Veranstaltung

Online Veranstaltungsreihe: Berliner Brasiliendialog 20/21 / Ciclo de debates: Diálogos Brasil-Berlim 20/21

Brasilien im multiplen Krisenmodus / O Brasil em meio a múltiplas crises

*** portugues abaixo ***

Berliner Brasiliendialoge 20/21 – Brasilien im multiplen Krisenmodus
Brasilien durchläuft aktuell mehrere, simultane Krisen: Politisch setzt der Zuwachs des Rechtsextremismus die demokratischen Institutionen sowie das demokratische Miteinander immer mehr unter Druck. Wirtschaftlich verfestigt sich die seit 2015 anhaltende Stagnation durch die politische Verharmlosung der Pandemie und die daraus folgende unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus. Ökologisch führen bewusste Lockerungen von Umweltauflagen und eine gezielte Schwächung der Umweltschutzinstitutionen zu einer beispiellosen ökologischen Krise. Diese multiplen Krisen bedingen und vertiefen sich wechselseitig, während das Land immer tiefer in eine beinahe dystopische Sackgasse geführt wird.

Mehr denn je ist eine wissenschaftliche Analyse und Aufklärung der internationalen Öffentlichkeit zu den multiplen Krisen Brasiliens eine Notwendigkeit in der Forschung, der wissenschaftlichen und bildungspolitischen Arbeit sowie der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik zu Lateinamerika. Der Bedarf an Analyse, Aufklärung und öffentlicher Aufmerksamkeit begründet das Projekt einer Veranstaltungsreihe in Deutschland zu Brasilien, in der sich Wissenschaftler*innen, Publizist*innen, Politiker*innen, Künstler*innen, Student*innen und Aktivist*innen aus Brasilien und Deutschland frei austauschen und voneinander lernen können.

Der Titel der Veranstaltungsreihe „Berliner Brasiliendialoge“ weist einerseits auf die Organisation der Veranstaltung im Rahmen der Kooperationszusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien und auf ihre Verdichtung in Berlin hin. Andererseits verkörpert die Veranstaltungsreihe das in der deutschen und der internationalen Öffentlichkeit breit gespürte Unbehagen über die aktuellen Entwicklungen Brasiliens nach der erfolgreichen Demokratisierungsphase, die auf die 1990er Jahre zurückgeht.

Die insgesamt neun geplanten Sitzungen der Veranstaltungsreihe umfassen Podiumsdiskussionen und Hauptvorträge mit Kommentaren bzw. Ko-Referaten. Die Podiumsdiskussionen werden aus vier Referaten von jeweils maximal 15 Minuten zusammengesetzt. Die Hauptvorträge werden maximal 25 Minuten lang sein, gefolgt von zwei Kommentaren von jeweils 10 Minuten. Nach den Präsentationen werden 20 Minuten für Diskussionen zwischen den Panel-Teilnehmer*innen eingeräumt, danach erfolgt eine 40-minutige Diskussion anhand von Fragen aus dem Publikum, die schriftlich per Chat geschickt werden können.

Die Reihe wird kostenfrei als Zoom-Veranstaltung durchgeführt. Die Veranstaltungen finden jeweils ein mal in der Woche Dienstags statt, 14-16h (horário de Brasília), 18-20h (Uhrzeit Berlin).
In Zoom: Portugiesisch-Deutsch Simultandolmetschung. Die Veranstaltung wird zusätzlich im Original Ton über Mecila’s YouTube vermittelt.

Um Anmeldung wird gebeten!

(unter PROGRAMM auf den Link der Einzelveranstaltung klicken und über das online-tool der Heinrich Böll Siftung anmelden, vielen Dank!)

PROGRAMM:

01. Dezember 2020 | 18:00 – 20:00 Uhr | Brasilien in der COVID-Krise
Die Podiumsgäste erläutern die wirtschaftlichen, gesundheitspolitischen, sozialen und politischen Folgen der Pandemie.

Mit:
Laura Carvalho (Ökonomin, USP),
Gizele Martins (Journalistin und Aktivistin),
Nuno Ramos (Künstler),
Maria Cristina Fernandes (Journalistin, Valor Econômico)
Moderation: Sérgio Costa (FU Berlin, Mecila), Renata C. Motta (FU Berlin)

08. Dezember 2020 | 18:00 – 20:00 Uhr | Kulturkämpfe und politischer Widerstand
Der politische Rechtsruck in Brasilien wäre – wie in den meisten vergleichbaren Fällen – ohne die gezielt durchgeführte Spaltung der Gesellschaft zwischen „Linke“ vs. „Rechte“, „Anständige“ vs. „Unanständige“, „privilegierte Minderheiten“ vs. „das Volk“ nicht denkbar. Die Gäste berichten und diskutieren, wie gesellschaftliche Spaltung gezielt betrieben wird, wie man sich ihr widersetzt und sie überwindet.

Mit:
Débora Diniz (Anthropologin, Universidade de Brasília),
Vilma Reis (Soziologin, Coletivo Luiza Mahin),
Jup do Bairro (Künstlerin, Trans-Aktivistin),
Andrea Dip (Journalistin, Agência Pública)
Moderation: Peter W. Schulze (GCSC, Mecila), Camila de Abreu (FDCL/BIB)

15. Dezember 2020 | 18:00 – 20:00 Uhr | Demokratie unter Druck
Der Vortrag und die Kommentare analysieren die gegenwärtigen Gefahren für die Freiheitsrechte und die demokratischen Institutionen, die von neuen rechtsradikalen Bewegungen aber auch von Äußerungen und Amtshandlungen von Amtsträger*innen ausgehen. Darüber hinaus, werden demokratische Ansätze, Instrumente und Mechanismen diskutiert, die diese Gefahren eindämmen können.

Mit:
Luís Roberto Barroso (Richter im Obersten Bundesgericht STF),
Kommentare: Malu Gaspar (Journalistin, Revista Piauí), Marcos Nobre (Philosoph, UNICAMP/CEBRAP, Mecila)
Moderation: Dieter Grimm (Jurist, WiKo), Susanne Klengel (FU Berlin, Mecila)

12. Januar 2021 | 18:00 – 20:00 Uhr | Umwelt: grenzlose Zerstörung
Seit 2016 werden sukzessive die rechtlichen und faktischen Grenzen aufgehoben, die die Ausdehnung der Kapitalakkumulation auf Gemeingüter (Commons) bisher verhindern konnten. Besonders betroffen sind gemeinschaftliche Umweltressourcen – Ökosysteme, Reservate und Schutzgebiete. Wie verlaufen diese Prozesse und vor allem: Welche humanitären und ökologischen Folgen hat diese „Öffnung“, insbesondere für Brasiliens indigene Völker und Quilombolas? Welche nationalen und internationalen Gegenstrategien sind realistisch?

Mit:
Maureen Santos (Aktivistin und Expertin, FASE, Brasilien)
Thomas Fatheuer (Aktivist und Expert, KoBra e.V., Brasilien)
Eliane Brum (Journalistin, El País, Brasilien)
Joênia Wapichana (Parlamentarierin. Brasilien)
Moderation: Imme Scholz (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik – DIE)
Ko-Moderation: Julia Ziesche (Heinrich-Böll-Stiftung)

19. Januar 2021 | 18:00 – 20:00 Uhr | Stadt-Land-Verhältnisse: zwischen Agroexport und Ernährungssouveränität
Parallel zur Zunahme der brasilianischen Agrarexporte und ihrer wirtschaftspolitischen Bedeutung, kämpfen soziale Bewegungen in den Städten und auf dem Land gemeinsam für Ernährungssouveränität. Das brasilianische „Hinterland“ wird immer mehr zu einem Raum, der von alten und neuen sozialen, wirtschaftlichen sowie ökologischen Konflikten geprägt ist. Was sind die gegenwärtigen Entwicklungen? Welche Alternativen und neue Szenarien lassen sich dabei erkennen? Das sind die zentralen Fragen, mit denen sich dies Podium auseinandersetzen wird.

Mit:
Sérgio Pereira Leite (Ökonom, UFRRJ, Brasilien)
Tainá Marajoara* (Köchin, Kulturveranstalterin, Brasilien)
Kelli Mafort (MST, Brasilien)
Patrus Ananias (Parlamentarier, Brasilien)
Moderation: Renata C. Motta (FU Berlin, LAI)
Ko-Moderation: Nicolas Goez (FU Berlin, LAI)
*to be confirmed

26. Januar 2021 | 18:00 – 20:00 Uhr | Arbeit, Prekarisierung und Verschärfung sozialer Ungleichheiten
Seit 2016 werden soziale Rechte, die im Laufe der brasilianischen Demokratisierung ab 1988 erweitert wurden, konsequent abgebaut. Infolgedessen und auch im Zuge der ökonomischen Krise steigen informelle und prekäre Beschäftigung sowie Arbeitslosigkeit, Armut und Einkommenskonzentration massiv.

Mit:
Lena Lavinas (Ökonomin, UFRJ, Brasilien)
Paulo Paim* (Parlamentarier, Brasilien)
Carmen Foro (CUT, Brasilien)
Paulo Galo Lima (Vertreter der App-Fahrkuriere, Brasilien)
Moderation: Didice Godinho Delgado (LAF)
Ko-Moderation: Dominique Isabell Klawonn (Friedrich-Ebert-Stiftung)
*to be confirmed

02. Februar 2021 | 18:00 – 20:00 Uhr | Menschenrechte unter Beschuss: Herausforderungen und Perspektiven
Unter dem Motto „Menschenrechte für rechte Menschen“ stellen die brasilianischen Rechtskonservativen die Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte in Frage, welche bürgerlich-politische und wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte untrennbar miteinander verschränken. Die Instrumente zum Schutz der Menschenreche werden aktuell in Brasilien systematisch geschwächt und Menschenrechtsaktivist*innen zunehmend bedroht und kriminalisiert. Das Panel diskutiert die gegenwärtigen Gefährdungen der Menschenrechte in Brasilien und die Reaktionen darauf seitens der Judikative, der Zivilgesellschaft und der internationalen Kontrollorgane.

Mit:
Oscar Vilhena Vieira (Jurist, FGV, Brasilien)
Paulo César Carbonari (Nationale Bewegung für Menschenrechte MNDH, Brasilien)
Bianca Santana (Coalizão Negra, Brasilien)
Sônia Guajajara (indigene Aktivistin, Brasilien)
Moderation: Stefan Ofteringer (MISEREOR)
Ko-Moderation: Camila Abreu (FDCL)

09. Februar 2021 | 18:00 – 20:00 Uhr | Deutschland-Brasilien: Konvergenzen und Divergenzen
Die enge deutsch-brasilianische Kooperation auf wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, zivilgesellschaftlicher und kultureller Ebene impliziert gegenseitige Verantwortungen. Die Gäste beleuchten die Kooperation der beiden Länder auf diesen verschiedenen Ebenen und analysieren, unter welchen Bedingungen diese Zusammenarbeit Umweltprobleme und Gefährdungen der Demokratie und Menschenrechte in Brasilien entschärft bzw. womöglich intensiviert.

Mit:
Daisy Ribeiro (Terra de Direitos, Brasilien)
Júlia Esther Castro França (Processo de Articulação e Diálogo – PAD, Brasilien)
Omid Nouripour (Bündnis 90 /Die Grünen, Deutschland)
Yasmin Fahimi* (SPD, Deutschland)
Heike Hänsel (Die Linke, Deutschland)
*to be confirmed
Moderation: Christian Russau (FDCL, Kritische Aktionär:innen)
Ko-Moderation: Birte Keller (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

16. Februar 2021 | 18:00 – 20:00 Uhr | Ausblick: der Wiederaufbau unserer gemeinsamen Zukunft
Ausgehend von dem Vortrag des indigenen Autors und Schriftstellers Ailton Krenak werden Projekte und Visionen der Zivilgesellschaft sowie anderer demokratischer Initiativen präsentiert, die Strategien im Umgang mit und zur Überwindung der multiplen Krisen in Brasilien entwickeln und umsetzen.

Die Referent/innen werden noch bekannt gegeben.
Moderation: Luiz Ramalho (Brasilien Initiative Berlin -BIB)
Abschlussworte und Ko-Moderation: Renata C. Motta (FU Berlin)

Programm, Anmeldung und weitere Informationen auch hier:
Deutsch: http://mecila.net/brasiliendialoge-de/

Download Flyer zur Veranstalungsreihe auf Deutsch: Brasiliendialoge-flyer

Veranstaltet von: Eine Kooperation des Lateinamerika-Institut (LAI) der Freien Universität Berlin (FU Berlin) mit Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (mecila), Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Heinrich-Böll-Stiftung (hbs), Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika/Brasilien Initiative Berlin (FDCL/BIB), katholisches Hilfswerk Misereor (MISEREOR), Lateinamerika-Forum (LAF), Global South Studies Center (GSSC) der Universität zu Köln (UzK).

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Ciclo de debates: Diálogos Brasil-Berlim 20/21 – O Brasil em meio a múltiplas crises

O Brasil passa por diversas crises simultâneas. No plano político, o avanço da extrema direita vem colocando as instituições e o convívio democráticos permanentemente em xeque. Do ponto de vista econômico, a estagnação que vigora desde 2015 vem sendo agravada pela crise vinculada ao Coronavírus na medida em que a negligência do governo federal facilitou a propagação descontrolada dos contágios. Do ponto de vista ambiental, o descuido estatal na aplicação e fiscalização da legislação pertinente e o debilitamento deliberado dos organismos de proteção ambiental levaram a uma crise ecológica sem precedentes. Essas crises múltiplas aprofundam-se e alimentam-se mutuamente, criando, para o país, um cenário de incertezas e distopias.

Diante deste contexto, cabe buscar tanto analisar os processos em curso quanto discutir e difundir junto à opinião pública interessada argumentos e instrumentos que possibilitem a compreensão e a busca de superação dessas múltiplas crises. O objetivo deste ciclo de debates é, portanto, propiciar uma discussão qualificada entre especialistas, jornalistas, artistas, ativistas e parlamentares no Brasil e na Alemanha visando promover o esclarecimento e o aprendizado mútuos.

O título da série de eventos “Diálogos Brasil-Berlim” refere-se, por um lado, à organização do evento no âmbito das redes de cooperação entre a Alemanha e o Brasil e que têm em pessoas e instituições sediadas em Berlim um de seus pontos de cristalização. Por outro lado, o ciclo de debates busca dar voz e corpo ao mal-estar amplamente sentido na Alemanha e internacionalmente a respeito dos atuais desenvolvimentos no Brasil após a fase de democratização bem sucedida, particularmente a partir dos anos 90.

As nove sessões agendadas incluem mesas-redondas e conferências seguidas de comentários e discussão. As discussões nas mesas-redondas consistirão em quatro apresentações de até 15 minutos de duração cada uma. As conferências terão uma duração de 25 minutos e serão seguidas por dois comentários de até 10 minutos cada um.  Após as apresentações, serão reservados 20 minutos para discussão entre os participantes do painel, seguidos de uma discussão de 40 minutos com base em perguntas da audiência, enviadas através do chat de transmissão do evento.

A série de eventos será realizada em português e alemão, com tradução simultânea e transmissão em live-streaming. Os eventos terão lugar uma vez por semana, às terças-feiras, 14-16h (horário de Brasília), 18-20h (horário de Berlim).

Programação
1º de dezembro 2020 | O Brasil sob a crise do COVID-19
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Esta mesa discutirá as consequências econômicas, sanitárias, sociais e políticas da pandemia no Brasil.

Participantes: Laura Carvalho (economista, USP), Gizele Martins (jornalista e ativista), Nuno Ramos (artista), Maria Cristina Fernandes (jornalista, Valor Econômico)
Coordenação da mesa: Sérgio Costa (FU Berlin, Mecila), Renata C. Motta (FU Berlin)

8 de dezembro 2020 | Guerras culturais e resistência política
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A guinada à direita no Brasil, como na maioria dos casos similares, não seria concebível sem a produção de uma clivagem deliberada da sociedade entre „esquerda“ vs. „direita“, “famílias de bem“ vs. „corruptos e criminosos“, „minorias privilegiadas“ vs. “povo”. Este painel discutirá em detalhe como funciona esta estratégia de divisão da sociedade e os meios para se contrapor a ela.

Participantes: Débora Diniz (antropóloga, Univ. de Brasília), Vilma Reis (socióloga, Coletivo Luiza Mahin), Jup do Bairro (artista, ativista trans), Andrea Dip (Jornalista, Agência Pública)
Coordenação da mesa: Peter W. Schulze (GSSC/University of Cologne, Mecila), Camila de Abreu (FDCL/BIB)

15 de dezembro 2020 | A democracia sob pressão
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A conferência inaugural do Ministro do Supremo Tribunal Federal e os comentários adicionais buscarão discutir as pressões correntes à ordem democrática provindas tanto dos novos movimentos de direita quanto de atos, declarações oficiais e atitudes de representantes do estado brasileiro. Igualmente de interesse para a discussão são os instrumentos e mecanismos que vêm sendo mobilizados para conter tais ameaças.

Participantes:  Conferencista: Luís Roberto Barroso (jurista, Supremo Tribunal Federal), Comentários: Malu Gaspar (jornalista, Revista Piauí), Marcos Nobre (Filósofo, UNICAMP/CEBRAP)
Coordenação da mesa: Dieter Grimm (Jurista, WiKo), Susanne Klengel (FU Berlin, Mecila)

12 janeiro 2021 | Meio ambiente: destruição sem limites
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Desde 2016, os limites legais e reais impostos à extensão da acumulação de capital aos bens comuns e ambientais (ecossistemas, reservas, áreas protegidas, etc.) estão sendo rapidamente removidos. A mesa discutirá quais são as consequências humanitárias (para os povos indígenas, quilombolas, etc.) e ecológicas desta „abertura“ e as respostas no plano nacional e internacional a estes desafios.

Participantes:
Maureen Santos (ativista e expert, FASE, Brasil), Thomas Fatheuer (ativista e expert, KoBra, Alemanha), Eliane Brum (jornalista, EL País, Brasil), Joênia Wapichana (parlamentar, Brasil)
Coordenação da mesa: Imme Scholz (DIE), Julia Ziesche (Fundação Heinrich Böll)

19 janeiro 2021 | Relações campo-cidade: entre a agroexportação e a soberania alimentar
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A opção econômica pela agroexportação no momento em que as lutas pela soberania alimentar fortalecem as alianças entre os movimentos sociais urbanos e rurais faz do mundo rural brasileiro um espaço marcado por velhos e novos conflitos sociais, econômicos e ambientais. Quais são os desenvolvimentos atuais? Que alternativas e cenários estão surgindo? Estas são as questões centrais que guiarão as discussões nesta mesa.

Participantes:
Sérgio Pereira Leite (economista, UFRRJ, Brasil), Tainá Marajoara* (Chef de cozinha,realizadora cultural Brasil), Kelli Mafort (MST, Brasil), Patrus Ananias (parlamentar, Brasil)
Coordenação da mesa: Renata C. Motta (FU Berlin, LAI), Nicolas Goez (FU Berlin, LAI)
* to be confirmed

26 janeiro 2021 | Trabalho, precariedade e agravamento das desigualdades sociais
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Desde 2016, direitos sociais, ampliados no decurso da democratização, têm sido sistematicamente suprimidos. Estes cortes, agravados pelo contexto de crise econômica, implicam um crescimento alarmante do emprego informal e precário, do desemprego, da pobreza e da concentração de renda e riqueza. Estes desenvolvimentos serão discutidos na mesa, a partir da perspectiva de diversos setores.

Participantes:
Lena Lavinas (economista, UFRJ, Brasil), Paulo Paim* (parlamentar, Brasil), Carmen Foro (CUT, Brasil), Paulo Galo Lima (Líder dxs entregadorxs de aplicativos, Brasil)
Coordenação da mesa: Didice Godinho Delgado (LAF), Dominique Isabell Klawonn (FES)
*to be confirmed

02 fevereiro 2021 | Direitos Humanos sob ataque: desafios e perspectivas
Inscreva-se aqui!
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Sob o lema „direitos humanos para humanos direitos“, o conservadorismo de direita no Brasil tem desafiado o caráter universal e indivisível dos direitos humanos, os quais contemplam de forma inseparável e complementar direitos civis-políticos e econômicos, direitos sociais e culturais. Neste contexto, os instrumentos de proteção dos direitos humanos vêm sendo sistematicamente debilitados, enquanto pessoas dedicadas à sua defesa vêm sendo crescentemente ameaçadas e criminalizadas. O painel discute estas ameaças e as reações a elas por parte da sociedade civil, do judiciário e dos organismos internacionais de controle.

Participantes:
Oscar Vilhena Vieira (jurista, FGV, Brasil), Paulo César Carbonari (Movimento Nacional de Direitos Humanos, , rasil), Bianca Santana (Coalizão Negra, Brasil), Sônia Guajajara (liderança indígena, Brasil)
Coordenação: Stefan Ofteringer (MISEREOR), Camila de Abreu (FDCL)

9 fevereiro 2021 | Alemanha-Brasil: convergências e divergências
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A estreita cooperação teuto-brasileira nos planos econômico, científico, da sociedade civil e da cultura implica responsabilidades mútuas. O painel discutirá as relações entre os dois países nestes diversos âmbitos, procurando elucidar quando esta cooperação contribui para melhorar e quando ela contribui para deteriorar a situação ambiental, os direitos humanos e a democracia no Brasil.

Participantes:
Daisy Ribeiro (Terra de Direitos, Brasil), Júlia Esther Castro França (Processo de Articulação e Diálogo – PAD, Brasil), Omid Nouripour (Deputado Federal Bündnis90/Die Grünen – Partido Verde, Alemanha), Yasmin Fahimi* (Deputada Federal, Partido Social Democrata, Alemanha), Heike Hänsel (Deputada Federal, Die Linke – Partido A Esquerda, Alemanha)
Coordenação: Christian Russau (FDCL, Acionistas Críticos), Birte Keller (Fundação Rosa Luxemburg)
*to be confirmed

16 fevereiro 2021 | Perspectivas: Reconstruindo nosso futuro comum
Inscreva-se aqui! Acompanhe o evento pelo nosso canal do YouTube.
Neste painel de encerramento, serão discutidos projetos e visões da sociedade civil e iniciativas democráticas para gerir e superar o quadro de crise múltipla discutido.

Os palestrantes serão anunciados mais tarde.
Coordenação: Luiz Ramalho (Brasilien Initiative Berlin), Renata C. Motta (FU Berlin)

Programação, inscrição e mais informacoes:
Português: http://mecila.net/pt/dialogos-pt/

Realização: Instituto de Estudos Latino-Americanos (LAI) da Freie Universität Berlin em colaboração com: Fundação Friedrich Ebert (FES), Fundação Heinrich Böll (hbs), Fundação Rosa Luxemburg (RLS), Fórum América Latina (LAF), Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina/Iniciativa Brasil-Berlim (FDCL), MISEREOR, Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila), Global South Studies Center (GSSC) da Universität zu Köln

Veranstalter