Archiv Veranstaltungen: Menschenrechte 2021

 

August 2021

Sa, 07.08.2021 / 11:00 – 13:00
Globales Lernen, Menschenrechte
Veranstaltung

CONECTANDO - Auf den Spuren Lateinamerikas in Berlin

Stadtspaziergang

Warum hatten deutsche Kaufleute im 16. Jahrhundert eine Kolonie im heutigen Venezuela? Wieso sind im 19. Jahrhundert so viele Deutsche nach Chile ausgewandert und was hat das mit der Vertreibung der indigenen Mapuche von ihrem traditionellen Land zu tun? Welche Rolle spielen Unternehmen in Lateinamerika, deren Produkte wir in der Mitte Berlins überall kaufen können? Werden staatliche Akteure ihrer menschenrechtlichen Verantwortung gerecht?

Es gibt viele historische und aktuelle Verbindungen zwischen Deutschland und Lateinamerika, die sich an vielen Ecken in Berlin widerspiegeln.

 

Juni 2021

Fr, 11.06.2021 / 16:00
Extraktivismus, Menschenrechte
Veranstaltung

Wasserkraft – eine saubere Alternative zu Atomkraft und Co.?

Online-Diskussion am Beispiel von Honduras

Bei der Debatte um alternative Energiegewinnung wird Wasserkraft als eine saubere, erneuerbare und zuverlässige Energiequelle gepriesen. Doch weltweit sorgen große Staudammprojekte immer wieder für negative Schlagzeilen: Umweltverschmutzung, Vertreibung lokaler Bevölkerung und Menschenrechtsverletzungen sind häufig Folgen von Wasserkraft. Aber auch kleinere Wasserkraftwerke stehen aus denselben Gründen oft in der Kritik. Da für kleinere Projekte oft weniger strenge gesetzliche Vorschriften existieren, können unter Umständen die sozialen und ökologischen Auswirkungen schlimmer sein.

 

Mai 2021

Di, 25.05.2021 / 19:00
Menschenrechte
Veranstaltung

Die Revolte in Chile und der Weg zu einer neuen Verfassung

Gelingt die Abkehr vom Erbe der Diktatur und vom neoliberalen Modell?

Voraussichtlich am 15./16. Mai 2021 wählen die Chilen*innen die 155 Mitglieder des Verfassungskonvents. Diese haben danach bis zu ein Jahr Zeit, um eine neue Verfassung für Chile auszuarbeiten. Die ursprünglich für den 11. April angesetzte Wahl wurde pandemiebedingt verschoben. Daher haben wir uns entschieden, unsere Veranstaltung auch zu verschieben. Über den Ausgang und die Perspektiven sprechen mit den Kandidatinnen Karina Nohales (Coordinadora 8M) und Natividad Llanquileo (Mapuche-Sprecherin) sowie Sophia Boddenberg (freie Journalistin).

Mo, 17.05.2021 / 19:00 – 20:30
Español, Extraktivismus, Menschenrechte
Veranstaltung

Lithium aus Lateinamerika

Hoffnung für die „Green Economy“ und Bedrohung für lokale Gemeinden?

Lithium ist der Schlüsselrohstoff für die Herstellung von leistungsfähigen Batterien für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Schätzungen zufolge wird sich der Lithium-Abbau bis 2025 verdreifachen. Bolivien und Chile verfügen über wichtige Lithiumvorkommen. Dort führt die steigende Nachfrage zu Problemen für die Menschen in den Abbaugebieten.

Fr, 07.05.2021 / 18:00 – 20:00
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Zentralamerika: Korruption und eskalierende multiple Krisen

Auftaktveranstaltung zur Tagung des Runden Tisch Zentralamerika

Laut des Corruption Perception Index von Transparency International hat die Korruption in allen Ländern der Region im letzten Jahr zugenommen. Politische und wirtschaftliche Machtgruppen nutzen die Staatskassen und politischen Ämter, um sich persönlich zu bereichern und ihre Macht auszubauen. Ihr oft illegales Verhalten bleibt in den meisten Fällen straffrei. Durch die Beendigung der Sondermechanismen gegen Korruption und Straflosigkeit sowohl in Honduras als auch in Guatemala, geht die Eindämmung der Straflosigkeit nur noch schleppend voran.

 

April 2021

Di, 13.04.2021 / 18:00 – 20:00
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Wird der Landraub digital? // Grilagem Digital?

Das Umweltkataster CAR in Amazonien: Hoffnungen und Kontroversen // O cadastro ambiental rural CAR na Amazônia: esperanças e controversas

Die Bioökonomie hat einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel weg von einer fossilen hin zu einer Biomasse-basierten Ökonomie zum Ziel. Unklar ist jedoch, wie verhindert werden soll, dass ein wachsender Biomasse-Verbrauch die ungleiche globale Übernutzung landwirtschaftlicher Flächen, Wälder und Süßwasser verschärft. Entsprechend gewinnen in der Debatte um eine nachhaltige Bioökonomie zunehmend Monitoring- Ansätze an Bedeutung, die über Raumplanungsinstrumente den Schutz von biodiversitätsreichen Gebieten und Landrechte kleinbäuerlicher Gruppen sicherstellen sollen.

 

März 2021

Do, 25.03.2021 / 18:00 – 20:00
Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Aus Recht wird Unrecht! Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen in Zentralamerika

Online-Diskussion zur neu erschienenen Publikation von Mitgliedsorganisationen des Runden Tisches Zentralamerika

Seit Jahren nimmt die Einschränkung von zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräumen in Zentralamerika zu, begleitet von gezielten Attacken auf Menschenrechtsverteidiger*innen.
Haft im Hochsicherheitsgefängnis wegen Beteiligung an Demonstrationen, jahrelange Untersuchungshaft ohne Aussicht auf faire Verfahren, verbotene Menschenrechtsorganisationen, Verfolgung von friedlichem Protest – das sind nur einige Facetten der drastisch zunehmenden Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen.

 

Februar 2021

Mo, 22.02.2021 / 19:00 – 20:30
Español, Menschenrechte
Veranstaltung

"Chile despertó – Chile ist aufgewacht"

Online Veranstaltung zur Protestbewegung und zum verfassunggebenden Prozess in Chile

Seit Oktober 2019 erlebt Chile eine soziale Revolte. Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen wurden zu Massenprotesten gegen die soziale Ungleichheit im Land. Die repressive, militarisierte Antwort der Regierung gegen Demonstrant*innen fachte die Auseinandersetzungen noch mehr an. Doch mit dem Ausbruch der Corona-Krise sind die Demonstrationen erschwert, aber an der sozialen Ungleichheit im Land hat sich nichts verändert. Trotz der Pandemie fand im Oktober 2020 ein Referendum statt, in dem 78% dafür stimmten, dass Chile eine neue Verfassung bekommen soll. Diese soll nun geschrieben werden und dann die alte Verfassung aus der Zeit der Diktatur ablösen. Führt die Corona-Pandemie dazu, dass die Proteste unter den Quarantäne-Maßnahmen einschlafen? Oder werden sie vielmehr noch befeuert, weil die Pandemie gerade die Missstände bis ins Bodenlose verschärft gegen die die Regierung nichts unternahm?

Di, 16.02.2021 / 19:00 – 20:30
Menschenrechte
Veranstaltung

Revolte in Chile - Aufbruch im Musterland des Neoliberalismus

Online-Buchpräsentation und Diskussion mit Sophia Boddenberg

Seit Oktober 2019 haben Millionen Chilen*innen immer wieder für eine gerechtere Gesellschaft protestiert. Die Protestbewegung des „Chile despertó“ („Chile ist aufgewacht“) hat enorme Kraft entwickelt und die Forderung nach einer neuen Verfassung auf die Tagesordnung der chilenischen Politik gesetzt. 

Di, 16.02.2021 / 18:00 – 20:00
Handel, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Abschluss der Veranstaltungsreihe „Brasilien im multiplen Krisenmodus“/ Encerramento do ciclo de debates „O Brasil em meio a múltiplas crises“

Ausblick: der Wiederaufbau unserer gemeinsamen Zukunft

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe wollen wir gemeinsam in die Zukunft Brasiliens schauen. Was steht in den nächsten Jahren an, politisch, sozial, ökonomisch, kulturell, in Bezug auf die Umwelt? Welche Veränderungen, welche politischen Allianzen brauchen wir, um Brasilien aus den multiplen Krisen kurz- und langfristig zu verhelfen? Wer sind die Hauptakteure dieser Veränderungen in Richtung einer demokratischen, fairen und ökologischen Zukunft?

Di, 02.02.2021Di, 09.02.2021
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Berliner Brasiliendialog 20/21 / Ciclo de debates: Diálogos Brasil-Berlim 20/21

Brasilien im multiplen Krisenmodus / O Brasil em meio a múltiplas crises

Berliner Brasiliendialoge 20/21 – Brasilien im multiplen Krisenmodus
Brasilien durchläuft aktuell mehrere, simultane Krisen: Politisch setzt der Zuwachs des Rechtsextremismus die demokratischen Institutionen sowie das demokratische Miteinander immer mehr unter Druck. Wirtschaftlich verfestigt sich die seit 2015 anhaltende Stagnation durch die politische Verharmlosung der Pandemie und die daraus folgende unkontrollierte Verbreitung des Coronavirus. Ökologisch führen bewusste Lockerungen von Umweltauflagen und eine gezielte Schwächung der Umweltschutzinstitutionen zu einer beispiellosen ökologischen Krise. Diese multiplen Krisen bedingen und vertiefen sich wechselseitig, während das Land immer tiefer in eine beinahe dystopische Sackgasse geführt wird.

Mehr denn je ist eine wissenschaftliche Analyse und Aufklärung der internationalen Öffentlichkeit zu den multiplen Krisen Brasiliens eine Notwendigkeit in der Forschung, der wissenschaftlichen und bildungspolitischen Arbeit sowie der deutschen Außen- und Entwicklungspolitik zu Lateinamerika. Der Bedarf an Analyse, Aufklärung und öffentlicher Aufmerksamkeit begründet das Projekt einer Veranstaltungsreihe in Deutschland zu Brasilien, in der sich Wissenschaftler*innen, Publizist*innen, Politiker*innen, Künstler*innen, Student*innen und Aktivist*innen aus Brasilien und Deutschland frei austauschen und voneinander lernen können.