Mi, 20.05.2020
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Wer profitiert künftig von der biologischen Vielfalt?

[Berlin, 20. Mai 2020]  Zum internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai weist das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL) auf neue Formen von Biopiraterie hin, also der Aneignung der biologischen Vielfalt / genetischer Ressourcen aus dem globalen Süden durch Konzerne aus den OECD-Staaten.

Das sogenannte „Nagoya-Protokoll“ der UN-Konvention über biologische Vielfalt (CBD) regelt zwar seit 2014, dass Länder, deren genetische Ressourcen genutzt werden, an den Vorteilen und Einnahmen angemessen beteiligt werden, die aus der Nutzung dieser Ressourcen und des dazugehörigen Wissens erwachsen. Doch das Protokoll kann mittels des ungehinderten Transfers von Digitaler Sequenz-Information (DSI) über genetische Ressourcen immer leichter umgangen werden.

Mi, 22.04.2020
Bildungsmaterial, Globales Lernen, Klima/Biodiversität
Beitrag

Mitarbeitende auf Honorarbasis gesucht

Im Rahmen eines aktuellen Projektes zum Thema Schutz der Biodiversität erarbeiten wir ein Bildungsmaterial mit digitalen Medien, bei dem Projekte und Initiativen aus Deutschland und Lateinamerika vorgestellt werden, die auf unterschiedliche Weise zum Erhalt der Biodiversität beitragen. Dafür suchen wir ab sofort bis Oktober 2020: 2 Personen auf Honorarbasis Die Aufgaben umfassen: – Konzeption der … weiterlesen

20.04.2020
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft
Studien
Andreas Riekeberg

Kaperbriefe für Biopiraterie 2.0

Worauf zielen die Studien über Digitale Sequenz-Information (DSI) im Vorfeld der 15. Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitätskonvention?

Kaperbriefe bezeichnen Schriftstücke, mittels derer die Beutezüge von Piraten legalisiert werden, bei denen sie sich Werte angeeignet haben. So wie „Biopiraterie“ ein polemischer Begriff für die Aneignung genetischer Ressourcen des globalen Südens durch Konzerne des globalen Nordens geworden ist, setzen sich Schriftstücke, die derartige Aneignungen legalisieren, dem Verdacht aus, ein modernes Äquivalent zu den Kaperbriefen der Piratenzeit zu sein.

Bei den klassischen Form von Biopiraterie wurden genetische Ressourcen des Südens in materieller Form gesammelt und ihre traditionelle Verwendung analysiert, um neue Produkte in der Pflanzenzüchtung, der pharmazeutischen, kosmetischen oder der chemischen Industrie zu entwickeln und sich auf diese Produkte geistige Eigentumsrechte zu sichern.

Seit etwa 2015 werden die Möglichkeiten der synthetischen Biologie, digitale Informationen über genetische Ressourcen nutzen zu können, immer umfassender.

Sa, 11.04.2020
Menschenrechte, Uncategorized
Beitrag

Statement in Solidarity With Amazonian Indigenous Peoples Facing the Novel Coronavirus

In solidarity with indigenous organizations, federations and nationalities at the Amazon regional level coordinated by COICA and its members AIDESEP, APA, CIDOB, COIAB, CONFENIAE, FOAG, OPIAC, OIS, and ORPIA; at the national level including APIB, CONAIE, ONIC, as well as other organizations, federations and communities1, who have expressed deep concern about the impending threat of … weiterlesen

Do, 02.04.2020
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Bündnis fordert: Bundesregierung muss Lebensmittelversorgung und Landwirtschaft global krisenfester machen

54 Organisationen stellen Zwölf-Monats-Bilanzpapier zu Agrarökologie vor

[Berlin/Hamm, 2. April 2020] – Die Corona-Pandemie, klimabedingte Wetterextreme und das Artensterben zeigen, wie krisenanfällig das auf den Weltmarkt orientierte Ernährungs- und Agrarsystem derzeit ist. Das stellt ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 54 Organisationen anlässlich der Veröffentlichung eines Bilanzpapiers der vergangenen zwölf Monate zur Stärkung der Agrarökologie seitens der Bundesregierung fest. Das Bündnis begrüßt darin erste positive Schritte des Bundestags und des Bundesentwicklungsministeriums für die Agrarökologie. Zugleich kritisieren die Organisationen aber die fehlende grundlegende Neuorientierung in der Agrar-, Klima- und Bioökonomiepolitik. Das Bündnis fordert mehr Politikkohärenz und eine stärkere Berücksichtigung von Agrarökologie bei der Umsetzung der Agenda 2030.

Mo, 23.03.2020
Konzernkritik
Pressemitteilung

Corona-Krise: Dachverband und Mitgliedsorganisationen warnen vor Beschneidungen von Aktionärsrechten

Verschiebung von Hauptversammlungen angesichts der Pandemie sinnvoll
Sonderregeln dürfen zentrale Aktionärsrechte nicht aushebeln
Virtuelle Hauptversammlungen ohne Fragerecht gehen zu weit

Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre und seine Mitgliedsorganisationen begrüßen die Entscheidung vieler Unternehmen, die Hauptversammlungen wegen der Corona-Krise zu verschieben. Auch sorgfältig abgewogene Sonderregelungen für die Zeit der Krise sind vorstellbar. Die laut Medienberichten für heute geplante Eiländerung des Aktiengesetzes, nach der auch virtuelle Hauptversammlungen ohne Präsenzpflicht und richtige Aussprache möglich werden sollen, geht aber zu weit. Die Pandemie darf nicht als Vorwand dienen, Aktionärsrechte mehr als notwendig einzuschränken.

Do, 20.02.2020
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Beitrag

29 deutsche Organisationen fordern globales Gene Drive Moratorium

In einem gemeinsamen offenen Brief, der am 19.02.2020 an die Ministerinnen Karliczek, Klöckner und Schulze versendet wurde, forderte ein Bündnis aus 29 deutschen Organisationen die Bundesregierung dazu auf, sich bei anstehenden internationalen Verhandlungen für ein globales Gene Drive Moratorium auszusprechen. Anlass für den gemeinsamen Brief war, dass in Bezug auf die Gene Drive Technologie in … weiterlesen

Mi, 12.02.2020
Handel, Konzernkritik, Menschenrechte
Pressemitteilung

Wirtschaft und Menschenrechte: Rechtsexpert*innen legen Anforderungen an Lieferkettengesetz vor

Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von Initiative Lieferkettengesetz, CorA-Netzwerk, ECCHR, BUND

Berlin, 12.02.2020. Ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist machbar – für Unternehmen genauso wie für den Gesetzgeber. Das zeigt ein Rechtsgutachten der Initiative Lieferkettengesetz, erstellt von Rechtsexpert*innen des Bündnisses mit Unterstützung durch Rechtsanwalt Robert Grabosch. Unternehmen in Deutschland sollen mit einem solchen Gesetz dazu verpflichtet werden, Mensch und Umwelt bei ihren globalen Geschäften besser zu schützen.

Do, 30.01.2020
Uncategorized
Beitrag

Ley de Cadenas de Suministro – Antecedentes

La iniciativa de la Ley de Cadenas de Suministro es la gran alianza de una gran proporción de la sociedad civil de la cual hacen parte más de ochenta organizaciones de derechos humanos, de fomento y de medio ambiente así como de sindicatos y actores de la iglesia. La iniciativa se fundó en septiembre de … weiterlesen