung der von Texcao Betroffenen) und des transnationalen Unternehmens einzugreifen und sich für die betroffenen Gemeinschaften einzusetzen.

Fr, 17.05.2019
Extraktivismus, Handel, Konzernkritik, Menschenrechte, Rohstoffe
Pressemitteilung

„Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!“

Protest-Aktion vor der Ecuadorianischen Botschaft in Berlin am 21.5.2019

Am 21. Mai findet der globale Aktionstag gegen Chevron statt. Im Rahmen der Kampagne „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen!“ werden in Berlin mehrere Organisationen und Bündnisse eine kreative Protestaktion vor der ecuadorianischen Botschaft durchführen. Mit einer drei Meter hohen Waage werden wir dagegen protestieren, dass Rechte von internationalen Konzernen und Investoren deutlich schwerer wiegen als Rechte für Menschen und Umwelt.

Mo, 13.05.2019 / 19:00 – 21:00
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Bergbau, Extraktivismus, Handel, Rohstoffe
Veranstaltung

Geldwäsche, Steuervermeidung und Korruption in Peru im Kontext der internationalen Finanz- und Steuerarchitektur

Immer zur Jahreswende passiert irgendwas in Peru. 2017 war es zu Heiligabend die Begnadigung von Ex-Präsident Fujimori, am Silvesterabend 2018 die Entbindung zweier aufrechter Staatsanwälte von der Ermittlung bezüglich korrupter Machenschaften. Unmittelbar nach den beiden ausgespro-chenen Maßnahmen regte sich starker Widerstand der Bevölkerung in vielen Städten Perus, der letztlich zur Aufhebung der Entscheidungen führte und sowohl Staatspräsident Kuczynski als auch Oberstaatsanwalt Chávarry um ihre Ämter brachte.

Fr, 22.03.2019So, 24.03.2019
Landnahme, Menschenrechte, Rohstoffe, Straflosigkeit
Tagung

Land - Leute - Lucha

Kämpfe um Land und Selbstbestimmung in Zentralamerika - 3. Tagung des Runden Tisch Zentralamerika

Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen schreitet in Zentralamerika voran – wie in vielen Regionen des Globalen Südens. Die Ausweitung der Agrarindustrie und ein am Export von Rohstoffen orientiertes Wirtschaftsmodell sollen „Wachstum und Entwicklung“ in den Ländern vorantreiben. Dabei gefährden beispielsweise Projekte im Bergbau, Wasserkraft oder Monokulturen die Naturräume, Lebensgrundlagen und die Ernährungssouveränität der betroffenen Gemeinden unmittelbar. Die Durchsetzung eines ökonomischen Modells, das international verankerte wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Rechte missachtet, ist laut einer aktuellen Studie von CIPRODEH einer von drei Hauptfaktoren für Konflikte in der Region. Es geht in den meisten Staaten Zentralamerikas zudem mit einer fortschreitenden Zerstörung demokratischer und rechtsstaatlicher Institutionen und der Militarisierung von Staat und Gesellschaft einher.
In der Evangelischen Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll

Do, 07.03.2019 / 19:00 – 21:00
Bergbau, Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Luchas Indígenas en Tiempos del Neoextractivismo - Ecuador, Perú y Bolivia

debate con Yanda Lenin Montahuano, Puyo/Ecuador; Marco Bazán, coordinador regional terre des hommes, Lima/Peru y Mario Rodgriguez, Wayna Tambo, El Alto/Bolivia

Conferencia del Lateinamerika-Forum Berlin e.V./Foro de las Américas con el Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) Potsdam, Forschungs und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika FDCL y Infostelle Peru e.V./Kampagne Bergwerk.

Ort:
Lateinamerika-Forum Berlin e. V. /Foro de las Américas
Bismarckstr. 101, 5. Etage c/o SEKIS, 10625 Berlin

Einladung auf Deutsch siehe unten!

Invitación al debate „Luchas Indígenas en Tiempos del Neoextractivismo“

Pocas veces en su historia los pueblos indígenas se han visto tan amenazados como en en los tiempos actuales del neoextractivismo. Las amenazas son múltiples, pero tambien las formas de resistencia y autoafirmación que han desarrollado dichos pueblos.

El discuro puede ser diferente, pero independientemente de su posición política, todos los gobiernos en la actualidad latinoamericana parecen irremediablemente inclinados a la explotación de los recursos naturales, dirigida a la exportación (hoy en dia sobre todo a China) para obtener una mayor cantidad de divisas.

Do, 21.02.2019
Bergbau, Konzernkritik, Menschenrechte
Beitrag

Brumadinho dam: NGOs urge companies and investors to use leverage and require Vale to remedy the situation

Today, 86 organisations addressed a letter to companies and investors of the mining and steel industry following the rupture of the Brumadinho tailings dam, on January 25. The letter urges the companies to exercise their due diligence regarding the situation in Brazil and to require Vale S.A. to adequately repair the victims of these events … weiterlesen

30.12.2018
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Multimedia, Straflosigkeit
Audio

Ölverseuchung im Amazonas

Indigene und Kleinbauern in Ecuador kämpfen für Gerechtigkeit

David gegen Goliath: So könnte man die juristische Auseinandersetzung zwischen ecuadorianischen Kleinbauern und Indigenen und dem Öl-Riesen Chevron treffend umschreiben. Fast drei Jahrzehnte lang, von 1967 bis 1992, leitete das Unternehmen Texaco, mit dem Chevron im Jahr 2001 fusionierte, giftige Abfallstoffe in das Amazonas-Gebiet des südamerikanischen Landes. 2011 verurteilte ein ecuadorianisches Gericht das Unternehmen zu einer Entschädigungszahlung von 9,5 Milliarden US-Dollar an die Betroffenen. Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: Statt Chevron müssen sich nun die Kläger vor Gericht verantworten – und haben selbst noch keinen Cent gesehen. Jessica Zeller über die Hintergründe einer Auseinandersetzung um Wahrheit und Gerechtigkeit.

Fr, 23.11.2018 / 18:30 – 21:00
FDCL
Extraktivismus, Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Staudämme im Regenwald

Eine Veranstaltung mit Pablo Solón über Wasserkraftprojekte im bolivianischen Tiefland

Der Madidi- Nationalpark in Bolivien ist eine der Regionen, die die höchste Biodiversität der Welt aufweist. Auf seinem Territorium leben zahlreiche Indigene, die vom Fluss und dem Regenwald leben. Doch dieses Biotop ist in Gefahr: Die bolivianische Regierung plant zwei Staudämme, die weite Teile des Parks überfluten würde. Die Menschen müssten umgesiedelt werden, der Wald würde zerstört.
Pablo Solón arbeitet bei der Stiftung Solón und beschäftigt sich seit langem mit diesem Pro­jekt und seinen Problemen. Er wird auf der Veranstaltung über die Hintergründe des Pro­jektes berichten und mit uns über mögliche Alternativen zum herrschenden Ent­wic­klungs­modell diskutieren.

Do, 22.11.2018 / 16:00
Lateinamerika-Institut der FU Berlin
Español, Landwirtschaft, Rohstoffe
Veranstaltung

Was ist aus dem Guten Leben geworden?

Que le ha pasado al Vivir Bien? La implementación del concepto en Bolivia

In den Jahren der Amtseinführung der Regierungen von Evo Morales in Bolivien und Rafael Correa in Ekuador war das indigenen Weltvorstellungen entliehene Paradigma des Buen Vivir oder Vivir Bien in aller Munde. Damit sollte ein Leben in Harmonie mit der Natur und in Einklang mit indigenen Traditionen gemeint sein.