Klima/Biodiversität

Do, 25.11.2021 / 11:00 – 20:00
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Tagung

Cerrado-Tag

Der brasilianische Cerrado ist die artenreichste Savanne der Erde, er ist der Lebens- und Wirtschaftsraum von traditionellen Völkern und Gemeinschaften, die landwirtschaftliche Region in der tausende Sorten traditionellen Saatguts von seinen Bewohnern bewahrt werden und er ist Quellgebiet der meisten großen Flüsse Brasiliens.

Im Cerrado wurden aber auch in den letzten Jahrzehnten mehr als 50% der natürlichen Vegetation vernichtet, in ihm sind alle traditionellen Völker und Gemeinschaften akut oder potenziell bedroht, in ihm dehnen sich exportorientierte Monokulturen und Rinderweidewirtschaft weiterhin großflächig aus und seine Flüsse sind durch Bergbauabfälle massiv verseucht.

Allerdings ist der Cerrado in den großen internationalen Debatten kaum beachtet. Eine solche Debatte soll vom Cerrado-Tag angestoßen werden.

Di, 02.11.2021 / 18:00 – 20:00
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte
Veranstaltung

Landnahme im Regenwald

Das brasilianische Programm “Adoptiere einen Park”- Privatisierung von Schutzgebieten in Amazonien?

Die Zerstörung des größten Regenwaldes der Welt scheint unaufhaltsam voranzugehen. In Brasilien fungiert die Regierung Bolsonaro dazu noch wie ein Brandbeschleuniger. Aber der Kampf um den Erhalt des Waldes und den Lebensraum indigener Völker ist auch eine Konflikt um das Land. Landraub, Aneignung von Land ist vielfach die treibende Kraft für Entwaldung. Und es ist genau das, was die brasilianische Regierung nun mit Macht vorantreibt: die Übertragung von öffentlichem Land an private Besitzer, die damit sogar ein Recht auf Entwaldung erhalten.

Fr, 29.10.2021 / 11:00 – 13:30
Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Veranstaltung

Berlin im Klima-Bündnis: Kommunen in Partnerschaft mit den indigenen Völkern und für den Schutz der Regenwälder Amazoniens

Fachgespräch mit Vertreter*innen der Berliner Politik, Verwaltung, Kommunalpolitiker*innen, Klima-Bündnis und Berliner Aktivist*innen

Berlin ist seit 1992 formelles Mitglied im „Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V.“ und gehört damit zu den Gründungsmitgliedern des heute weltweit größten Städtenetzwerks, dem inzwischen mehr als 1.800 Städte, Gemeinden und Landkreise aus 27 europäischen Ländern beigetreten sind.

Um dem Klimawandel entgegen zu treten und mehr Klimagerechtigkeit herzustellen, haben sich die Mitglieder im Rahmen des Klima-Bündnisses gemeinsam dazu verpflichtet,

1) mit lokalen Klimaschutzaktivitäten konkrete Klimaschutzziele zu erreichen.

2) den amazonischen Regenwald zu schützen und dabei mit den indigenen Völkern Amazoniens partnerschaftlich zusammenzuarbeiten und diese zu unterstützen.

Do, 28.10.2021 / 18:00 – 20:00
Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Veranstaltung

Alarm in Amazonien

Den Regenwald schützen, die Rechte seiner Menschen stärken – Schlaglichter auf Praxisbeispiele

Entgegen der generellen Annahme, dass Wälder zur Reduktion von Kohlenstoff beitragen, ergaben zwei wissenschaftliche Studien im Jahr 2021, dass Teile Amazoniens, dem größten Regenwald und Flussgebiet der Welt, mehr Kohlenstoff in die Atmosphäre abgeben, als sie aufnehmen (Gatti et al 2021, Harris et al 2021).
Am meisten Besorgnis erregt dabei laut dem Proyecto de Monitoreo de la Amazonía Andina (Projekt zur Überwachung des Anden-Amazonas, MAAP #144), dass der brasilianische Teil sich bereits vor 20 Jahren zu einer Kohlenstoffquelle entwickelt hat und unlängst auch in Bolivien, Peru und Kolumbien neue Quellen entstanden sind.
Trotzdem trägt das Amazonasgebiet in seiner Gesamtheit nach wie vor zur Reduktion von Kohlenstoff bei. In diesem Sinne wird auch in den Studien betont, wie wichtig es ist, Schutzgebiete und Indigene Territorien effektiv zu erhalten. Diese tragen nicht nur aktiv zur Reduktion von Kohlenstoff bei, sondern beherbergen darüber hinaus auch die weltweit größte Artenvielfalt an Flora und Fauna (MAAP #141).
Außerdem ist Amazonien auch das größte Flussgebiet des Planeten. Hier fließt ein Fünftel des Süßwassers der Erde und die Region ist die Heimat von etwa 826 Indigenen sowie von Schwarzen Gemeinschaften, Bäuer:innen und Fischer:innen.
Trotz der Einzigartigkeit verblasst die Relevanz Amazoniens bei Ländern, die Anteile an dem Gebiet haben.

Mi, 27.10.2021 / 18:00 – 20:00
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Brasilien: Kampf um den amazonischen Regenwald

Amazonien im Fokus wirtschaftlicher Interessen und der globalen Klima- und Biodiversitätskrise – was muss getan werden, um den Regenwald dauerhaft zu erhalten und die Rechte seiner Bewohner*innen zu verteidigen?

Der globale Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt bedrohen die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten – weltweit werden die alarmierenden Folgewirkungen dieser Entwicklung immer deutlicher sichtbar. Um die Umsetzung der von der internationalen Staatengemeinschaft gesetzten Ziele der UN-Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) und der UN-Konvention über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity-CBD) steht es also sehr schlecht.

Es sind vor allem die Länder des Globalen Nordens, die die Klima- und Biodiversitätskrise durch ihr Konsumverhalten und ihre Lebensweise verursachen. Dies gilt letztlich auch für die zunehmende Zerstörung der tropischen Regenwälder. Der mit Abstand größte Regenwald der Erde ist der amazonische Regenwald, dessen weitaus größter Teil in Brasilien liegt. Dessen Erhalt ist von herausragender Bedeutung, um die Folgen des sich zuspitzenden globalen Klimawandels einzudämmen und den weltweit dramatisch voranschreitenden Biodiversitätsverlust aufzuhalten – und liegt deshalb in unser aller Interesse.

Di, 12.10.2021
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Beitrag

Achtung: Die EU-Kommission will neue Gentechnik-Verfahren deregulieren!

Aufruf zur Beteiligung am öffentlichen Feedback-Mechanismus der EU-Kommission. Derzeit unterliegen die neuen Gentechnikverfahren wie bspw. CRISPR-Cas den strengen Regeln des EU-Gentechnikgesetzes. Doch das könnte sich bald ändern! Denn die EU-Kommission hat erste Vorschläge für die Ausgestaltung eines neuen Rechtsrahmens für eine abgeschwächte Regulierung der neuen Gentechnik-Verfahren gemacht. Damit könnten wichtige Prinzipien der EU-Gentechnikregulierung nicht berücksichtigt … weiterlesen

Fr, 08.10.2021 / 18:00 – 20:00
Handel, Handelsabkommen, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Veranstaltung

Brasilien und das Handelsabkommen EU-Mercosur

Freifahrtschein für das Agrobusiness - Gefahr für Klima und Biodiversität wie Indigene und das Recht auf Land

Seit nahezu 20 Jahren wird das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und den Ländern des Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) verhandelt. Ziel des Freihandelsabkommens ist die Beseitigung von Handelsschranken im Rahmen eines umfassenden Assoziationsabkommens. Ende Juni 2019 wurde eine Einigung getroffen – seither wird an der Erarbeitung eines unterzeichnungsreifen Vertrags gearbeitet.
Das Abkommen steht seit langem in der Kritik – auf beiden Seiten des Atlantiks: Soziale Bewegungen, zivilgesellschaftliche Organisationen und die Klimagerechtigkeitsbewegung kritisieren, dass ein Inkrafttreten des Abkommens ein Rückschlag für Landwirtschaft, Menschenrechte, Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz wäre.

08.10.2021
English, Español, Extraktivismus, Handel, Handelsabkommen, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Studien

EU-MERCOSUR-FREIHANDELSABKOMMEN - Keine Bürgerbeteiligung und Rechte, dafür Kahlschlag der Wälder

Das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur, das als „das größte Freihandelsabkommen der Welt“ bezeichnet wird, wurde am 28.Juni 2019 nach zwei Jahrzehnten Verhandlungen und Blockaden unterzeichnet. Im Rahmen des zwischen den Parteien vereinbarten Textes, dessen Ratifizierung durch das Europäische Parlament, die 26 EU-Mitgliedstaaten und die vier Mercosur-Länder noch aussteht, hat sich die Europäische Union verpflichtet, die Zölle für 91 % der Mercosur-Produkte abzuschaffen, was die Ausfuhr von
Agrarprodukten wie Rindfleisch, Soja und Ethanol aus v.a. Zuckerrohr den wichtigsten Exportgütern des Mercosur, direkt begünstigt.
Die Liberalisierung des Handels hat jedoch bei den südamerikanischen und europäischen Zivilgesellschaften die Befürchtung geweckt, dass der Nachfragedruck die Abholzung und das Eindringen in indigene Territorien nicht nur im Amazonas-Regenwald, sondern auch in anderen bedrohten Biomen der Region, wie der Cerrado-Savanne, dem Pantanal-Feuchtgebiet, dem Atlantischen Küstenregenwald und dem Trockenwaqld Gran Chaco, weiter fördern könnte.

Mi, 07.07.2021
Handel, Klima/Biodiversität, Konzernkritik
Beitrag

Energiecharta-Vertrag stoppen – Energiewende retten!

Statement von NGOs zur 6. Verhandlungsrunde Juli 2021 Vom 6. bis 9. Juli 2021 findet in Brüssel die sechste Verhandlungsrunde zur Modernisierung des Energiecharta-Vertrags (ECT) statt. In einer Erklärung, die mehr als 400 Organisationen weltweit unterzeichnet haben, werden die Regierungen aufgefordert, bis zur Klimakonferenz in Glasgow (COP26) aus dem ECT auszusteigen und seine Ausweitung auf … weiterlesen

30.06.2021
Bergbau, Extraktivismus, Klima/Biodiversität
Audio

Traum geplatzt - Deutschlands direkter Zugriff auf Lithium in Bolivien vor dem Aus?

Der Klimawandel wird immer drängender und Alternativen müssen her. Die deutsche Politik setzt bei ihren Klimazielen auf E-Mobilität. Diese sei schließlich umweltfreundlicher. Die Frage ist nur, für wen. Denn auch das Lithium, das für den Bau von batteriebetriebenen Fahrzeugen benötigt wird, muss erst einmal gewonnen werden. Bolivien spielt dabei zukünftig eine zentrale Rolle, da es über die weltweit größten Lithiumvorkommen verfügt. Doch, ob Deutschland dank eines mittelständischen Unternehmens aus Baden-Württemberg auch ein Stück vom begehrten Kuchen abbekommt, bleibt fraglich…