Schlagwort "Amazonien" (162)

Do, 16.04.2026 / 17:30 – 19:00
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Solarenergie im amazonischen Regenwald

Erneuerbare Energien als Instrument für indigene Selbstbestimmung und den Regenwaldschutz

Sehr viele indigene Gemeinden im Amazonasgebiet haben keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz. Um eigene Lösungen voranzubringen, versuchen viele indigene Organisationen, Strategien und Initiativen zur Förderung des Einsatzes dezentraler erneuerbarer Energien im Amazonasgebiet zu entwickeln und voranzutreiben. Solche Ansätze sind an die lokalen Gegebenheiten angepasst und werden von den Gemeinden selbst umgesetzt – so wie die Installation von kleineren Solarstromanlagen zur Energie-Grundversorgung. Diese sollen die oftmals gegebene Abhängigkeit von der Nutzung teurer wie gesundheits- und umweltschädlicher Dieselgeneratoren und Kerosinlampen verringern oder ersetzen.
Der Zugang zu sauberer und kostengünstiger Energie trägt zur Stärkung der Energieautonomie und Verbesserung der Lebensqualität in den indigenen Gemeinden bei. Er stattet die indigenen Bewohner*innen des Regenwaldes zudem mit den notwendigen Werkzeugen aus, um ihr Land besser überwachen und vor Bedrohungen schützen zu können. Über digitale Kommunikationssysteme können sie die interne Koordination und Abstimmung mit Verbündeten verbessern, sich Gehör verschaffen und ihre Präsenz in angestammten Territorien stärken, die wachsendem Druck von außen ausgesetzt sind. Dergestalt ist die Nutzung dezentraler Solartechnik auch ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Rechte und Selbstbestimmung indigener Völker – und damit auch ihres Einsatzes für den Schutz des amazonischen Regenwaldes in einer Zeit, in der ihre Führungsrolle im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise unerlässlich ist.

So., 12.04.2026
Menschenrechte
Beitrag

„Die größte Indigene Mobilisierung der Welt“

Logo do Acampamento Terra Livre (ATL 2026)

Das „Acampamento Terra Livre“ (ATL 2026) in Brasília unter Beteiligung von mindestens 7.000 Indigenen endet nach einer Woche mit der Veröffentlichung mehrerer politischer Forderungskataloge, zusammengefasst unter dem Motto: “Nosso futuro não está à venda: a resposta somos nós” („Unsere Zukunft steht nicht zum Verkauf: Die Antwort sind wir selbst“) Seit nunmehr 22 Jahren kommen jedes … weiterlesen

Fr, 27.03.2026So, 29.03.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Migration
Veranstaltung

Brasilien im Wahljahr 2026: Demokratie, Klimapolitik und Quilombismos

KoBra-Frühjahrstagung vom 27.–29. März 2026

Wir laden herzlich zur KoBra-Frühjahrstagung vom 27.–29. März 2026 in der Jugendherberge Mainz ein! Ort: Jugendherberge Mainz, Otto-Brunfels-Schneise 4, 55130 Mainz Anmeldung bis 13. März 2026: https://pretix.eu/kobra/fjt26/ Download vollständiges Programm: Deutsch | Português Im Wahljahr 2026 steht Brasilien politisch an einem entscheidenden Punkt. Gemeinsam möchten wir mit Expert*innen, Basisbewegungen, brasilianischen Diaspora-Perspektiven, Aktiven aus der Solidaritätsarbeit … weiterlesen

19.03.2026
Handel, Handelsabkommen
Policy paper

Öl im Feuer der Klimakrise - das EU-Mercosur Abkommen

Vor wenigen Wochen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beschlossen, das EU-Mercosur Handelsabkommen vorläufig anzuwenden – ohne Zustimmung vom Parlament und ohne auf die Stellungnahme des EuGH zu warten. Das Abkommen ist hoch umstritten. Denn seine Folgen für Umwelt, Klima und Menschenrechte sind umfassend belegt. Noch kann das Abkommen vom EU-Parlament gestoppt werden, wenn auch nicht die vorläufige, so doch die vollständige Anwendung. Auch, wenn es bis zur Abstimmung im EP noch ein bisschen dauert, haben wir schon mal einige wichtige Argumente in einem neuen Briefing zusammengefasst.

„Öl im Feuer der Klimakrise – das EU-Mercosur Abkommen“ fasst die Folgen des Abkommens für Entwaldung und das Klima zusammen und arbeitet sie graphisch auf. Zudem gibt es konkrete Empfehlungen für Handel im Sinne der europäischen Klimaziele und argumentiert, dass Geopolitk die Inkraftsetzung eines schlechten Abkommens nicht rechtfertigt.

Di., 24.02.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Beitrag

Indigener Protest am Tapajós erfolgreich!

Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse – Tapajós, Madeira und Tocantins – den Weg ebenen sollte. Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse – Tapajós, Madeira und Tocantins – den … weiterlesen

Mi., 04.02.2026
Menschenrechte
Beitrag

Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen

[Symbolbild]: Amazoniens Flüsse sind bedroht. Foto: Christian Russau

Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus. Von Christian Russau Einer der größten Flüsse Amazoniens – der Tapajós – steht wieder einmal im Mittelpunkt eines schweren Konflikts zwischen den Interessen auf der einen Seite von Politik und Wirtschaft, die Entwicklung und Wachstum durch Infrastrukturprojekte … weiterlesen

Do, 11.12.2025 / 16:00 – 17:30
Bergbau, Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Erz gesucht, Amazonas verloren

Warum Klimapolitik und Rohstoffwende zusammenhängen

Der Abbau metallischer Rohstoffe im brasilianischen Amazonasgebiet steht exemplarisch für die Widersprüche globaler Klimapolitik. Während Regierungen weltweit auf Dekarbonisierung setzen, wächst der Bedarf an Metallen wie Aluminium, Eisen und Kupfer kontinuierlich. Dies hat gravierende Folgen für die Menschen und die Umwelt in den Abbauregionen sowie für das Weltklima. Denn nur ein kleiner Teil der weltweit geförderten Metalle fließt tatsächlich in Technologien für die Energiewende. Gleichzeitig werden sensible Ökosysteme mit immer geringeren Erzkonzentrationen für den Abbau attraktiv. So auch im Amazonas, wo ein Großteil der Erzvorkommen in Schutzgebieten, auf indigenen oder Quilombola-Territorien, liegen. Klima- und Rohstoffpolitik müssen mit einem Fokus auf Globale Gerechtigkeit gemeinsam gedacht werden.

10.12.2025
Klima/Biodiversität
Policy paper
Thomas Fatheuer

Kurze Bilanz der COP30: Ein grandioser Flop – oder doch nicht?

„FDCL-Briefing 4“ zur brasilianischen Umwelt- und Klimapolitik

Der Tenor der Auswertungen der COP30 ist recht eindeutig. Wichtige Fortschritte wurden nicht erreicht, ein deutliches Signal für den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern scheiterte. In dieser Hinsicht war die COP ein Desaster. Aber dann erheben sich immer wieder die relativierenden Stimmen, die in der Weiterführung des Prozesses selbst schon einen Erfolg sehen. Die COP30 ist aus dieser Sicht heraus ein wichtiges Lebenszeichen für das Weiterleben des gefährdeten Multilateralismus. Und auf der Habenseite sei zu verbuchen, dass Indikatoren für
das Monitoring von Klimaanpassung verabschiedet wurden und die Finanzierungsversprechen etwas erhöht wurden.
Aber vielleicht hilft ein anderer Blick auf die (Nicht-)Ergebnisse der COP weiter. Die Frage, Scheitern oder wenigstens etwas Wasser im Glas, führt in die Irre. Die butterweichen Beschlüsse
der COP sind das logische Ergebnis der Struktur der COPs – nämlich des Postulats der Einstimmigkeit.

24.11.2025
Bergbau, Klima/Biodiversität
Studien
Constantin Bittner / Powershift e.V.

Erz gesucht - Amazonas verloren

Warum Klimapolitik und Rohstoffwende zusammenhängen

Der Abbau metallischer Rohstoffe im brasilianischen Amazonasgebiet steht exemplarisch für die Widersprüche globaler Klimapolitik. Das Hintergrundpapier „Erz gesucht – Amazonas verloren“ beleuchtet die damit zusammenhängenden Problemlagen sowie die Verantwortung Deutschlands und Europas.

Mo., 17.11.2025
Menschenrechte
Beitrag

Munduruku-Protest zeigt Wirkung: Regierung sagt freie, vorherige und informierte Konsultation aller von Großprojekten betroffenen Indigenen Völkern der Tapajós-Region zu

Protest der Munduruku richtete sich u.a. gegen Großprojekte wie das Wasserstraßenprojekt am Tapajós, gegen die geplante Eisenbahnlinie Ferrogrão sowie für Fortsetzung der noch immer ausstehenden Demarkationen. Die nun von Brasília zugesagte Konsultation muss dem seit 2016 behördlich hinterlegten Konsultationsprotokoll, das die Munduruku selbst erstellt haben, rechtlich bindend folgen. 17.11.2025 | von Christian.russau@fdcl.org Zwei Tage nach … weiterlesen