Schlagwort "Menschenrechte" (91)

Do, 16.04.2026 / 17:30 – 19:00
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Solarenergie im amazonischen Regenwald

Erneuerbare Energien als Instrument für indigene Selbstbestimmung und den Regenwaldschutz

Sehr viele indigene Gemeinden im Amazonasgebiet haben keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz. Um eigene Lösungen voranzubringen, versuchen viele indigene Organisationen, Strategien und Initiativen zur Förderung des Einsatzes dezentraler erneuerbarer Energien im Amazonasgebiet zu entwickeln und voranzutreiben. Solche Ansätze sind an die lokalen Gegebenheiten angepasst und werden von den Gemeinden selbst umgesetzt – so wie die Installation von kleineren Solarstromanlagen zur Energie-Grundversorgung. Diese sollen die oftmals gegebene Abhängigkeit von der Nutzung teurer wie gesundheits- und umweltschädlicher Dieselgeneratoren und Kerosinlampen verringern oder ersetzen.
Der Zugang zu sauberer und kostengünstiger Energie trägt zur Stärkung der Energieautonomie und Verbesserung der Lebensqualität in den indigenen Gemeinden bei. Er stattet die indigenen Bewohner*innen des Regenwaldes zudem mit den notwendigen Werkzeugen aus, um ihr Land besser überwachen und vor Bedrohungen schützen zu können. Über digitale Kommunikationssysteme können sie die interne Koordination und Abstimmung mit Verbündeten verbessern, sich Gehör verschaffen und ihre Präsenz in angestammten Territorien stärken, die wachsendem Druck von außen ausgesetzt sind. Dergestalt ist die Nutzung dezentraler Solartechnik auch ein wichtiges Instrument zur Stärkung der Rechte und Selbstbestimmung indigener Völker – und damit auch ihres Einsatzes für den Schutz des amazonischen Regenwaldes in einer Zeit, in der ihre Führungsrolle im Kampf gegen die Klima- und Biodiversitätskrise unerlässlich ist.

Fr, 27.03.2026So, 29.03.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Migration
Veranstaltung

Brasilien im Wahljahr 2026: Demokratie, Klimapolitik und Quilombismos

KoBra-Frühjahrstagung vom 27.–29. März 2026

Wir laden herzlich zur KoBra-Frühjahrstagung vom 27.–29. März 2026 in der Jugendherberge Mainz ein! Ort: Jugendherberge Mainz, Otto-Brunfels-Schneise 4, 55130 Mainz Anmeldung bis 13. März 2026: https://pretix.eu/kobra/fjt26/ Download vollständiges Programm: Deutsch | Português Im Wahljahr 2026 steht Brasilien politisch an einem entscheidenden Punkt. Gemeinsam möchten wir mit Expert*innen, Basisbewegungen, brasilianischen Diaspora-Perspektiven, Aktiven aus der Solidaritätsarbeit … weiterlesen

19.03.2026
Handel, Handelsabkommen
Policy paper

Öl im Feuer der Klimakrise - das EU-Mercosur Abkommen

Vor wenigen Wochen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beschlossen, das EU-Mercosur Handelsabkommen vorläufig anzuwenden – ohne Zustimmung vom Parlament und ohne auf die Stellungnahme des EuGH zu warten. Das Abkommen ist hoch umstritten. Denn seine Folgen für Umwelt, Klima und Menschenrechte sind umfassend belegt. Noch kann das Abkommen vom EU-Parlament gestoppt werden, wenn auch nicht die vorläufige, so doch die vollständige Anwendung. Auch, wenn es bis zur Abstimmung im EP noch ein bisschen dauert, haben wir schon mal einige wichtige Argumente in einem neuen Briefing zusammengefasst.

„Öl im Feuer der Klimakrise – das EU-Mercosur Abkommen“ fasst die Folgen des Abkommens für Entwaldung und das Klima zusammen und arbeitet sie graphisch auf. Zudem gibt es konkrete Empfehlungen für Handel im Sinne der europäischen Klimaziele und argumentiert, dass Geopolitk die Inkraftsetzung eines schlechten Abkommens nicht rechtfertigt.

Di., 24.02.2026
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Beitrag

Indigener Protest am Tapajós erfolgreich!

Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse – Tapajós, Madeira und Tocantins – den Weg ebenen sollte. Indigener Protest am Tapajós zwingt die brasilianische Bundesregierung zur Rücknahme des Dekrets 12.600/2025, das der Privatisierung drei amazonischer Flüsse – Tapajós, Madeira und Tocantins – den … weiterlesen

Mi., 04.02.2026
Menschenrechte
Beitrag

Tapajós-Fluss erneut im Fokus: Entwicklungsversprechen und Rechtsverletzungen

[Symbolbild]: Amazoniens Flüsse sind bedroht. Foto: Christian Russau

Baggern und Privatisieren für die Tapajós-Vertiefung löst massiven Protest von 14 Indigenen Völkern an Soja-Export-Terminal in Santarém aus. Von Christian Russau Einer der größten Flüsse Amazoniens – der Tapajós – steht wieder einmal im Mittelpunkt eines schweren Konflikts zwischen den Interessen auf der einen Seite von Politik und Wirtschaft, die Entwicklung und Wachstum durch Infrastrukturprojekte … weiterlesen

Do., 15.01.2026
Landwirtschaft
Beitrag

Neues Positionspapier: Mit Agrarökologie in die Zukunft

Über 30 Organisationen rufen die Bundesregierung dazu auf, Agrarökologie für die Umsetzung der Menschenrechte zu fördern! Downlaod Positionspapier Agrarökologie hier! Agrarökologie zeigt Wege auf, wie Menschen, die Lebensmittel erzeugen, ihre Handlungsmacht zurückgewinnen können. Sie stärkt lokale demokratische Prozesse, weil sie Menschen einbezieht, statt über sie hinweg zu entscheiden. Sie macht Ernährungssysteme widerstandsfähiger, indem sie Abhängigkeiten … weiterlesen

Mo., 17.11.2025
Menschenrechte
Beitrag

Munduruku-Protest zeigt Wirkung: Regierung sagt freie, vorherige und informierte Konsultation aller von Großprojekten betroffenen Indigenen Völkern der Tapajós-Region zu

Protest der Munduruku richtete sich u.a. gegen Großprojekte wie das Wasserstraßenprojekt am Tapajós, gegen die geplante Eisenbahnlinie Ferrogrão sowie für Fortsetzung der noch immer ausstehenden Demarkationen. Die nun von Brasília zugesagte Konsultation muss dem seit 2016 behördlich hinterlegten Konsultationsprotokoll, das die Munduruku selbst erstellt haben, rechtlich bindend folgen. 17.11.2025 | von Christian.russau@fdcl.org Zwei Tage nach … weiterlesen

20.10.2025
Klima/Biodiversität
Dossier

LETZTE AUSFAHRT BELÉM?

Die COP30 in Amazonien als klimapolitischer Scheideweg

// GOOD COP, BAD COP?
Die Faktenlage war noch nie so eindeutig: Die zivilisatorische Krise mit ihren Auswirkungen auf Klima und Natur zerstört die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Historisch und bis heute maßgeblich dafür verantwortlich sind die Industrien des Globalen Nordens mit ihrem immensen Verbrauch an Rohstoffen. Extraktiviert wird im Globalen Süden, wo die Ausbeutung der Natur einher geht mit der Zerstörung von Ökosystemen wie den tropischen Regenwäldern, die essenziell für das Gleichgewicht des Planeten sind, und Unternehmen erhebliche Menschenrechtsverletzungen begehen.
Die COP30 in Belém ist mit Erwartungen aufgeladen. Vielen gilt sie als letzte Chance, die globale Klimapolitik zu retten.

Do., 16.10.2025
Menschenrechte
Beitrag

Llamado urgente de la comunidad internacional al cese inmediato de la represión, la militarización y el uso excesivo de la fuerza en Ecuador

16 Octubre 2025 Las organizaciones firmantes expresamos nuestra profunda preocupación por la escalada de violencia y represión del Estado ecuatoriano a las protestas sociales iniciadas el 21 de septiembre de 2025 por el movimiento indígena de Ecuador y por la persecución e intento de criminalización de organizaciones sociales y personas defensoras de derechos humanos. En … weiterlesen

Mi., 15.10.2025
Landwirtschaft, Menschenrechte
Beitrag

Kein Hunger bis 2030?

23 Organisationen fordern Kurswechsel der Bundesregierung Berlin, 15. Oktober 2025. Zum Welternährungstag fordern 23 entwicklungspolitische Organisationen in einem gemeinsamen Positionspapier eine grundlegende Neuausrichtung der globalen Strategien gegen Hunger. In fünf Jahren – bis 2030 – soll es keinen Hunger mehr auf der Welt geben. Das haben die Staats- und Regierungschef*innen mit der Verabschiedung der globalen … weiterlesen