Archiv Veranstaltungen: Rohstoffe 2022

 

Dezember 2022

Mo, 05.12.2022 / 18:30 – 20:00
FDCL
Bergbau, Konzernkritik, Straflosigkeit
Veranstaltung

#GuapinolResiste

Widerstand gegen Eisenerz-Bergbau in Honduras

Im Nationalpark Carlos Escaleras wird in zwei Tagebauen Eisenerz gefördert. Die Förderung findet in teils besonders schützenswerten Bereichen des Parks statt. Direkt neben der Gemeinde Guapinol wurde zudem eine Pelletieranlage für die Weiterverarbeitung errichtet. Ein eigenes Kraftwerk soll den notwendigen Strom liefern. Seit Jahren kämpfen Aktivist*innen in der Region von Tocoa im Norden von Honduras um ihr Trinkwasser und den Erhalt des Nationalparks. Die Flüsse San Pedro und Guapinol, die für die Gemeinden eine wichtige Rolle spielen, wurden verschmutzt und es droht die irreparable Zerstörung des Nationalparks und des dortigen Wasserschutzgebietes. Mit Reynaldo Dominguez, Mitglied des Gemeindekomitee in Tocoa.

 

November 2022

Do, 17.11.2022 / 19:00 – 21:00
Bergbau, Extraktivismus, Rohstoffe
Veranstaltung

Quecksilber in Amazonien

Woher es kommt, wohin es geht

Online Veranstaltung
Mercurio en la Amazonía
Die Nutzung von Quecksilber im Goldbergbau ist weltweit die Hauptursache für die Kontamination mit diesem giftigen Schwermetall. Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2015 durch den handwerklichen und kleinen Goldbergbau weltweit etwa 1220 Tonnen Quecksilber in Böden und Gewässer freigesetzt. Etwas mehr als die Hälfte (53 %) davon entfiel auf Südamerika, das damit weltweit die größte Quelle für die Freisetzung von Quecksilber aus dieser Art des Goldbergbaus in kleinem Maßstab ist [1]. Die Freisetzung von Quecksilber aus dem handwerklichen und kleinen Goldbergbau in Südamerika wird auf etwa 1220 Tonnen geschätzt.

 

Oktober 2022

Do, 13.10.2022 / 19:00
Bergbau, Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Goldabbau in Amazonien

Zwischen Legalität und Illegalität

Auch im Amazonasgebiet steigt die Zahl der von Kratern durchzogenen Landschaften. Zur Aneignung des in diesen enthaltenen Goldes werden große Mengen Sand –  teilweise an den Ufern der Flüsse des Beckens – abgetragen. Die Preisentwicklung für das wertvolle Metall ist zwar schwankend, aber signifikant hoch, um den Gewinn zu rechtfertigen.
Am 13. Oktober sprechen wir via Zoom mit vier Vertreter:innen von Nichtregierungsorganisationen aus Ecuador, Kolumbien,  Peru und Venezuela über die Situation in ihren Ländern.

 

September 2022

Di, 06.09.2022 / 18:00 – 20:00
Brot für die Welt
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte, Português
Abendveranstaltung

Brasilien: Kampf für indigene Rechte und den Erhalt des amazonischen Regenwaldes

Perspektiven und Sichtweisen sozialer Bewegungen vor den Wahlen

Gespräch mit:

Alessandra Korap Munduruku (Aktivistin, Associação Indígena do Médio Tapajós – Parirí, Brasilien)
Raione Lima (Aktivistin, Comissão Pastoral da Terra – CPT, Brasilien)
Maria de Jesus dos Santos Gomes (Aktivistin, Movimento dos Trabalhadores Sem Terra – MST, Brasilien)
Moderation: Andrea Dip (Journalistin, Agência Pública de Jornalismo Investigativo, Brasilien)

Präsidentschaftswahlen in Brasilien im Oktober

Im Oktober stehen in Brasilien richtungsentscheidende Präsidentschaftswahlen an. Derzeit liegt der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei PT in Wahlumfragen vor dem amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro. Die Referentinnen werden einen Überblick zu den Sichtweisen der sozialen Bewegungen auf die Wahlen geben und ihre Perspektiven, Hoffnungen und Befürchtungen darlegen. Welche Chancen sehen sie mit einem möglichen Sieg Lula da Silvas für Amazonien und den Tapajós, für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, welche Perspektiven für die Agrarreform und agrarökologische Alternativen?

Bolsonaros Angriff auf Amazonien und Indigene und soziale Bewegungen

„Keinen Zentimeter Landes mehr an Indigene!“, hatte Brasiliens Präsident, Jair Bolsonaro, vor seiner Wahl 2018 gesagt. Bolsonaro hat die Institutionen zum Schutz der Indigenen gezielt geschwächt und plant die Freigabe ihrer Territorien für den Bergbau.

 

Juni 2022

Do, 23.06.2022 / 19:00 – 20:30
Handel, Handelsabkommen, Landwirtschaft, Rohstoffe
Workshop

Mehr (neo)kolonialer Handel als Antwort auf den Krieg in der Ukraine?

Ein Workshop zu globalem Handel für Einsteiger*innen und Aktive

Nur wenige Tage nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine, forderten Europas größte Wirtschaftsverbände bereits, dass die Politik ihre Anstrengungen um die sogenannten „Freihandelsverträge“ intensiviert. Eine weitere Krise wird so dazu genutzt, auf die Öffnung von Märkten und die Einfuhr von Rohstoffen insbesondere aus Ländern des globalen Südens zu drängen. Folgen für das Klima, globale Ungleichheiten und Ausbeutungsstrukturen werden bewusst ignoriert, wenn es darum geht, Absatzmärkte für die europäische Industrie zu sichern.

Ein Beispiel dafür ist das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay.

Fr, 03.06.2022 / 18:00 – 21:00
Bergbau, Menschenrechte, Straflosigkeit
Veranstaltung

Transnationaler Widerstand gegen den Raubbau an der Natur

Info- und Vernetzungstreffen mit Aktivist*innen aus Lateinamerika und Deutschland auf der Anarche

Freitag, 3. Juni 2022 18-21 Uhr Treffpunkt: Rummelsburger Bucht Ob Kohletagebau in Deutschland, Abbau von Lithium in Bolivien, Eisenerzförderung in Honduras, weltweit ist der Hunger nach Rohstoffen ungestillt. Mit fatalen Folgen für Klima, Natur und die lokale Bevölkerung. Überall widersetzen sich Menschen auf unterschiedliche Weise gegen die Zerstörung der Lebensgrundlagen, doch der legitime Protest wird … weiterlesen

Do, 02.06.2022 / 19:00 – 21:00
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português, Rohstoffe
Veranstaltung

A crise ambiental e as soluções populares | Die ökologische Krise und alternative Wege

Teil der Online-Vortragsreihe mit der Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra, MST) im Wahljahr-Brasilien 2022

Teil der Online-Vortragsreihe mit der Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra, MST) im Wahljahr-Brasilien 2022

 

Mai 2022

Mi, 18.05.2022 / 18:30 – 20:30
Mehringhof - Versammlungsraum
Bergbau, EU-Kolumbien/Peru, Extraktivismus, Konzernkritik, Rohstoffe
Veranstaltung

KUPFER – EIN „GRÜNER“ ROHSTOFF?

Perus Kupferminen als Rohstofflieferanten für die Energiewende

Die moderne, globalisierte Welt ist abhängig von Kupfer. Wasserversorgung, Autos, Elektrizität, Handys oder Computer sind ohne dieses Metall undenkbar – ebenso wenig wie die Energie- und Verkehrswende. Die Nachfrage nach dem Rohstoff wächst und damit auch der Druck auf die Abbaugebiete. Auch in Peru, dem weltweit zweitgrößten Abbaugebiet für Kupfer, werden Megabergbauvorhaben mit schwerwiegenden ökologischen und sozialen Folgen durchgesetzt.