Schlagwort "Brasilien" (318)

Mi., 18.05.2022
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Beitrag

Solidaritätserklärung für Alessandra Munduruku

Deutschsprachige Übersetzung der Solidaritätserklärung für Alessandra Munduruku. Die indigene Aktivistin Alessandra Korap Munduruku wird seit längerem bedroht, durch Goldgräber:innen aber auch durch Staudammbefürworter:innen auf indigenem Territorium. Damit soll eine der starken und laut vernehmbaren Stimmen gegen Übergriffe auf die indigene Bevölkerung der Munduruku und gegen die (politischen, wirtschaftlichen und mit bloßer Gewalt erfolgenden) Angriffe auf … weiterlesen

Mi, 04.05.2022 / 18:00 – 20:00
Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Berliner Brasiliendialoge // Diálogos Brasil-Berlim

Die entscheidenden Wahlen in 2022 // As eleições de 2022 e o futuro da democracia no Brasil

Die diesjährigen Wahlen sind für Brasilien von außerordentlicher Bedeutung: Zwischen Oktober und November diesen Jahres finden die Wahlen für die Präsidentschaft, die Regierungen der Bundesstaaten sowie für die Legislativorgane auf Bundes- und Landesebene statt.

Nach der zersetzenden politischen Polarisierung und der täglichen Bedrohung der demokratischen Institutionen in den vergangenen Jahren kommen die Wahlen einem Plebiszit über die Zukunft der Demokratie im Lande gleich: Werden die Regierungen und Parlamentarier*innen (wieder)gewählt, die sich dem Rechtsstaat verpflichtet fühlen oder eher Politiker*innen, die weiter versuchen werden, die politischen Institutionen von innen heraus zu untergraben? Darüber hinaus sind die Wahlen selbst Gegenstand politischer Auseinandersetzungen: Wird die Radikalisierung einiger politischer Akteurinnen und Akteure die friedliche Durchführung der Wahlen verhindern? Werdensie die Wahlergebnisse akzeptieren?

Di, 26.04.2022Do, 28.04.2022
Handel, Konzernkritik, Landwirtschaft
Veranstaltung

„Giftige Pestizide – ein globales Geschäft auf Kosten von Mensch und Umwelt“

Veranstaltungsreihe 26., 27., 28.4.2022 in Berlin und Köln

"Vorsicht: GIFT!" Foto: christian russau

Veranstaltungsreihe „Giftige Pestizide – ein globales Geschäft auf Kosten von Mensch und Umwelt“:
Dienstag, 26. April 2022, 19.00 bis 21.00 Uhr (ONLINE): Toxic Business – Online-Filmvorführung mit Gespräch
Mittwoch, 27. April 2022, 18.00 bis 20.30 Uhr (bei BfdW, Berlin): Brasilien: „Vom Paradies der Agrargifte zum Paradies der Agrarökologie – mission impossible?“ Abendveranstaltung
Donnerstag, 28. April 2022, 19.00 bis 21.00 Uhr (Allerweltshaus, Köln): „Giftige Pestizide in Brasilien: Der Fall des Chemieriesen Bayer im Fokus“, Abendveranstaltung

Di., 05.04.2022
Bergbau, Menschenrechte, Rohstoffe
Beitrag

Offener Brief: 29 Bundestagsabgeordnete gegen PL 191 zur Freigabe von Bergbau und Wasserkrafterzeugung in indigenen Territorien

Nicht nur Bergbau, auch Staudämme würde die PL 191 in indigenen Territorien erlauben. Hier: Belo Monte, Foto: christian russau [2016]

29 Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen, SPD, FDP und die Linke schicken zwei Offene Briefe an die Präsidenten des brasilianischen Abgeordnetenhauses und des Senats sowie an die Vorsitzenden und Vizevorsitzenden verschiedener Ausschüsse im brasilianischen Nationalkongress, in denen sie ihre Besorgnisse zum Ausdruck bringen über die drohende Verabschiedungen der Gesetzesinitiativen PL 191 zur Liberalisierung von Bergbau und … weiterlesen

Fr., 01.04.2022
Uncategorized
Beitrag

Wahlen in Brasilien: ein Zweikampf zwischen Lula und Bolsonaro?

Lula. Foto: Christian Russau, Nov. 2021, Berlin

Dieser Text bildet den Auftakt einer Artikelreihe zu „Brasilien im Wahljahr“, die in unregelmässigen Abständen im Verlaufe des Jahres 2022 auf den Webseiten von KoBra und FDCL veröffentlicht wird. Obwohl der offizielle Wahlkampf in Brasilien erst im August beginnen darf, konsolidiert sich das Szenario: Alles deutet auf ein Duell zwischen Ex-Präsident Lula und Amtsinhaber Bolsonaro … weiterlesen

Sa, 26.03.2022 / 15:00 – 16:30
Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Situação política e perspectivas do Brasil | Zur politischen Lage und den Perspektiven Brasiliens

Veranstaltung mit João Pedro Stédile, Direção Nacional do MST

Veranstaltung (online) mit João Pedro Stédile, Direção Nacional do MST am 26.3.2022, organisiert von den FreundInnen der brasilianischen Landlosenbewegung – MST in Zusammenarbeit mit KoBra, FDCL, Brasilien Initiative Berlin sowie mit Brasilien Initiative Freiburg, aprender juntos, LN und Imbradiva.

Mo., 07.03.2022
Bergbau, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe, Uncategorized
Beitrag

Gesetzesinitiative PL 191 zu Bergbau und Wasserkraft in indigenen Gebieten: Kurz vor Verabschiedung?

Nicht nur Bergbau, auch Staudämme würde die PL 191 in indigenen Territorien erlauben. Hier: Belo Monte, Foto: christian russau [2016]

PL 191 würde Bergbau und Wasserkraft in indigenen Territorien erlauben. Der Gesetzentwurf PL 191 in Brasilien befasst sich laut Gesetzestext mit: „Regelt § 1 des Art. 176 und § 3 des Art. 231 der Verfassung, um die besonderen Bedingungen für die Erforschung und den Abbau von Bodenschätzen und Kohlenstoffen sowie für die Nutzung von Wasserressourcen … weiterlesen

Mi., 02.03.2022
Menschenrechte, Uncategorized
Beitrag

Protestbrief gegen den Auftritt von Sergio Moro in Hamburg

„Wohin steuert Brasilien?“ dies ist der Titel von einer öffentlichen Veranstaltung der Bucerius Law School in Hamburg bei der Sergio Moro, ehemaliger Bundesrichter, Justizminister und wahrscheinlich auch Präsidentschaftskandidat 2022 auftreten soll. Protestbrief gegen den Auftritt von Sergio Moro in Hamburg Die zwei Hamburger Kollektive ComUnidade Brasil-Alemanha und Miradas Feministas reagieren mit einem empörten Protestbrief auf … weiterlesen

Do., 10.02.2022
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Beitrag

Brasiliens Abgeordnetenhaus zieht im Schnellverfahren das „Gesetzespaket des Giftes“ durch

20 Jahre durchlief der Gesetzesvorschlag PL 6299/2002 unzählige Ausschüsse und Kommissionen des brasilianischen Abgeordnetenhauses. Nun hat die Mehrheit der ruralistas-Fraktion im Abgeordnetenhaus für die bei den Nichtregierungsorganisationen als „pacote do veneno“ („Gesetzespaket des Giftes“) bekannte Gesetzesänderung gestimmt. Auf einmal ging alles sehr schnell. 20 Jahre durchlief der Gesetzesvorschlag PL 6299/2002 unzählige Ausschüsse und Kommissionen des … weiterlesen

31.12.2021
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe
Studien

AMAZONIEN: DER GROSSE LANDRAUB

DIE LANDFRAGE IM KONTEXT ALTER UND NEUER STRATEGIEN DER INWERTSETZUNG

Manche einfachen Fragen sind schwer zu beantworten. So die Frage: Wem gehört eigentlich Amazonien? Sie führt direkt in das schwierige Gelände der Landfrage in Amazonien oder, wie es auf Portugiesisch heißt, der questão fundiária. Alle, die sich mit Brasilien beschäftigen, lernen schnell, dass dies eine ganz wichtige Frage ist, die aber kaum zu überschauen, geschweige denn zu lösen ist. Wie in alten Palimpsesten legen sich Schichten von Dokumenten über viele Landstriche in Amazonien, so dass man oft von mehreren Etagen von Ansprüchen an Land spricht.

Neue Aktualität hat die questão fundiária durch die internationale Diskussion um die richtige Strategie zur Reduzierung von Entwaldung erhalten. Längst ist die Zerstörung des Amazonasregenwaldes zu einem globalen Desaster geworden, beobachtet von einer aufmerksamen und kritischen Öffentlichkeit. Entwaldung ist nicht mehr eine lokale Entwicklung, sondern ist ein wichtiger Faktor der beiden globalen Krisen, die die Lebensgrundlage der Menschheit zu zerstören drohen: der sich zuspitzenden Klimakrise und des dramatischen weltweiten Verlustes von Biodiversität. Ist man sich – zumindest international – weitgehend einig, dass die Entwaldung so schnell wie möglich gestoppt werden muss, so bleibt doch die Frage umstritten, wie das denn gelingen kann. Lange Zeit richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Viehwirtschaft als dem wichtigsten Treiber von Entwaldung. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass auf mindesten zwei Dritteln der entwaldeten Flächen Rinderweiden angelegt sind. Einige Forscher:innen weisen aber schon seit längerem darauf hin, dass am Anfang der Entwaldung die Aneignung von Land – zu welchem Zweck auch immer – steht.