29.11.2017
Konzernkritik, Landnahme, Multimedia, Straflosigkeit
Audio

Mapuche vs. Benetton:

Indigene als Opfer einer globalisierten Weltwirtschaft

In Argentinien kämpfen die indigenen Mapuche seit vielen Jahren um ihr Land. Große Gebiete, auf denen sie bereits seit Jahrhunderten ansässig sind, befinden sich heute im Privatbesitz transnationaler Konzerne, wie dem Modeunternehmen Benetton. Die Indigenen sind Opfer einer globalisierten Weltwirtschaft, die vom argentinischen Staat nach allen Kräften unterstützt wird. Bei einer Protestkundgebung auf einem Teil der Benetton-Fläche im August diesen Jahres, kam der Aktivist Santiago Maldonado – ein junger Mann aus Buenos Aires – auf der Flucht vor den staatlichen Sicherheitskräften ums Leben. Ende November kam es erneut zu gewaltsamen Übergriffen auf Mapuche im Süden des Landes.

29.11.2017
Handel, Handelsabkommen, Konzernkritik
Studien
Thomas Fritz

Die EU-Handelspolitik und der Globale Süden

EPAs, ASEAN und TiSA: Anforderungen an eine handelspolitische Reform aus entwicklungspolitischer Perspektive

Die europaweiten Proteste gegen die HandelsabkommenTTIP, CETA und TiSA haben erstmals einer größeren Öffentlichkeit die erheblichen sozialen, ökologischen und demokratischen Defizite der europäischen Handelspolitik vor Augen geführt. Die Verhandlungen zu TTIP und TiSA liegen derzeit auf Eis, während einerfolgreicher Abschluss der nationalen Ratifizierungvon CETA in den EU-Mitgliedsstaaten als fraglich gilt. Die tiefe Legitimationskrise der EU-Handelspolitik wurde im Oktober 2016 unübersehbar, als die Vorbehalteder belgischen Provinz Wallonien die CETA-Ratifizierungauf europäischer Ebene kurzzeitig an den Randdes Scheiterns führten.

Fr, 17.11.2017
Konzernkritik, Landwirtschaft
Beitrag

Der Agrarindustrie die Stirn bieten: Aufruf zur Wir haben es satt!-Demo am 20.01.2018

Am 20. Januar lädt die Bundesregierung erneut zur weltgrößten Agrarmesse „Grüne Woche“ LandwirtschaftsministerInnen aus der ganzen Welt nach Berlin ein. Gerade im Amt steht die neue Regierung dann im Licht der Weltöffentlichkeit. Ein sehr guter Moment, um gemeinsam für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung, globale Bauernrechte und fairen Handel zu demonstrieren! Die Wir … weiterlesen

Mi, 15.11.2017
Klima/Biodiversität, Landnahme, Uncategorized
Beitrag

Dokumentation: Fachgespräch zu Tropenwaldschutz in der Klimapolitik

Am 25.10.2017 hat das FDCL gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) und in Kooperation mit weiteren Partner*innen das Fachgespräch zu Tropenwaldschutz in der Klimapolitik mit dem Titel „Was bewegt REDD+ – Lektionen aus zehn Jahren“ und die Abendveranstaltung zum Problem der Entwaldung in Amazonien mit dem Titel „Amazonien unter Druck“ in den Räumlichkeiten der hbs durchgeführt. … weiterlesen

Di, 14.11.2017
Extraktivismus, Konzernkritik, Straflosigkeit
Beitrag

Zusammenfassung des Berichtes der Unterstützungsgruppe Internationaler Expert*innen – GAIPE

Am 2. März 2016 wurde Berta Cáceres – Koordinatorin des Zivilen Rates der Basis- und indigenen Organisationen (COPINH) – in La Esperanza / Honduras ermordet. Der bekannte Umweltaktivist Gustavo Castro entkam nur knapp dem Mordanschlag. Familienangehörige und COPINH zweifelten die Unabhängigkeit der honduranischen Justiz an und forderten eine unabhängige Untersuchung, um auch die Drahtzieher hinter … weiterlesen

11.11.2017
Konzernkritik, Multimedia, Straflosigkeit
Audio

Komplizen der Militärdiktatur?

Die Rolle von VW do Brasil und Mercedes Benz Argentina

Lúcio Bellentani aus Brasilien und Héctor Ratto aus Argentinien teilen ein ähnliches Schicksal. Beide Männer waren in den 1970er Jahren gewerkschaftlich und politisch aktiv und wurden deshalb unter den Militärdiktaturen ihrer Länder gefangengenommen und schwer gefoltert. Brisantes Detail: ihre damaligen Arbeitgeber – VW do Brasil und Mercedes Benz Argentina – haben mit den Repressionsorganen des Staates eng zusammengearbeitet. Die Tochterunternehmen deutscher Autobauer lieferten Informationen zu „unliebsamen Arbeitern“ und ermöglichten den Sicherheitskräften Zugriff auf das Werksgelände. 40 Jahre später wird die Rolle der Unternehmen nun aufgeklärt, Gerechtigkeit für die Opfer gefordert – und auch juristische Wege eingeschlagen.

10.11.2017
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Dossier
Thomas Fatheuer

Entwaldung, „Entwicklung“ und Widerstand

Der Kampf um den größten Regenwald der Welt

Die Beschätigung mit Amazonien hat neue Aktualität erlangt. Zum einen zeigt der Anstieg der Entwaldungszahlen, dass die Dynamik der Vernichtung des Regenwaldes keineswegs unter Kontrolle ist, zum anderen sind die jüngsten politischen Entwicklungen besorgniserregend. Es scheint, dass nach der umstrittenen Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff das Agrobusiness in Brasilien noch mehr an Macht gewinnt und Umweltpolitik sowie der Schutz der Rechte indigener Völker und traditioneller Gemeinschaftten zusehends marginalsiert wird. Die verschiedenen Gesetzesvorhaben zur Reduzierung von Schutzgebieten und die massive Kürzung von Geldern sind ein deutlicher Indikator für diese Entwicklung.

Mi, 01.11.2017
English, Español, Konzernkritik, Menschenrechte, Straflosigkeit, UN Binding Treaty
Pressemitteilung

The treaty on transnational corporations and human rights enters “negotiation mode"

Global Campaign Press Release / Comunicado de la Campaña Global

The Global Campaign (1) welcomes the end of a successful week of intense work moving towards decisive negotiations on a binding treaty on transnational corporations (TNCs) and human rights, despite challenges from the EU with support from the US. *****
Ginebra: 1 de noviembre de 2017 – La Campaña Global (1) celebra el fin de una exitosa semana de intenso trabajo que avanza hacia unas negociaciones decisivas sobre un tratado vinculante en materia de empresas transnacionales y derechos humanos, a pesar de los obstáculos planteados por la Unión Europea con el apoyo de los Estados Unidos. ****
Genève: 1er novembre 2017 – La Campagne mondiale (1) se félicite de la conclusion d’une semaine de travail intense et fructueuse vers des négociations décisives sur un traité contraignant sur les sociétés multinationales et les droits de l’homme, malgré les obstacles posés par l’Union Européenne appuyée par les Etats Unis.

Fr, 27.10.2017
Konzernkritik, Menschenrechte
Pressemitteilung

VW do Brasil kurz vor der Anklage wegen Kooperation mit Repressionsapparat?

Gesprächsangebot mit Lúcio Bellentani, ehemaliger VW-Mitarbeiter in Brasilien. Brasilianische Staatsanwaltschaft entscheidet noch 2017 über Anklageerhebung.

Das Jahr 2017 könnte für Volkswagen das Jahr der Anklage werden. Und gemeint ist damit nicht der sogenannte Diesel-Skandal, der seit geraumer Zeit die Öffentlichkeit beschäftigt. VW do brasil wird vorgeworfen, sich an der Verfolgung und Folter von Oppositionellen durch die damalige Militärdiktatur in Brasilien beteiligt zu haben. Noch in diesem Jahr will die brasilianische Staatsanwaltschaft darüber entscheiden, ob sie gegen den Konzern Anklage erheben wird. Auch der Abschlussbericht eines von VW eingesetzten Historikers, der die Vorwürfe ebenfalls untersucht und seinen Bericht im Sommer an VW übergeben hat, soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Es könnte für VW noch ein hartes Jahr werden.
Gespräch mit Lúcio Bellentani am 7. November 2017, 10.00 bis 11.00 Uhr im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin (1. OG)

Mi, 25.10.2017
English, Konzernkritik, UN Binding Treaty
Beitrag

Toward global Regulation on Human Rights and Business

Trade and investment protection agreements facilitate business enterprises‘ access to markets and raw materials, and protect investor interests with enforceable rights. Although human rights are a cornerstone of international law, so far there are only voluntary guidelines to safeguard them within the activities of global enterprises. This needs to change; human rights need a mandatory commitment. This is where the „UN treaty process“ comes in. It offers the chance for binding international regulation of global business: Since 2015, an intergovernmental working group has been negotiating an international human rights treaty that is binding for the contractual parties, outlines clear rules for business enterprises and strengthens access to justice for affected parties. The Treaty Alliance Germany – a coalition of organizations supporting such an approach – have formulated demands in a new position paper.