Schlagwort "Brasilien" (310)

03.11.2025
Klima/Biodiversität
Policy paper
Thomas Fatheuer

DAS PARISER KLIMAABKOMMEN UND DIE ZUKUNFT DES CO2 HANDELS

Artikel 6 und die Konsequenzen

Das Ziel der Klimapolitik ist in erster Linie die radikale Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen. Von Leugnern des menschengemachten Klimawandels abgesehen, wird dieses Ziel von niemandem in Frage gestellt. Durch die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ist ein globaler Prozess eingeleitet worden, der eine tiefgreifende Transformation des globalen Energiesystems anvisiert. Nichts weniger als der Abschied vom fossilen Zeitalter soll umgesetzt werden. Aber trotz dieses allgemeinen Konsenses fehlt es nicht an Kontroversen. Auf welchen Wegen dieses Ziel erreicht werden soll und wie schnell, wie viele Restemissionen „wir“ uns leisten können oder welche Rolle die Natur etwa über großangelegte Baumpflanzungsprojekte für den Klimaschutz spielt (die sogenannten Nature based Solutions), all das ist umstritten. Aber der größte Konflikt liegt in der Frage der Gerechtigkeit, denn der Klimawandel betrifft nicht alle Menschen gleich, sondern ist von globalen sozialen Ungleichheiten strukturiert. Der globale Norden hat in den letzten 200 Jahren die meisten CO2-Emissionen verursacht. Gleichzeitig ist der globale Süden überproportional stark von den Auswirkungen des bereits einsetzenden Klimawandels betroffen. Diese ungleichen Verantwortlichkeiten für den Klimawandel versucht der UN-Prozess durch das Prinzip der „Gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortung“ (Common But Differentiated Responsibilities – CBDR) zu adressieren. Aber der Weg vom allgemeinen Konzept zu konkreten Handlungen ist auch hier konfliktreich.

In der vorliegenden Publikation wird der Fokus auf den globalen Emissionshandel gesetzt, der in den kommenden Jahren etabliert werden soll.

Fr, 31.10.2025Sa, 01.11.2025
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Veranstaltung

[Reimagining Ecological Landscapes]

31.10 and 1.11 | SPORE, Berlin]

[Ökologische Landschaften neu denken | 31.10. und 1.11. | SPORE, Berlin]
In einer Zeit tiefgreifender ökologischer, sozialer, rechtlicher und ethischer Krisen stellt sich die Frage, wie wir beginnen können, das scheinbar Unwiederbringliche wiederherzustellen – die durch Rohstoffabbau und Umweltzerstörung verursachten Schäden.
Wie können wir den vielfältigen Sprachen des Bodens zuhören und neue Landschaften kultivieren, um auf andere Weise zusammenzuleben?
Dieses zweitägige Treffen bringt Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen aus Brasilien und Berlin zusammen, um über die anhaltenden Folgen der Bergbaukatastrophen in Minas Gerais und die andauernden sozio-territorialen Konflikte in Maranhão nachzudenken. Gemeinsam werden wir uns mit Fragen der Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und der Vorstellung einer transformativen ökologischen und sozialen Zukunft auseinandersetzen.

Fr, 24.10.2025So, 26.10.2025
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Tagung

RTB 2025: Globale Umbrüche – Lokale Kämpfe: Neue Allianzen für Klimagerechtigkeit

Neue Allianzen für Klimagerechtigkeit
Im November richtet sich der globale Blick auf die COP30 in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet: Bei der Klimakonferenz geht es um Waldschutz und Klimafinanzierung. Zentrale Akteur*innen sind hier indigene und traditionelle Gemeinschaften. Sie gehören in Belém mit an den Tisch.

20.10.2025
Klima/Biodiversität
Dossier

LETZTE AUSFAHRT BELÉM?

Die COP30 in Amazonien als klimapolitischer Scheideweg

// GOOD COP, BAD COP?
Die Faktenlage war noch nie so eindeutig: Die zivilisatorische Krise mit ihren Auswirkungen auf Klima und Natur zerstört die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten. Historisch und bis heute maßgeblich dafür verantwortlich sind die Industrien des Globalen Nordens mit ihrem immensen Verbrauch an Rohstoffen. Extraktiviert wird im Globalen Süden, wo die Ausbeutung der Natur einher geht mit der Zerstörung von Ökosystemen wie den tropischen Regenwäldern, die essenziell für das Gleichgewicht des Planeten sind, und Unternehmen erhebliche Menschenrechtsverletzungen begehen.
Die COP30 in Belém ist mit Erwartungen aufgeladen. Vielen gilt sie als letzte Chance, die globale Klimapolitik zu retten.

Fr, 10.10.2025Mo, 15.12.2025
Ausstellung, Globales Lernen
Ausstellung

Amazonien – der größte Regenwald der Erde und wir

Open-Air-Ausstellung von Oktober bis Dezember auf dem Alice-Salomon-Platz in Berlin Marzahn-Hellersdorf

Die Open-Air-Ausstellung „Amazonien – der größte Regenwald der Erde und wir“ wird von der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) von Anfang Oktober bis Mitte Dezember 2025 auf dem Alice-Salomon-Platz in Berlin Marzahn-Hellersdorf präsentiert.
Wann: 10. Oktober 2025 – 15. Dezember 2025
Wo: Alice-Salomon-Platz, 12627 Berlin Marzahn-Hellersdorf. Vor dem Gebäude der Alice-Salomon Hochschule.

Mo, 22.09.2025 / 18:00 – 21:00
Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Klimapolitik auf Kosten der Rechte indigener Völker

Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30

22.09.2025 – Klimapolitik auf Kosten der Rechte Indigener Völker
Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30
Marktbasierte Ansätze für den wald- und landbasierten Klimaschutz im Globalen Süden sollen die Quadratur des Kreises ermöglichen: Günstiger Klimaschutz für die Hauptverursacher der Klimakrise, Investitionen und Entwicklung im Globalen Süden. Nebenbei sollen sie die Klimafinanzierungslücke schließen. Mit dem EU-Klimaziel für 2040 wird sich aller Voraussicht nach auch Deutschland künftig dieser Instrumente bedienen. Die Risiken für Klima, Natur und Menschenrechte sind hoch – auch für das Amazonasgebiet und dessen Bewohner*innen, wo die diesjährige Weltklimakonferenz (COP30 in Belém, Brasilien) stattfinden wird.

Mo., 21.07.2025
Klima/Biodiversität
Beitrag

Um 1 Uhr 53 steht es 267:116 – Umweltflexibilisierungsgesetz in Brasilien verabschiedet

Das am 17.07.2025 im brasilianischen Abgeordnetenhaus verabschiedete Umweltflexibilisierungsgesetz 2159 untergräbt die Rechtsstaatlichkeit in Brasilien. Über 20 Jahre wurde in den zwei Kammern des brasilianischen Nationalkongresses darum gestritten, – nun wurde das „Generalgesetz zur Umweltlizenzierung“ 2159/21 – auch als „Gesetzesprojekt der Verwüstung tituliert – am frühen Morgen um 1 Uhr 53 mit 267:116 Stimmen im Abgeordentenhaus … weiterlesen

Mo., 14.07.2025
Klima/Biodiversität
Beitrag

Auf dem Weg zur COP 30 – Letzter Stopp Bonn

1. Von Bonn nach Belém – ein holpriger Start Wie jedes Jahr fand im Juni im Bonn eine Klimakonferenz (offizieller Name: June Climate Meetings – SB62) statt, die als technische Vorbereitung für die eigentlichen COPs gilt. Sie ist der entscheidende Zwischenschritt zur COP30, so dass nach Bonn die Ausgangssituation für die anstehende Klimakonferenz in Belém … weiterlesen

Do, 10.07.2025Fr, 11.07.2025
Bergbau, Rohstoffe
Veranstaltung

Crashkurs Rohstoffwende Juli 2025 in Berlin

Im diesjährigen Crashkurs Rohstoffwende legen wir unseren Schwerpunkt auf Aluminium. Das Leichtmetall ist zentral für Zukunftstechnologien wie Elektromobilität und erneuerbare Energien – doch seine Herstellung zählt zu den rohstoff- und energieintensivsten weltweit. Der Abbau von Bauxit, dem Erz zur Aluminiumgewinnung, führt in Ländern wie Guinea und Brasilien zu massiven Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen.

Mi, 02.07.2025 / 9:00 – 16:30
Heinrich-Böll-Stiftung
Handel, Klima/Biodiversität
Workshop

Die Kontroverse um den CO2-Handel

Zivilgesellschaftlicher Austausch- und Strategieworkshop im Vorfeld der COP30 in Belém

Zivilgesellschaftlicher Austausch- und Strategieworkshop
im Vorfeld der COP30 in Belém

Datum/Zeit: Mittwoch, 02.07.2025, 09:00 -16:30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Der internationale CO2-Handel unter dem Pariser Klima-Abkommen wurde bei der COP29 in Baku, Aserbaidschan, finalisiert und auf den Weg gebracht.
Auch die neue Bundesregierung möchte ihn nutzen, um einen Teil der Klimaschutzziele über das Instrument zu erreichen. Die Risiken für Klima, Natur und Menschenrechte sind hoch – auch für das Amazonasgebiet und dessen Bewohner*innen, wo die kommende Weltklimakonferenz (COP30 in Belém, Brasilien) stattfinden wird.
Mit diesem Workshop öffnen wir eine Plattform für Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, um sich über ihre Perspektiven und politischen Strategien zum (landbasierten) Emissionshandel auszutauschen.