Film + Gespräch

La Buena Vida - Das gute Leben

Filmvorführung und anschließend Gespräch

Für Teile der indigenen Bevölkerung Kolumbiens ist der Kampf gegen den Steinkohleabbau in der multinationalen Mine El-Cerrejón ein direkter Kampf um ihre Lebensgrundlage. Seit 1980 die Abbauarbeiten begannen, frisst sich der Energiehunger der Industriestaaten in die Landschaft des südamerikanischen Staates. Der Preis für die Energieversorgung des globalen Nordens wird – von vielen ungesehen – durch einen rücksichtslosen Raubbau an Mensch und Natur in Kolumbien bezahlt. Die widerständigen Verhandlungen einer Dorfgemeinschaft mit dem weltweit größten Steinkohletagebau El-Cerrejón dokumentiert der aktuelle Film ‚La Buena Vida – Das gute Leben’.

Anschließend Gespräch mit Catalina Caro Galvis (CENSAT – Agua Viva) und Samuel Arregoces (Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinde Tabaco).

Samuel Arregoces ist Sprecher der afrokolumbianischen Gemeinde Tabaco im Bundesstaat Guajira. Die Gemeinde wurde im Jahr 2001 auf Drängen der Kohleindustrie durch staatliche Sicherheitskräfte brutal geräumt. Samuel Arregoces engagiert sich für die Rechte seiner Gemeinde und darüber hinaus auch für andere vom Bergbau betroffene Gemeinden in der ganzen Region.

Catalina Caro Galvis ist Bergbaureferentin der Umweltorganisation CENSAT – Agua Viva (Friends of the Earth Kolumbien). Neben ihrer Tätigkeit als Universitätsdozentin begleitet die studierte Anthropologin und Geografin verschiedene kolumbianische Gemeinden in ihren Anti-Kohle-Aktivitäten, z.B. in Form von Kampagnen, Untersuchungen zu den Auswirkungen des Bergbaus und juristischer Beratung.

Das Treffen ist Teil der dreiwöchigen Rundreise „Paremos La Mina! – Besser Leben ohne Kohle“. auf Einladung der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO, www.buko.info) und unterstützt von 20 Organisationen bundesweit. Mehr Informationen und Termine zur gesamten Rundreise unter: www.besser-leben-ohne-kohle.info
Mit Unterstützung von lingua*trans*fair.

Veranstalter

  • Kolumbienkampagne