Schlagwort "Kolumbien" (115)

18.12.2021
Agroenergie, Bergbau, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte, Rohstoffe
Dossier

Deutsche Unternehmen und der Hidroituango-Staudamm

Menschenrechtsverletzungen an Kolumbiens größtem Staudamm - Unternehmen verstoßen gegen die Sorgfaltspflichten

Deutsche Unternehmen und der Hidroituango-Staudamm

Erst lag das Flussbett trocken, dann kam die Flut. Am 28. April 2018 stand der Hidroituango-Staudamm im Nordwesten Kolumbiens vor dem Kollaps. Die Staumauer war noch nicht fertig gestellt, da staute sich auf der größten Baustelle des Landes urplötzlich der Cauca-Fluss auf. Über Tage kam unterhalb der Talsperre vom „blonden Patron“, wie die Flussbewohner*innen den Cauca mit Ehrfurcht und Zuneigung nennen, nicht mehr als ein Rinnsal an. Oberhalb trat gleichzeitig der Fluss rasend schnell über die Ufer und sorgte für weiträumige Überschwemmungen. Zwei Wochen später brachen die Wassermassen durch einen Gebirgstunnel unter der Anlage. Flutwellen überrollten flussabwärts die nahe gelegene Ufersiedlung Puerto Valdivia. Der Stausee war vorzeitig und unkontrolliert geflutet worden. Über Wochen konnten die Behörden nicht garantieren, dass die noch im Bau befindliche Talsperre nicht auch unter dem Druck des Wassers brechen würde. In einer Region, die wie kaum eine andere unter der Gewalt in Kolumbien gelitten hat, mussten über 31.000 Menschen fluchtartig ihre Häuser verlassen – darunter viele Überlebende des bewaffneten Konflikts. Der Sachschaden beläuft sich auf gut 2,61 Milliarden US-Dollar.

Do, 18.11.2021 / 18:00 – 19:15
Español, EU-Kolumbien/Peru, Handel
Veranstaltung

Konsequenzen von Handelsliberalisierung für den globalen Süden – Erfahrungen mit dem EU-Kolumbien-Peru-Ecuador-Abkommen

Partnerorganisationen aus Peru, Kolumbien und Ecuador berichten gemeinsam mit PowerShift von den konkreten Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen der EU und den lateinamerikanischen Ländern.

Das Handelsabkommen zwischen der EU, Kolumbien und Peru besteht seit acht Jahren, Ecuador ist dem Abkommen vor vier Jahren beigetreten. Die Auswirkungen des Abkommens sind mittlerweile deutlich nachweisbar und die EU veröffentlicht im November ihre abschließende Ex-Post Evaluation.

18.11.2021
EU-Kolumbien/Peru, Handel, Handelsabkommen
Studien
Bettina Müller, Jeremy Oestreich

Reiseführer: EU – Kolumbien, Peru & Ecuador

Armutsverstärker oder Weg aus der Armut?

Seit 2013 besteht zwischen der EU und Peru, Kolumbien ein Handelsabkommen. Ecuador ist dem Abkommen 2017 beigetreten. PowerShift hat in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus den drei Andenländern einen neuen Reiseführer erstellt, der einen Überblick geben soll über die Auswirkungen des Abkommens, die mittlerweile deutlich wahrnehmbar sind. Handelsabkommen werden von der Europäischen Kommission oft mit … weiterlesen

Do, 28.10.2021 / 18:00 – 20:00
Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Veranstaltung

Alarm in Amazonien

Den Regenwald schützen, die Rechte seiner Menschen stärken – Schlaglichter auf Praxisbeispiele

Entgegen der generellen Annahme, dass Wälder zur Reduktion von Kohlenstoff beitragen, ergaben zwei wissenschaftliche Studien im Jahr 2021, dass Teile Amazoniens, dem größten Regenwald und Flussgebiet der Welt, mehr Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben, als sie aufnehmen (Gatti et al 2021, Harris et al 2021).
Am meisten Besorgnis erregt dabei laut dem Proyecto de Monitoreo de la Amazonía Andina (Projekt zur Überwachung des Anden-Amazonas, MAAP #144), dass der brasilianische Teil sich bereits vor 20 Jahren zu einer Kohlenstoffquelle entwickelt hat und unlängst auch in Bolivien, Peru und Kolumbien neue Quellen entstanden sind.
Trotzdem trägt das Amazonasgebiet in seiner Gesamtheit nach wie vor zur Reduktion von Kohlenstoff bei. In diesem Sinne wird auch in den Studien betont, wie wichtig es ist, Schutzgebiete und Indigene Territorien effektiv zu erhalten. Diese tragen nicht nur aktiv zur Reduktion von Kohlenstoff bei, sondern beherbergen darüber hinaus auch die weltweit größte Artenvielfalt an Flora und Fauna (MAAP #141).
Außerdem ist Amazonien auch das größte Flussgebiet des Planeten. Hier fließt ein Fünftel des Süßwassers der Erde und die Region ist die Heimat von etwa 826 Indigenen sowie von Schwarzen Gemeinschaften, Bäuer:innen und Fischer:innen.
Trotz der Einzigartigkeit verblasst die Relevanz Amazoniens bei Ländern, die Anteile an dem Gebiet haben.

Fr, 27.08.2021 / 17:30 – 21:00
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Sembrando Diálogos - Germinando Memoria

Gespräch zur aktuellen Menschenrechtsituation in Kolumbien

La Campaña Colombia Berlín, el colectivo Desbordando, el FDCL, El Bloque Latinoamericano, Kolko y la RAV invitan a una charla con conversación con Luz Marina Hache Contreras. Luz Marina Hache Contreras es una de las fundadoras de la „Organización víctimas de crímenes de Estado“ (MOVICE) en Colombia. Ella es la Portavoz del MOVICE para casos de desaparición forzada. Estaremos conversando con ella sobre el trabajo de memoria del MOVICE y la actual situación de los derechos humanos en Colombia. Proyectaremos unos videos y habrá más programa cultural y Arepas Solidaria.

05.08.2021
Menschenrechte, Multimedia
Audio

Die Beschützer*innen: Die Guardia Indigena während des Nationalstreiks in Kolumbien

Radiobeitrag: Der April und der Mai waren in Kolumbien Monate des Aufstands. Auf den Straßen fanden junge Menschen zusammen und riefen ihre Wut über die Regierung hinaus. Gegen die Gewalt von Polizei und Paramilitärs formierten sich im ganzen Land selbstorganisierte Streikgruppen, um autonome Zonen zu schaffen – besonders in der Stadt Cali. Mittendrin: Die Guardia Indigena, die Indigene Schutzeinheit, die während des Nationalstreiks zur gewaltfreien Alternative zur Polizei wurde. Aber wie schaffte sie das?

Di, 30.03.2021 / 18:00 – 19:45
Bergbau, Rohstoffe
Veranstaltung

Still Burning – Kohle, Kolonialismus & Widerstand

Online-Event zur Buchveröffentlichung (in englischer Sprache)

Kohle ist kolonial, Kohle zerstört Ökosysteme und Gemeinden – und Kohle ist ein Klimakiller. In ganz Europa beginnen Regierungen den Kohleausstieg und schließen Steinkohlebergwerke. Gleichzeitig importiert Europa weiterhin Steinkohle und lagert die Zerstörung von Ökosystemen und Ortschaften nach Russland, Kolumbien und anderswo aus. Unser Buch hebt die kolonialen Verstrickungen der Kohle hervor und warnt vor falschen „grünen“ Lösungen, die zum Beispiel auf Wasserstoff für „grünen Stahl“ und auf erneuerbare Energien für „sauberen Strom“ setzen – die Kolonialismus, Kapitalismus und den Staat aber nicht in Frage stellen.

Fr, 06.11.2020 / 10.00 – 12:00
Español, Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Colombia: Lanzamiento del libro „Mi Vida y El Palacio“

Este libro no sólo es un acto de justicia poética sino una profunda reflexión sobre una de las peores tragedias que ha vivido Colombia. La toma y retoma del Palacio de Justicia fue un punto de inflexión para cientos de familias que quedaron atravesadas, literalmente, entre las violencias de la guerrilla y del Estado. Carlos … weiterlesen

15.07.2019
Klima/Biodiversität
Fact-Sheet
Tobias Lambert

Biodiversität in Lateinamerika

Kolumbien

Lateinamerika verfügt über einen einzigartigen Artenreichtum. Der amazonische Regenwald ist der Lebensraum mit der größten Biodiversität der Welt. Andere Ökosysteme, wie die Feuchtgebiete des Pantanal in Brasilien oder die Höhenzüge der Anden sind Lebensraum für viele endemische Tier- und Pflanzenarten, wichtige Wasserspeicher und vielen ländlichen Bevölkerungsgruppen ein Raum mit wichtigen Elementen lokaler Wirtschaftskreisläufe und kultureller Identität.

Fr, 24.05.2019 / 18:00
FDCL
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

JUSTICIA TRANSICIONAL EN COLOMBIA: LOS DERECHOS DE LAS VÍCTIMAS / RECHTE DER OPFER IN DER AKTUELLEN ÜBERGANGSJUSTIZ KOLUMBIENS

Charla con / Gespräch mit Juliette Vargas, abogada colombiana / kolumbianische Anwältin

El Acuerdo Final de Paz, producto de las negociaciones de paz entre el gobierno colombiano del expresidente Santos y la ex guerrilla de las FARC-EP y firmado a finales de 2016, propone un modelo de justicia transicional muy ambicioso, pues se plantea un sistema integral que combina varios componentes extrajudiciales y uno judicial, pero que, además, se relaciona con otros puntos del Acuerdo Final, que pretenden abonar en la solución a problemas estructurales que han sido causa y consecuencia del conflicto. De esta manera, por ejemplo, bajo un concepto amplio de lo que significan las reparaciones y garantías de no repetición, el Acuerdo Final pretende abordar también el problema del acceso al derecho a la tierra, y el del manejo de cultivos ilícitos.