| Sa, 17.01.2026 / 12:00 | |
| Landwirtschaft |
Schlagwort "Agrarpolitik" (32)
| Do, 11.12.2025 / 19:00 – 20:30 | |
| Landwirtschaft, Menschenrechte |
Zurück auf die Agenda? Agrarreformen in Kolumbien und Lateinamerika
Gespräch im Vorfeld der Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung (ICARRD+20)
Das Thema Agrarreformen spielt in internationalen Debatten um Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle. Die im kommenden Februar im kolumbianischen Cartagena geplante „Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung“ (ICARRD+20) könnte dies ändern. 20 Jahre nach der Vorgängerkonferenz im brasilianischen Porto Alegre könnte die Umverteilung von Land wieder neue Impulse bekommen.
Das Gastgeberland Kolumbien zählt unter dem Mitte-Links-Präsidenten Gustavo Petro zu den wenigen Staaten, die aktuell eine umverteilende Agrarreform durchführen
| Mi, 19.11.2025 / 18:00 – 21:00 | |
| Aquarium | |
| Landwirtschaft |
Por la Tierra - Im Namen der Erde
Wer ernährt die Welt und zu welchem Preis?
Südamerikanische Länder gehören zu den zehn größten Sojaproduzenten weltweit, doch diese massive Produktion geht zu Lasten der Rechte der Menschen und der Umwelt. Der Dokumentarfilm „Por la Tierra – Im Namen der Erde” zeigt, wie das agroindustrielle Modell Gesundheit, Ernährung, Land und Umwelt in Argentinien, Brasilien, Bolivien und Paraguay gefährdet.
| Mi, 08.10.2025 / 19:00 – 20:30 | |
| Landwirtschaft |
Vor der Stichwahl: Wohin steuert Bolivien?
Comeback der Rechten und Perspektiven für die Agrarreform
Bolivien steht vor einem Politikwechsel. Erstmals seit Ende der 1990er Jahre sind in die Stichwahl um die Präsidentschaft ausschließlich Kandidaten rechts der Mitte eingezogen. Dies hat auch Folgen für den zukünftigen Kurs der Agrarpolitik. Das Andenland setzte ab 1953 eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas durch. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.
Worum geht es in der Stichwahl? Wofür stehen die beiden Kandidaten? Welche agrarpolitischen Perspektiven ergeben sich daraus? Und was bedeutet das vorläufige Scheitern des linken Transformationsprozess für Bolivien?
| 15.09.2025 |
| Landwirtschaft |
"BODEN GUT MACHEN!"
AGRARREFORM IN MEXIKO
Mexiko war beim Thema Agrarreform im 20. Jahrhundert Vorreiter in Lateinamerika. Die mexikanische Revolution drängte das in der Kolonialzeit etablierte Hacienda-System erstmals zurück. Die rechtlichen Fortschritte gerieten allerdings ab den 1980er Jahren unter Druck. Neoliberale Regierungen wollten einen Markt für Land etablieren. Zwar blieb ein Großteil des Bodens bis heute in gemeinschaftlichem Besitz. Die Lage der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern hat sich jedoch deutlich verschlechtert. Die aktuelle Mitte-Links-Regierung versucht, den Sektor stärker zu unterstützen.
| 08.2025 |
| Landwirtschaft |
„BODEN GUT MACHEN“
AGRARREFORM IN PERU
In Peru fand eine der weitgehendsten Agrarreformen Lateinamerikas statt. Eine sozialreformerische Militärregierung beseitigte ab 1969 den Großgrundbesitz sowie die noch immer weit verbreitete Fronarbeit und durchbrach die bis dahin fast uneingeschränkte Macht der traditionellen Agraroligarchie. Das Land sollten fortan überwiegend Kooperativen bewirtschafteten. Allerdings verlor die Reform nach wenigen Jahren an Schwung und mündete ab den 1980ern in einer neoliberalen Gegenreform, bei der ein Großteil des Kooperativenlandes privat parzelliert wurde. Der Versuch, unter der kurzzeitigen, linken Regierung von Pedro Castillo ab 2021 eine neue Agrarpolitik einzuleiten, scheiterte mit der Absetzung des Präsidenten Ende 2022.
| Sa, 18.01.2025 / 12:00 | |
| Landwirtschaft |
Gemeinsam für die Agrarwende!
Aufruf zur 15. "Wir haben es satt!"-Demo 2025
Samstag, 18.1.25 | 12 Uhr | Bundeskanzleramt| Berlin Am 18.01.2025 ist es wieder so weit: zum 15. Mal gehen wir in Berlin für die sozial- und umweltgerechte Agrarwende auf die Straße! Stadt und Land, bio und konventionell, Tierhalter*in und Veganer*in, jung und alt – wir lassen uns nicht spalten! Solidarisiert euch, kommt zur Demo! Hier … weiterlesen
| 06.01.2025 |
| Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft |
„BODEN GUT MACHEN“
AGRARREFORM IN HONDURAS
Als die aktuelle honduranische Präsidentin Xiomara Castro im Januar 2022 ihr Amt antrat, waren die Hoffnungen groß. Mit ihrer Mitte-Links-Regierung kündigte sie einen Politikwechsel an, der entgegen den Interessen der zuvor regierenden Elite des Landes die einfache Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen sollte. Schwerpunkte ihrer politischen Agenda im Wahlkampf waren soziale Gerechtigkeit, eine alternative Wirtschaftspolitik und die Bekämpfung der Korruption. Die kleinbäuerlichen Bewegungen hofften darauf, dass die Landwirtschaftspolitik einen größeren Stellenwert bekäme und Castro nach den längst abgebrochenen Agrarreformen der 1960er und 1970er Jahre einen neuen Anlauf für eine gerechtere Bodenverteilung nehmen würde.
| 06.01.2025 |
| Landnahme, Landwirtschaft |
„BODEN GUT MACHEN“
AGRARREFORM IN BOLIVIEN
Eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas fand ab 1953 in Bolivien statt. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Während sich im westlichen Hochland stark parzellierte Minifundien etablierten, die vorwiegend der Subsistenzwirtschaft dienen,
blieb das Latifundium im östlichen und südlichen Tiefland intakt. Bis heute befindet sich dort das Zentrum der industrialisierten Landwirtschaft Boliviens. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die
eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.
| 10.12.2024 |
| Landnahme, Landwirtschaft |
"BODEN GUT MACHEN"
AGRARREFORM IN KOLUMBIEN
Im Oktober 2022 übergab Gustavo Petro feierlich eine Länderei des früheren Paramilitärchefs Carlos Castaño an Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Zudem kündigte er an, der Staat werde der Viehzüchtervereinigung Fedegán drei Millionen Hektar Weideland abkaufen, um dieses zu verteilen. Damit läutete der kolumbianische Präsident offiziell den Beginn einer Agrarreform ein, deren Umsetzung zu den Wahlversprechen seiner kurz zuvor ins Amt gewählten Regierung zählte. Gleichzeitig vermied er eine direkte Konfrontation mit den Großgrundbesitzer:innen.
