Schlagwort "Indigene" (302)

Fr, 13.11.2026So, 15.11.2026
Menschenrechte
Tagung

RTB 2026: Brasilien nach der Wahl - Wer gestaltet die Zukunft?

Die Wahlen im Oktober 2026 werden ein entscheidender Moment für Brasilien sein. Zwischen Erwartungen, Konflikten und Kontinuitäten ringen viele Akteur*innen darum, die Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Gemeinsam mit Gästen aus Brasilien wollen wir mögliche Entwicklungen direkt nach den Wahlen beleuchten: Wir erkunden, vor welchen politischen und sozialen Herausforderungen das Land steht, und blicken auf die Perspektiven, die sich für Demokratie, Menschenrechte, Klimagerechtigkeit und internationale Solidarität eröffnen.

Di., 21.07.2026
Menschenrechte
Beitrag

Der Rio Tapajós: Logistikkorridor oder Lebenswelt

Der Rio Tapajós im brasilianischen Amazonien ist heiß umkämpft: Ist der Fluss für das Agrobusiness und die Politik ein Logistikkorridor für vor allem Soja hin zum Weltmarkt – oder ist der Fluss die lebensweltliche Grundlage der dort lebenden Indigenen, Ribeirinhos und weiteren am, mit und vom Fluss lebenden Gemeinschaften? Von Christian Russau Es war der … weiterlesen

Mi, 10.06.2026 / 18:00 – 20:00
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Veranstaltung

Artenvielfalt ist Leben: Widerständige Stimmen aus dem Amazonas

Gesprächs- und Begegnungsabend mit Gästen aus dem brasilianischen Amazonasregenwald

Der Botanische Garten Berlin und die Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ laden ein zu einem besonderen Abend mit zwei Vertreter*innen der indigenen Munduruku aus Brasilien. Luis Santos Painhum Munduruku (Koordination der indigenen Organisation Pariri) und Rilcélia Akay Munduruku (audiovisuelles Kollektiv von Munduruku-Frauen) berichten aus erster Hand über das Leben im Amazonas, den Schutz ihres Territoriums und die Bedrohungen, denen indigene Gemeinschaften ausgesetzt sind.

Di, 09.06.2026 / 19:00 – 21:00
MOVIEMENTO Kino
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Film + Gespräch

Katô: Dreams Of Dark Earth

Filmvorführung und Gespräch mit Gästen aus Brasilien

Der Dokumentarfilm “Katô” (Brasilien 2026, 76 min, OmU/DE) begleitet das indigene Volk der Munduruku im brasilianischen Amazonasgebiet bei ihrem Widerstand gegen Umweltzerstörung und illegalen Goldabbau. Er zeigt ihren Kampf um Selbstbestimmung, den Schutz ihres Territoriums und die Bewahrung ihrer spirituellen Verbindung zur Natur. Dabei thematisiert der Film, wie historisch und bis heute ökologische und kulturelle Zerstörung miteinander verknüpft sind, und wie der Widerstand der Munduruku auch ein Einsatz für das Überleben des gesamten Planeten ist. Ein eindrucksvoller Film über Widerstand, Selbstbestimmung und den Schutz von Natur und Kultur.

Di, 09.06.2026 / 18:00 – 20:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Konzernkritik, Straflosigkeit
Veranstaltung

Die politische Ökonomie der Gewalt

Dokumentation über das Leben von Berta Cáceres und Gespräch zu den Hintergründen ihrer Ermordung

Berta Cáceres war eine international bekannte indigene Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin. Als Leiterin des Zivilen Rates der Indigenen und Basisorganisationen von Honduras (COPINH) war sie das Gesicht des Widerstandes der Lenca-Gemeinden von Río Blanco gegen das Wasserkraftwerk „Agua Zarca“. Am 3. März 2016 erschoss ein Killerkommando sie in ihrem Haus. Ein Report der unabhängigen Expert*innengruppe GIEI Honduras deckte Hintergründe zum Mordkomplott auf.

Mo, 01.06.2026Mi, 10.06.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Veranstaltung

Amazonien schützen! Indigene Gemeinden unterstützen!

Munduruku-Vertreter*innen zu Gast in Berlin

Auf Einladung der Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ sind im Juni zwei Vertreter*innen des indigenen Volkes der Munduruku aus dem brasilianischen Amazonasgebiet zu Besuch in Berlin. Als weiteren Gast begrüßen wir einen politischen Aktivisten, der seit vielen Jahren mit den Munduruku zusammenarbeitet.
Auf verschiedenen Veranstaltungen geben unsere Gäste Einblicke in die aktuellen Probleme ihrer und vieler anderer indigener Gemeinschaften im Amazonasregenwald. Und wie sie ihr Land und ihre Kultur schützen und was das alles mit uns in Berlin zu tun hat.

Sa, 23.05.2026 / 14.00 – 15..30
Globales Lernen
Veranstaltung

Curare, Kautschuk, Stevia - Eine koloniale Spurensuche

Öffentliche Führung durch die Gewächshäuser

Botanische Gärten leben von der Biodiversität der Flora weltweit. In den Gewächshäusern haben Pflanzen ihr zu Hause gefunden, die eine weite Reise hinter sich haben. Wie kommt es, dass Botanische Gärten auf der Nordhalbkugel einen großen Bestand an Pflanzen aus den Tropen beherbergen? Was hat das mit Kolonialismus zu tun? Und welche Rolle spielt indigenes Wissen bei der Nutzung der Pflanzen.

Sa., 09.05.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Beitrag

Brasiliens Indigenendachverband APIB publiziert eine öffentliche Stellungnahme zur Unterstützung für die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

Während in der EU eine offenkundig sehr aggressive Kampagne aus Kreisen der Wirtschaftslobby es zunehmend schafft, weite Teile der Politik in den EU-Mitgliedsstaaten als auch in der EU-Kommission und im Europäischen Parlament zunächst für eine Verschiebung, dann für eine Schwächung und Aushöhlung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) zu gewinnen, positioniert sich Brasiliens Indigenendachverband deutlich für eine robuste … weiterlesen

Mi., 06.05.2026
Klima/Biodiversität
Beitrag

Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ bei den Berliner Energietagen

Nach einem ersten Kurzauftritt im letzten Jahr bei den „Berliner Energietagen“, der jährlichen Leitveranstaltung für Energiewende und Klimaschutz in Deutschland, hat die Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ in diesem Jahr mit einer Online-Veranstaltung zu „Solarenergie im Regenwald“ am 16.04. im Rahmen der „Digitalen Energietage“ und einem Infotisch im Rahmen der „Präsenz-Energietage“ teilgenommen, um auf ihre Anliegen … weiterlesen

Do, 16.04.2026 / 17:30 – 19:00
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Solarenergie im amazonischen Regenwald

Erneuerbare Energien als Instrument für indigene Selbstbestimmung und den Regenwaldschutz

Sehr viele indigene Gemeinden im Amazonasgebiet haben keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz. Um eigene Lösungen voranzubringen, versuchen viele indigene Organisationen, Strategien und Initiativen zur Förderung des Einsatzes dezentraler erneuerbarer Energien im Amazonasgebiet zu entwickeln und voranzutreiben. Solche Ansätze sind an die lokalen Gegebenheiten angepasst und werden von den Gemeinden selbst umgesetzt – so wie die Installation von kleineren Solarstromanlagen zur Energie-Grundversorgung. Diese sollen die oftmals gegebene Abhängigkeit von der Nutzung teurer wie gesundheits- und umweltschädlicher Dieselgeneratoren und Kerosinlampen verringern oder ersetzen.
Der Zugang zu sauberer und kostengünstiger Energie trägt zur Stärkung der Energieautonomie und Verbesserung der Lebensqualität in den indigenen Gemeinden bei. Er stattet die indigenen Bewohner*innen des Regenwaldes zudem mit den notwendigen Werkzeugen aus, um ihr Land besser überwachen und vor Bedrohungen schützen zu können. Über digitale Kommunikationssysteme können sie die interne Koordination und Abstimmung mit Verbündeten verbessern, sich Gehör verschaffen und ihre Präsenz in angestammten Territorien stärken, die wachsendem Druck von außen ausgesetzt sind. Dergestalt ist die Nutzung dezentraler Solartechnik auch ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Rechte und Selbstbestimmung indigener Völker – und damit auch ihres Einsatzes für den Schutz des amazonischen Regenwaldes in einer Zeit, in der ihre Führungsrolle im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise unerlässlich ist.