Veranstaltung

SOS AMAZONIA

Aufruf zur Teilnahme an der Berliner Demo zum Klimastreik am 20.09.2019!

Das FDCL unterstützt die Berliner Klimastreik-Demo von „Fridays for Future“ (20.09.2019 ab 12:00 / Brandenburger Tor) und ruft gemeinsam mit vielen anderen dazu auf, sich aktiv für einen radikalen Politikwandel und Klimagerechtigkeit einzusetzen. Am 20. September entscheidet die Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik, am 21. September beginnt der UN-Klimagipfel in New York. Weltweit findet daher ein Klimastreik mit Demonstrationen statt.

In einem offenen Bündnis von Berliner Initiativen/Organisationen wollen wir unter dem Motto „SOS AMAZONIA“  einen Demo-Block bilden und gemeinsam demonstrieren!

Gemeinsamer Treffpunkt vor der Demo ist Freitag, den 20.09. um 11:30 an der Ebertstr. / Ecke Behrenstr auf der Seite des Tiergartenparks!

An unserem Demo-Block werden auch zwei Gäste aus Brasilien teilnehmen:
Alessandra Korap (Aktivistin der indigenen Frauenbewegung vom indigenen Volk der Munduruku) und
Marco Antonio “Marquinho” Mota (Projektkoordinator für das ostamazonische NRO-Netzwerk -FAOR).
Alessandra wird auch einen Redebeitrag auf der Demo halten!

Nachstehend weitere Aktivitäten, an denen unsere beiden Gäste mitwirken werden:

Dienstag, 24.09. von 11.30-13:00: Workshop im Rahmen des Klimacamps (vor dem Bundeskanzler*innenamt)
Brasilien: Der Kampf der indigenen Gemeinschaften für ihr Land und Ihre Rechte
Brasiliens Präsident Bolsonaro hat angekündigt, die indigenen Territorien für die Agrarindustrie und den Bergbau zu öffnen. Er verachte die indigene Bevölkerung und wolle ihnen kein eigenes Land mehr zu erkennen. Dennoch kämpfen viele Indigene gegen diesen Hass, den Raubbau auf ihrem Land und die Rodungen des Regenwaldes. In dieser Session berichten zwei Aktivist*innen über die aktuelle Lage und ihren Widerstand.

Dienstag, 24.09. ab 16:30 Kundgebung vor der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland (Unter den Linden 78, 10117 Berlin):
Klima und Menschenrechte schützen! Das EU-MERCOSUR-Abkommen muss gestoppt werden!
Feuer im Amazonas! Die Regenwaldvernichtung im brasilianischen Amazonasgebiet hat es in die Schlagzeilen der hiesigen Medien geschafft. Verheerenden Waldbrände wüten nicht nur in Brasilien, sondern erstrecken sich auch auf das Dreiländereck zwischen Brasilien, Bolivien und Paraguay.

In den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay sind derzeit massive Verschlechterungen bei Klima- und Umweltschutz, aber auch bei den Menschenrechten zu beobachten.  Angriffe auf Menschen, die ihr Land oder ihre natürlichen Ressourcen verteidigen, nehmen zu. Insbesondere indigene Bevölkerungsgruppen werden zunehmend marginalisiert, diskriminiert und sind massiver Gewalt ausgesetzt.
Regenwaldschnitzel im Tausch gegen Autos? Auf diese einfache Formel lassen sich die aktuellen Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen zwischen der EU und den Ländern des Mercosur bringen. Während das Interesse der EU-Länder mit Deuschland als wichtigstem Mitgliedsstaat vornehmlich darin besteht, Industriegüter wie (klimaschädliche!) Autos zu exportieren, will das Agrobusiness in den Mercosur-Ländern den Export von Agrargütern wie Rindfleisch in die EU ausweiten. Bereits jetzt ist die EU neben China ein Hauptabnehmer für brasilianisches Soja und Rindfleisch. Der Vormarsch des Agrobusiness und die Expansion von Sojaplantagen und Rinderherden sind wesentliche Treiber für die Regenwaldvernichtung. Das umstrittene Handelsabkommen EU-Mercosur würde diese bereits jetzt kritische Situation weiter verschärfen.
Angesichts dessen wenden wir uns klar gegen ein Handelsabkommen, das allein den großen Agrar- und Autokonzernen nutzt, nicht aber Mensch und Umwelt! Weitere Infos hier!

Eine weitere öffentliche Veranstaltung mit unseren beiden Gästen aus Brasilien findet am 26.09. um 19:00 statt:
Brasilien: Menschenrechte unter Druck – Amazonien in Gefahr / Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft berichten

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Und noch ein Veranstaltungshinweis für das Klimacamp:
Der Blick hinter die Kartoffel, Workshop am Dienstag, 24.09. von 14-16 Uhr
Auch als Referentin zu Gast beim we4future Camp ist die peruanische Klimaaktivistin Amanda Luna Tacunan aus der indigenen Gemeinde Huánuco. Sie ist internationale Koordinatorin eines Indigenenrates im Amazonasgebiet von Peru und wird Einblicke in die Situation indigener Familien in der Anden/Amazonas-Region geben, deren Lebensgrundlage vom Kartoffelanbau abhängt. Die globale Erderwärmung führt hier durch ein deutlich verändertes Mikroklima zur Verringerung der Kartoffelernte und die Gletscherschmelze gefährdet die Wasserversorgung eines Großteils der indigenen Bevölkerung.
In dem interaktiven Workshop werden die lokalen Klimaveränderungen mit Menschenrechtsfragen in Verbindung gebracht und gemeinsam nach Lösungsansätzen gesucht.

 

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