Schlagwort "Frieden" (29)

05.11.2025
Menschenrechte, Migration
Studien

Kolumbien: Zwangsvertreibungen im Kontext des bewaffneten Konflikts

Mitte Januar 2025 gingen traurige Bilder der Gewalteskalation in Catatumbo, im Nordosten Kolumbiens, um die Welt. Selbst in Deutschland, dessen Medien normalerweise nicht das südamerikanische Land fokussieren, wurde ausführlich über die Region berichtet. An der Grenze zu Venezuela gelegen, ist das Gebiet als Standort für Drogenproduktion und Drogenhandel bekannt. Im Januar kam es in Kämpfen um die Territorialkontrolle zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen FARC-Dissident*innen und der ELN-Guerilla – und die Zivilbevölkerung war mittendrin gefangen. Beide Konfliktparteien beschuldigten die Bevölkerung, Mitglieder der jeweils anderen Seite zu sein und begingen dabei schwere Menschenrechtsverletzungen. Die Kämpfe und Übergriffe zwangen innerhalb weniger Tage zehntausende Menschen zur Flucht, mindestens 55 wurden ermordet, wie das Verteidigungsministerium angibt. Es handelt sich um die schlimmste humanitäre Krise und die größte Vertreibungskrise der jüngeren Geschichte Kolumbiens. Und das in einem Land, das sich ohnehin stetig auf den ersten Plätzen der Länder mit den meisten intern Vertriebenen weltweit befindet.
In dieser Studie untersuchen wir die ernüchternde Realität der Bevölkerung heute, fast neun Jahre nach dem Abkommen. Unser Fokus liegt auf der internen Vertreibung – dem Verbrechen, das im kolumbianischen Konflikt die meisten Opfer gefordert hat – und weiterhin fordert. Die Autorin Ginna Morelo war vor Ort und hat mit Betroffenen sowie mit Vertreter*innen staatlicher Institutionen und Nichtregierungsorganisationen gesprochen. Sie untersucht, warum es dem Staat bisher nicht gelungen ist, der internen Vertreibung im Land ein Ende zu setzen. Insbesondere untersucht sie, was das für die historisch vom jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt und der staatlichen Vernachlässigung betroffenen Regionen im Land bedeutet. Denn diese erwarteten nach dem Abkommen strukturelle Veränderungen, die ihnen Zugang zu Land und Rechten gewährleisten würden, sowie ein Ende der Gewalt und ein Leben in Frieden.

Mo., 16.12.2024
Bildungsmaterial, Globales Lernen, Menschenrechte
Beitrag

LUCHADORAS – KÄMPFERINNEN Bildungsmaterialien auf Deutsch

BILDUNGSMATERIALIEN ZUR ERARBEITUNG DER GRAPHIC NOVEL LUCHADORAS – KÄMPFERINNEN  Zielgruppen: Schüler*innen der Sekundarstufe I & II Fächer: Ethik, Politische Bildung/Politikwissenschaften, Geographie, Philosophie, Biologie. Die Materialien sind in verschiedene Themen geclustert. Für jedes Themencluster gibt es vertiefende Aufgaben, die optional durchgeführt werden können.  Zudem finden Sie Hintergrundinformationen und mögliche Fragen zur gemeinsamen Diskussion, um die Vorbereitung … weiterlesen

Di., 08.10.2024
Bildungsmaterial, Globales Lernen, Menschenrechte
Beitrag

LUCHADORAS – Bildungsmaterial für den Spanischunterricht

DIE NOVELA GRÁFICA Auf der honduranischen Karibikinsel Roatán und in Bogotá, der lauten grauen Hauptstadt Kolumbiens: Zwei Frauen suchen ihren Weg und nehmen es mit patriarchalen Strukturen und gesellschaftlichen Ungleichheiten auf. Die Graphic Novel begleitet in zwei Kapiteln den Lebensweg von Melissa Martínez, Aktivistin für die Rechte der afro-indigenen Garífuna aus Honduras und Lina Prieto, … weiterlesen

16.09.2024
Menschenrechte, Multimedia
Audio
Tininiska Zanger Montoya

Mit Tätern sprechen

Radiobeitrag über die Suche nach Verschwundenen in Kolumbien

In Kolumbien wurden im letzten halben Jahrhundert über 9 Millionen Menschen Opfer des bewaffneten Konflikts und mindestens 120.000 wurden Opfer von gewaltsamen Verschwindenlassen. Nun soll eine Übergangsjustiz diese Verbrechen juristisch aufarbeiten sowie Maßnahmen zur historischen Erinnerung, Wiedergutmachung, Versöhnung und Nicht-Wiederholung ausarbeiten. Sie soll auch herausfinden, wo die Verschwundenen sind und was mit ihnen geschehen ist. … weiterlesen

Fr, 30.08.2024 / 18:30 – 22:00
Menschenrechte
Veranstaltung

Bis wir sie finden!

Gedenken an gewaltsam Verschwundene in Kolumbien und die kollektiven Kämpfe der Betroffenen

Unter dem Motto „Kolumbien: Bis wir sie finden!“ laden wir euch herzlich ein, mit uns den Internationalen Tag der Opfer des Verschwindenlassens zu begehen. An diesem Tag erinnern wir an die gewaltsam Verschwundenen im Rahmen des bewaffneten Konflikts in Kolumbien und bekunden unsere Unterstützung für ihre Familien und die Suchenden.

08.11.2023
Menschenrechte
Dossier

Gewalt - überwinden

Dossier in Zusammenarbeit mit der ila

Im Dossier, herausgegeben vom FDCL gemeinsam mit der ila, steht die Frage im Zentrum: Wie Gewalt in Lateinamerika überwinden?
Wir werden keine abschließende Definition davon geben, was unter dem facettenreichen Phänomen der Gewalt zu verstehen ist. Aber wir nähern uns einigen möglichen Erklärungen an, indem wir zunächst auf die mediale Darstellung von Gewalt und die Strukturen blicken. Außerdem unternehmen wir den Versuch, darauf zu schauen, welche Antworten in der Region auf die allgegenwärtige Gewalt gesucht und gefunden werden. Einige dieser Ansätze kommen von „oben“. Den größten Teil des Dossiers wollten wir jedoch den Ansätzen von „unten“ einräumen, von sozialen Bewegungen oder direkt Betroffenen.

Do, 19.10.2023 / 19:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Quién dio la orden? Wer gab den Befehl?

Gespräch zu den "Falsos Positivos" in Kolumbien

Gespräch mit Jacqueline Castillo Peña und Rubiela Giraldo, Vertreterinnen des Kollektivs “Madres de los Falsos Positivos – MAFAPO” (Vereinigung der Mütter und Angehörigen von Opfer außergerichtlicher Hinrichtungen).

Fr, 07.07.2023 / 19:00
Menschenrechte, Straflosigkeit
Film

Camilo Torres Estrepo - El Amor Eficaz

Dokumentarfilm und Küfa

Dokumentation: „Camilo Torres Estrepo – El Amor Eficaz“. Von Marta Rodríguez und Fernando Estrepo. Vorher: Küfa
In der K19, Kreutzigerstr. 19, Berlin-Friedrichshain

Do, 29.06.2023 / 18:00
Mehringhof - Blauer Salon
Landwirtschaft
Veranstaltung

Welche Chancen bringt die Agrarreform in Kolumbien?

Gespräch mit Alfredo Añasco

„Zum ersten Mal werden wir von einem Präsidenten gesehen“, sagt Alfredo Añasco, ökologischer Kleinbauer aus dem Valle del Cauca aus dem Südwesten Kolumbiens. Der Anbau von Zuckerrohr-Monokulturen hat dort zu einem Mangel an fruchtbarem Land und Wasser für die Bäuerinnen und Bauern geführt, sowie zu ernsthaften Problemen durch den Einsatz von Pestiziden, die Verbrennung des Zuckerrohrs und Zwangsumsiedlungen. Darüber hinaus ist die Region bis in die Gegenwart vom bewaffneten Konflikt betroffen. …

Di, 20.06.2023 / 19:30
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Reforma Policial y Desaparición Forzada en Colombia - Polizeireform und gewaltsames Verschwindenlassen in Kolumbien

Reflexiones para la construcción de Paz Total - Überlegungen für den Aufbau eines totalen Friedens

Les esperamos en este espacio de diálogo y de construcción de una nueva perspectiva de Paz donde el reconocimiento de lo que ha pasado es fundamental para la no repetición. En Colombia es urgente un cambio que garantice el ejercicio de la libertad y proteja la vida.
Wir laden Sie ein zu einem Dialog über neue Perspektiven für den Frieden, in dem die Anerkennung des Geschehenen von grundlegender Bedeutung für die Nicht-Wiederholung ist. In Kolumbien ist ein Wandel dringend notwendig, der die Ausübung der Freiheit garantiert und das Leben schützt.
Zielona Gora,Grünberger Strasse 73, Friedrichshain, Berlín.