Schlagwort "Brasilien" (317)

10.12.2025
Klima/Biodiversität
Policy paper
Thomas Fatheuer

Kurze Bilanz der COP30: Ein grandioser Flop – oder doch nicht?

„FDCL-Briefing 4“ zur brasilianischen Umwelt- und Klimapolitik

Der Tenor der Auswertungen der COP30 ist recht eindeutig. Wichtige Fortschritte wurden nicht erreicht, ein deutliches Signal für den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern scheiterte. In dieser Hinsicht war die COP ein Desaster. Aber dann erheben sich immer wieder die relativierenden Stimmen, die in der Weiterführung des Prozesses selbst schon einen Erfolg sehen. Die COP30 ist aus dieser Sicht heraus ein wichtiges Lebenszeichen für das Weiterleben des gefährdeten Multilateralismus. Und auf der Habenseite sei zu verbuchen, dass Indikatoren für
das Monitoring von Klimaanpassung verabschiedet wurden und die Finanzierungsversprechen etwas erhöht wurden.
Aber vielleicht hilft ein anderer Blick auf die (Nicht-)Ergebnisse der COP weiter. Die Frage, Scheitern oder wenigstens etwas Wasser im Glas, führt in die Irre. Die butterweichen Beschlüsse
der COP sind das logische Ergebnis der Struktur der COPs – nämlich des Postulats der Einstimmigkeit.

24.11.2025
Bergbau, Klima/Biodiversität
Studien
Constantin Bittner / Powershift e.V.

Erz gesucht - Amazonas verloren

Warum Klimapolitik und Rohstoffwende zusammenhängen

Der Abbau metallischer Rohstoffe im brasilianischen Amazonasgebiet steht exemplarisch für die Widersprüche globaler Klimapolitik. Das Hintergrundpapier „Erz gesucht – Amazonas verloren“ beleuchtet die damit zusammenhängenden Problemlagen sowie die Verantwortung Deutschlands und Europas.

Mi, 19.11.2025 / 18:00 – 21:00
Aquarium
Landwirtschaft
Film + Gespräch

Por la Tierra - Im Namen der Erde

Wer ernährt die Welt und zu welchem Preis?
Südamerikanische Länder gehören zu den zehn größten Sojaproduzenten weltweit, doch diese massive Produktion geht zu Lasten der Rechte der Menschen und der Umwelt. Der Dokumentarfilm „Por la Tierra – Im Namen der Erde” zeigt, wie das agroindustrielle Modell Gesundheit, Ernährung, Land und Umwelt in Argentinien, Brasilien, Bolivien und Paraguay gefährdet.

Mo., 17.11.2025
Menschenrechte
Beitrag

Munduruku-Protest zeigt Wirkung: Regierung sagt freie, vorherige und informierte Konsultation aller von Großprojekten betroffenen Indigenen Völkern der Tapajós-Region zu

Protest der Munduruku richtete sich u.a. gegen Großprojekte wie das Wasserstraßenprojekt am Tapajós, gegen die geplante Eisenbahnlinie Ferrogrão sowie für Fortsetzung der noch immer ausstehenden Demarkationen. Die nun von Brasília zugesagte Konsultation muss dem seit 2016 behördlich hinterlegten Konsultationsprotokoll, das die Munduruku selbst erstellt haben, rechtlich bindend folgen. 17.11.2025 | von Christian.russau@fdcl.org Zwei Tage nach … weiterlesen

Sa, 15.11.2025 / 16:00 – 18:00
Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Inside COP30 - Neue Allianzen für eine gerechte Klimapolitik auf der COP in Belém

Ort: Online und im Berlin Global Village, Raum: „Patrice Lumumba Galerie“, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Zeit: Samstag 15. November 2025, 16:00- 18.00 Uhr Podium und Online-Veranstaltung mit Live-Zuschaltung zur COP30 in Belém. Eine konsekutive Übersetzung ins Deutsche findet statt. Eintritt ist frei. Kündigt sich auf der COP30 in Belém ein Wendepunkt in der Klimapolitik … weiterlesen

Di., 11.11.2025
Klima/Biodiversität
Beitrag

Die COP30 in Belém beginnt – Impressionen vom Ort des Geschehens

Belém, 11.11.2025 Gestern erfolgte der Start der COP30. Der Autor dieses Textes ist seit dem 21.10 vor Ort. Hier nun kurze Impressionen vom Ort des Geschehens. Ein ausführlicher Bericht folgt nach Ende der Weltklimakonferenz. Bei der Ankunft werden letzte Zweifel ausgeräumt: Belém ist im COP Fieber – und Konzerne prägen das öffentliche Bild. Die Ankommenden … weiterlesen

Fr., 07.11.2025
Menschenrechte
Beitrag

Ein lang geforderter Meilenstein für den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern in Brasilien

Regierung Lula veröffentlicht das Dekret Nr. 12.710 für den neuen bundesweiten Plan zum Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern in Brasilien. Von Christian Russau Am gestrigen Donnerstag, den 6. November, wurde im brasilianischen Amtsblatt Diário Oficial da União das von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva unterzeichnete Dekret Nr. 12.710 veröffentlicht, mittels dessen der Nationale Plan … weiterlesen

03.11.2025
Klima/Biodiversität
Policy paper
Thomas Fatheuer

DAS PARISER KLIMAABKOMMEN UND DIE ZUKUNFT DES CO2 HANDELS

Artikel 6 und die Konsequenzen

Das Ziel der Klimapolitik ist in erster Linie die radikale Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen. Von Leugnern des menschengemachten Klimawandels abgesehen, wird dieses Ziel von niemandem in Frage gestellt. Durch die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) ist ein globaler Prozess eingeleitet worden, der eine tiefgreifende Transformation des globalen Energiesystems anvisiert. Nichts weniger als der Abschied vom fossilen Zeitalter soll umgesetzt werden. Aber trotz dieses allgemeinen Konsenses fehlt es nicht an Kontroversen. Auf welchen Wegen dieses Ziel erreicht werden soll und wie schnell, wie viele Restemissionen „wir“ uns leisten können oder welche Rolle die Natur etwa über großangelegte Baumpflanzungsprojekte für den Klimaschutz spielt (die sogenannten Nature based Solutions), all das ist umstritten. Aber der größte Konflikt liegt in der Frage der Gerechtigkeit, denn der Klimawandel betrifft nicht alle Menschen gleich, sondern ist von globalen sozialen Ungleichheiten strukturiert. Der globale Norden hat in den letzten 200 Jahren die meisten CO2-Emissionen verursacht. Gleichzeitig ist der globale Süden überproportional stark von den Auswirkungen des bereits einsetzenden Klimawandels betroffen. Diese ungleichen Verantwortlichkeiten für den Klimawandel versucht der UN-Prozess durch das Prinzip der „Gemeinsamen aber unterschiedlichen Verantwortung“ (Common But Differentiated Responsibilities – CBDR) zu adressieren. Aber der Weg vom allgemeinen Konzept zu konkreten Handlungen ist auch hier konfliktreich.

In der vorliegenden Publikation wird der Fokus auf den globalen Emissionshandel gesetzt, der in den kommenden Jahren etabliert werden soll.

Fr, 31.10.2025Sa, 01.11.2025
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Veranstaltung

[Reimagining Ecological Landscapes]

31.10 and 1.11 | SPORE, Berlin]

[Ökologische Landschaften neu denken | 31.10. und 1.11. | SPORE, Berlin]
In einer Zeit tiefgreifender ökologischer, sozialer, rechtlicher und ethischer Krisen stellt sich die Frage, wie wir beginnen können, das scheinbar Unwiederbringliche wiederherzustellen – die durch Rohstoffabbau und Umweltzerstörung verursachten Schäden.
Wie können wir den vielfältigen Sprachen des Bodens zuhören und neue Landschaften kultivieren, um auf andere Weise zusammenzuleben?
Dieses zweitägige Treffen bringt Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen aus Brasilien und Berlin zusammen, um über die anhaltenden Folgen der Bergbaukatastrophen in Minas Gerais und die andauernden sozio-territorialen Konflikte in Maranhão nachzudenken. Gemeinsam werden wir uns mit Fragen der Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und der Vorstellung einer transformativen ökologischen und sozialen Zukunft auseinandersetzen.

Fr, 24.10.2025So, 26.10.2025
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Tagung

RTB 2025: Globale Umbrüche – Lokale Kämpfe: Neue Allianzen für Klimagerechtigkeit

Neue Allianzen für Klimagerechtigkeit
Im November richtet sich der globale Blick auf die COP30 in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet: Bei der Klimakonferenz geht es um Waldschutz und Klimafinanzierung. Zentrale Akteur*innen sind hier indigene und traditionelle Gemeinschaften. Sie gehören in Belém mit an den Tisch.