Schlagwort "Investitionen" (114)

20.10.2025
Klima/Biodiversität
Dossier

LETZTE AUSFAHRT BELÉM?

Die COP30 in Amazonien als klimapolitischer Scheideweg

// GOOD COP, BAD COP?
Die Faktenlage war noch nie so eindeutig: Die zivilisatorische Krise mit ihren Auswirkungen auf Klima und Natur zerstört die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Historisch und bis heute maßgeblich dafür verantwortlich sind die Industrien des Globalen Nordens mit ihrem immensen Verbrauch an Rohstoffen. Extraktiviert wird im Globalen Süden, wo die Ausbeutung der Natur einher geht mit der Zerstörung von Ökosystemen wie den tropischen Regenwäldern, die essenziell für das Gleichgewicht des Planeten sind, und Unternehmen erhebliche Menschenrechtsverletzungen begehen.
Die COP30 in Belém ist mit Erwartungen aufgeladen. Vielen gilt sie als letzte Chance, die globale Klimapolitik zu retten.

Mi., 15.10.2025
Landwirtschaft, Menschenrechte
Beitrag

Kein Hunger bis 2030?

23 Organisationen fordern Kurswechsel der Bundesregierung Berlin, 15. Oktober 2025. Zum Welternährungstag fordern 23 entwicklungspolitische Organisationen in einem gemeinsamen Positionspapier eine grundlegende Neuausrichtung der globalen Strategien gegen Hunger. In fünf Jahren – bis 2030 – soll es keinen Hunger mehr auf der Welt geben. Das haben die Staats- und Regierungschef*innen mit der Verabschiedung der globalen … weiterlesen

Mo, 22.09.2025 / 18:00 – 21:00
Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Klimapolitik auf Kosten der Rechte indigener Völker

Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30

22.09.2025 – Klimapolitik auf Kosten der Rechte Indigener Völker
Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30
Marktbasierte Ansätze für den wald- und landbasierten Klimaschutz im Globalen Süden sollen die Quadratur des Kreises ermöglichen: Günstiger Klimaschutz für die Hauptverursacher der Klimakrise, Investitionen und Entwicklung im Globalen Süden. Nebenbei sollen sie die Klimafinanzierungslücke schließen. Mit dem EU-Klimaziel für 2040 wird sich aller Voraussicht nach auch Deutschland künftig dieser Instrumente bedienen. Die Risiken für Klima, Natur und Menschenrechte sind hoch – auch für das Amazonasgebiet und dessen Bewohner*innen, wo die diesjährige Weltklimakonferenz (COP30 in Belém, Brasilien) stattfinden wird.

Mi., 24.07.2024
Bergbau, Rohstoffe
Beitrag

Strategische Projekte der EU – zivilgesellschaftliche Anforderungen

Die Strategischen Projekte stehen im Zentrum der EU-Verordnung zur „sicheren und nachhaltigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen“ (englische Kurzform: CRMA). Mit ihrer Hilfe sollen die Richtwerte der Verordnung eingehalten werden, u.a. den Ausbau der Recyclingkapazitäten und des innereuropäischen Bergbaus. Als zivilgesellschaftliche Organisationen setzen wir uns kritisch mit diesen Projekten auseinander, denn sie können Indigenen-, Arbeits- und … weiterlesen

Mo., 08.07.2024
Konzernkritik, Menschenrechte, Rohstoffe
Beitrag

Deutsche Bahn in Amazonien: Widerstandstreffen in São Luís gegen Hafen- und Bahnprojekt in Maranhão

Vom 26. bis 28. Juni 2024 trafen sich rund 100 Vertreter:innen von mehr als 20 traditionellen Gemeinschaften, Quilombolas und indigenen Völkern aus dem Bundesstaat Maranhão mit Vertreter:innen von Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft, um über das Hafen- und Bahnprojekt GPM zu diskutieren, dass die Firma GPM auf der Insel Cajual mit einer anschliessenden 520 km langen … weiterlesen

Do, 29.02.2024 / 19:00 – 21:00
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Wem gehören die Flüsse?

Wasser in Amazonien zwischen Lebensgrundlage und Rohstoff

Mit:

Cristian Aguinda, Kichwa-Anführer, Santa Clara, Ecuador
Alice Martins Morais, Umweltjournalistin, Belém (PA), Brasilien
Christian Russau, FDCL e.V., Kritische Aktionäre, Berlin, Deutschland

Wasser ist in Amazonien allgegenwärtig. Für die an den Flussläufen lebenden indigenen Gemeinschaften ist es lebenswichtig und steht im Zentrum ihres Alltags. Sie trinken das Wasser der Flüsse, baden darin, bewässern damit ihre Felder und ernähren sich vom Fischreichtum der Flüsse. Gleichzeitig stehen Flüsse für viele Völker im Mittelpunkt ihrer Kosmovision, sind lebendig und heilig.
Für transnationale Konzerne bieten die Flüsse Amazoniens ein wirtschaftliches Potential. Sie werden aufgestaut und dienen der Energieerzeugung – weit mehr zur Stromversorgung extraktiver Industrien als der (lokalen) Bevölkerung. Nun soll das Wasser der Flüsse und der mit den Staudämmen erzeugte elektrische Strom für die Herstellung von „Grünem Wasserstoff“ genutzt werden, der für den Export bestimmt ist – bspw. nach Deutschland.
Wie grün sind Wasserkraft und Wasserstoff wirklich und welche Konflikte entstehen bei der Energiegewinnung entlang der blauen Adern Amazoniens?

Di, 13.02.2024
Bergbau, Konzernkritik, Rohstoffe
Pressemitteilung

Kupferkonzern missachtet Menschenrechte und verweigert Transparenz in seiner Lieferkette

Zur Aurubis-Hauptversammlung am 15. Februar 2024

Pressemitteilung vom 13. Februar 2024 Aurubis feuert 3 von 4 Vorständen wegen Millionendiebstählen Trotzdem dürfen die Aktionär*innen nicht über die Entlastung des Vorstands abstimmen Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in Aurubis’ Lieferkette Lieferkettengesetz-Beschwerde wegen Importen aus illegaler Mine in Panama Online-Veranstaltung am 14.02. von 19:00 bis 20:30 Uhr   Neun Nichtregierungsorganisationen kritisieren, dass Aurubis auf der Hauptversammlung … weiterlesen

24.11.2023
Landnahme, Menschenrechte, Multimedia, Straflosigkeit
Audio
Steffi Wassermann

„Wir dürfen nicht zulassen, das Land zu verlieren“

Radiobeitrag zu Landkämpfen der afro-indigenen Garífuna in Honduras

Die afro-indigenen Garífuna leben an der honduranischen Karibikküste. Dem systematischen Landraub begegnen sie mit Prozessen der Rückgewinnung ihrer angestammten Territorien. Mit Unterstützung von engagierten Garífuna aus anderen Gemeinden nehmen die Teile ihres Landes mit friedlichen Mitteln wieder in Besitz. Durch permanente Präsenz versuchen sie, nachhaltige Strukturen aufzubauen und sich vor drohenden illegalen Räumungen zu schützen.
In Honduras ist seit Anfang 2022 eine progressive Regierung an der Macht. Zumindest haben ihre Wahlkampfversprechen hohe Erwartungen für strukturelle Verbesserungen geweckt. Steffi Wassermann hat im Sommer 2023 Gemeinden der Garífuna besucht. Vom versprochenen Wandel ist hier bisher nichts angekommen. Ein Besuch in der Landrückgewinnung Guadalupe.

So, 12.11.2023 / 11:00 – 17:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Konzernkritik, Menschenrechte
Seminar

Zum Beispiel Honduras

Privatstädte gegen den Staat und die Bevölkerung

Honduras ist der erste Staat weltweit, der von Unternehmer:innen geführte Privatstädte als Enklaven auf dem eigenen Staatsgebiet zuließ. Im Jahr 2013 erließ die Regierung unter Ex-Präsident Juan Orlando Hernandez das Gesetz über die „Sonderzonen für Beschäftigung und Entwicklung“ (ZEDEs) Hinter dem Konzept der von Unternehmen regierten Enklaven stehen internationale marktradikale („libertäre“) Netzwerke, die Demokratie und Sozialstaat in weiten Teilen ablehnen. Seit 2019 wurden in Honduras tatsächlich erste ZEDEs umgesetzt, zuerst „Próspera“ auf der Karibikinsel Roatán, dann „Morazán City“ in der Nähe von San Pedro Sula und „Orquídea“ im Süden des Landes.
In einem Tagesseminar mit internationalen Referent:innen wollen wir uns mit den Details der honduranischen ZEDEs auseinandersetzen. Wir loten die politischen und rechtlichen Möglichkeiten der aktuellen Regierung aus, die ZEDEs wieder loszuwerden und erfahren mehr über den Widerstand sozialer Bewegungen. Außerdem sehen wir uns das System der internationalen Schiedsgerichte und der Klagen von Investor:innen gegen Staaten genauer an und diskutieren gemeinsam über Lösungsstrategien und Unterstützungsmöglichkeiten für die betroffenen Gemeinden in Honduras.

Di, 05.09.2023 / 18:00 – 20:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Bergbau, Extraktivismus, Rohstoffe
Veranstaltung

Energiewende? Dringend!

... aber bitte, gerecht: Aktionslinien aus Peru

In einer brennenden Welt ist die Energiewende dringend notwendig. Europa und Deutschland haben eine große Verantwortung und vor allem große Chancen, diesen Übergang voranzutreiben und ihre Emissionenzu reduzieren. Die derzeitigen Pläne für die Energiewende, die auf der Ausbeutung der Ressourcen in den Ländern des globalen Südens aufsetzen, bedrohen jedoch Menschen und Ökosysteme.

An diesem Diskussionsabend sprechen wir mit zwei Expert:innen über die Dimensionen und Herausforderungen der Energiewende und des Bergbaus sowie den Schutz von Menschenrechten und Natur in Peru.