Schlagwort "Bioökonomie" (66)

Mi, 18.11.2020 /
Agroenergie, English, Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Mit „Natural Climate Solutions“ die biologische Vielfalt und das Klima retten?

Teil 4 der Online-Konferenzreihe: UMKÄMPFTE NATUR

Landnutzung wird immer mehr zum Hoffnungsträger der internationalen Klimapolitik. Die Erwartungen sind enorm: Bis zu 37% der notwendigen Emissionseinsparungen, um die 2° Marke nicht zu überschreiten, könnten Schätzungen zu Folge aus so genannten “Natural Climate Solutions”, wie verringerter Entwaldung, Aufforstung oder Landwirtschaft, kommen.

Zwar hat schon der Konflikt um Teller oder Tank als Folge der Biospritproduktion die Zielkonflikte landbasierter Klimaschutzmaßnahmen deutlich gemacht. Inzwischen kommen aber neue Dimensionen hinzu, die Land in noch stärkeren Maße in den Fokus der globalen Klimapolitik rücken.

Do, 29.10.2020 / 16:30 – 18:00
Agroenergie, English, Español, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Veranstaltung

Wer profitiert künftig von der biologischen Vielfalt? Digitale Sequenz-Informationen (DSI) und ihr Potential für neue Formen der Biopiraterie

Teil 3 der Online-Konferenzreihe: UMKÄMPFTE NATUR

Als Biopiraterie wurde in den 2000er Jahren die Aneignung genetischer Ressourcen, vor allen der sehr biodiversitätsreichen Staaten des globalen Südens, durch transnationale Konzerne mit Sitz in OECD-Staaten bezeichnet, kritisiert und skandalisiert. Fälle von Biopiraterie beruhten auf dem physischen Transfer von Pflanzenmaterial, dessen Verwendung bei der Entwicklung verschiedenster Produkte (Medikamente, Nahrungsmittel, Kosmetika), für die dann geistige Eigentumsrechte bei Patentbehörden angemeldet wurden.

Das vor 10 Jahren auf der zehnten Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD-COP 10) angenommene und wenige Jahre später in Kraft getretene „Protokoll von Nagoya“ regelt zwar, dass Länder, deren genetische Ressourcen genutzt werden, an den Vorteilen und Einnahmen angemessen beteiligt werden, die aus der Nutzung dieser Ressourcen und des dazugehörigen Wissens erwachsen (Access and Benefit Sharing– ABS). Doch kann das Protokoll mittels des ungehinderten Transfers von Digitaler Sequenz-Information (DSI) über genetische Ressourcen immer leichter umgangen werden.

Do, 24.09.2020 / 16:30 – 18:00
English, Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Veranstaltung

UN-Biodiversitätskonvention am Scheideweg?

Teil 1 der Online-Konferenzreihe: UMKÄMPFTE NATUR

Auf einem Planeten, der nur aus Fichtenwäldern, Maisfeldern und Mastschweinen besteht, können wir nicht (über)leben. Unsere Art des Produzierens und Konsumierens bedroht das fragile Netz des Lebens. Ein Blick auf den Zustand unserer Ökosysteme zeigt: Das Ausmaß der Zerstörung natürlicher Lebensräume und der Verlust der Artenvielfalt sind alarmierend. Die Wissenschaft warnt vor einem 6. Massensterben.

2021 ist ein Schlüsseljahr für den Schutz der Biodiversität. Auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der CBD soll ein neuer Zielrahmen für die internationale Biodiversitätspolitik der Vereinten Nationen vereinbart werden.

Fr, 12.06.2020
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft
Beitrag

Gene Drives stoppen: Petition für ein Freisetzungsverbot von Gene Drive Organismen

Artensterben und Biodiversitätsverlust sind in aller Munde. Gleichzeitig und von der Öffentlichkeit wenig beachtet, streben einige Wissenschaftler*innen und private Stiftungen danach, mit Hilfe neuer Gentechnologien extreme Eingriffe in die Natur und die Biodiversität vorzunehmen.

Do, 04.06.2020 / 10:00 – 17:00
Langenbeck-Virchow-Haus
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Tagung

FÄLLT AUS und wird ggf. 4.Quartal 2020 neu angesetzt! // Umkämpfte Natur

Der Schutz biologischer Vielfalt im Spannungsfeld von Menschenrechten, Klimaschutz und neuen Gentechnologien

Es geht um mehr als um den Klimawandel: eine dramatische Zerstörung der natürlichen Grundlagen des Lebens auf der Erde ist diagnostiziert. Schon im Jahr 2010 hatte sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der UN-Konvention über Biologischen Vielfalt (CBD) dazu verpflichtet, den globalen Verlust der Biodiversität bis 2020 zu stoppen. Dieses Ziel wurde nicht nur verfehlt: Das weltweite Artensterben hat sich sogar noch beschleunigt.

Die nächste Vertragsstaatenkonferenz der CBD (COP 15) im chinesischen Kunming im Oktober dieses Jahres ist deshalb von enormer Bedeutung. Dort soll der internationalen Biodiversitätspolitik der Vereinten Nationen ein neuer Rahmen und neue Ziele für die Zeit nach 2020 gegeben werden.

Doch das Konfliktpotenzial ist groß und die Konfliktlagen sind vielfältig. Es gibt sehr unterschiedliche Interessen im Hinblick auf den Schutz-, die Nutzung und Vermarktung der biologischen Vielfalt. Im Zentrum stehen dabei Fragen der Landnutzung und des Zugangs und der Kontrolle über natürliche Ressourcen.

Die Fachtagung wird im Vorfeld der anstehenden UN-Biodiversitätskonferenz diese beiden genannten Themenkomplexe in den Blick nehmen.

Mi, 20.05.2020
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Wer profitiert künftig von der biologischen Vielfalt?

[Berlin, 20. Mai 2020]  Zum internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai weist das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) auf neue Formen von Biopiraterie hin, also der Aneignung der biologischen Vielfalt / genetischer Ressourcen aus dem globalen Süden durch Konzerne aus den OECD-Staaten.

Das sogenannte „Nagoya-Protokoll“ der UN-Konvention über biologische Vielfalt (CBD) regelt zwar seit 2014, dass Länder, deren genetische Ressourcen genutzt werden, an den Vorteilen und Einnahmen angemessen beteiligt werden, die aus der Nutzung dieser Ressourcen und des dazugehörigen Wissens erwachsen. Doch das Protokoll kann mittels des ungehinderten Transfers von Digitaler Sequenz-Information (DSI) über genetische Ressourcen immer leichter umgangen werden.

Do, 02.04.2020
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Bündnis fordert: Bundesregierung muss Lebensmittelversorgung und Landwirtschaft global krisenfester machen

54 Organisationen stellen Zwölf-Monats-Bilanzpapier zu Agrarökologie vor

[Berlin/Hamm, 2. April 2020] – Die Corona-Pandemie, klimabedingte Wetterextreme und das Artensterben zeigen, wie krisenanfällig das auf den Weltmarkt orientierte Ernährungs- und Agrarsystem derzeit ist. Das stellt ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 54 Organisationen anlässlich der Veröffentlichung eines Bilanzpapiers der vergangenen zwölf Monate zur Stärkung der Agrarökologie seitens der Bundesregierung fest. Das Bündnis begrüßt darin erste positive Schritte des Bundestags und des Bundesentwicklungsministeriums für die Agrarökologie. Zugleich kritisieren die Organisationen aber die fehlende grundlegende Neuorientierung in der Agrar-, Klima- und Bioökonomiepolitik. Das Bündnis fordert mehr Politikkohärenz und eine stärkere Berücksichtigung von Agrarökologie bei der Umsetzung der Agenda 2030.

Do, 20.02.2020
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Beitrag

29 deutsche Organisationen fordern globales Gene Drive Moratorium

In einem gemeinsamen offenen Brief, der am 19.02.2020 an die Ministerinnen Karliczek, Klöckner und Schulze versendet wurde, forderte ein Bündnis aus 29 deutschen Organisationen die Bundesregierung dazu auf, sich bei anstehenden internationalen Verhandlungen für ein globales Gene Drive Moratorium auszusprechen. Anlass für den gemeinsamen Brief war, dass in Bezug auf die Gene Drive Technologie in … weiterlesen

Mi, 15.01.2020
English, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Beitrag

EU weites NGO-Bündnis fordert ein globales Gene Drive Moratorium

Mit einem gemeinsamen Brief fordert ein EU-weites Bündnis von über 50 NGOs, darunter Greenpeace, Friends of the Earth Europe und IFOAM EU, die Abgeordeten des Europaparlaments dazu auf, für Änderungsanträge zu stimmen, welche die Europäische Union dazu aufruft, sich bei der COP 15 der CBD für ein globales Moratorium für die Freisetzung von Gene Drive … weiterlesen

Mi, 15.01.2020
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Rohstoffe
Pressemitteilung

Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung: Ökologie als Worthülse?

Gemeinsame Pressemitteilung deutscher Umwelt- und Entwicklungsorganisationen

[Berlin, Bremen, 15. Januar 2020] Mit ihrer heute verabschiedeten Bioökonomie-Strategie legt sich die Bundesregierung nicht eindeutig fest. Zu Beginn des Papiers heißt es, dass „der Ressourcenverbrauch auf ein ökologisch verträgliches Maß reduziert werden“ muss, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Statt dies jedoch mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen, konzentriert sich die Strategie im Weiteren auf … weiterlesen