Klima/Biodiversität

Do, 02.06.2022 / 19:00 – 21:00
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português, Rohstoffe
Veranstaltung

A crise ambiental e as soluções populares | Die ökologische Krise und alternative Wege

Teil der Online-Vortragsreihe mit der Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra, MST) im Wahljahr-Brasilien 2022

Teil der Online-Vortragsreihe mit der Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra, MST) im Wahljahr-Brasilien 2022

Mi, 18.05.2022
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Beitrag

Solidaritätserklärung für Alessandra Munduruku

Deutschsprachige Übersetzung der Solidaritätserklärung für Alessandra Munduruku. Die indigene Aktivistin Alessandra Korap Munduruku wird seit längerem bedroht, durch Goldgräber:innen aber auch durch Staudammbefürworter:innen auf indigenem Territorium. Damit soll eine der starken und laut vernehmbaren Stimmen gegen Übergriffe auf die indigene Bevölkerung der Munduruku und gegen die (politischen, wirtschaftlichen und mit bloßer Gewalt erfolgenden) Angriffe auf … weiterlesen

Mi, 04.05.2022
Handel, Handelsabkommen, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Rohstoffe
Beitrag

Vor Energiecharta-Konferenz: Aktion gegen klimaschädlichen Handelsvertrag

Mit einer Aktion vor dem Kanzleramt in Berlin hat heute ein breites Bündnis aus Umweltorganisationen und sozialen Bewegungen den Ausstieg Deutschlands und der EU aus dem Energiecharta-Vertrag (ECT) gefordert – und 1 Millionen Unterschriften für den ECT-Ausstieg übergeben. Im Vorfeld der Energiecharta-Konferenz im Juni wurde abermals auf den „prähistorischen“ Charakter des Vertrags aufmerksam gemacht: Dass … weiterlesen

Mi, 27.04.2022
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Biodiversitäts-Konvention am Scheideweg?

[Berlin, 27.04.2022] Anlässlich der bevorstehenden „Weltnaturkonferenz“, der 15. Vertragsstaaten-Konferenz der Konvention über biologische Vielfalt (CBD-COP 15), haben heute das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) und das Gen-ethische Netzwerk e.V. (GeN) ein Briefing „Biodiversitäts-Konvention am Scheideweg?“ veröffentlicht.

Darin stellen sie die Problematik von zwei biotechnologischen Anwendungen: Gene Drives und Digitaler Sequenz-Information (DSI) dar, die beide wesentliche Konfliktpunkte der Konferenz sind. Das Briefing-Papier enthält außerdem Empfehlungen für Regeln zur Sicherstellung der Integrität der Natur und zum fairen Umgang mit den Erzeugnissen und dem Wissen der bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften der Länder des globalen Südens.

Mi, 20.04.2022
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Menschenrechte
Beitrag

Wider den Pessimismus – Amazonien ist nicht verloren! Ein neuer Debattenbeitrag von Thomas Fatheuer

Amazonien kurz vor dem Kipppunkt oder nicht? Hier Foto im Umland von Altamira, nahe des Kraftwerks Belo Monte. Foto: christian russau

Anfang des Jahres machte mal wieder in den Schlagzeilen der Welt ein bedrohlich wirkendes Szenario die Runde: der sich nähernde „tipping point“ (Kipppunkt) für Amazonien, also einem Zusammenbruch des gesamten Ökosystems des Regenwaldes. Amazonien nähere sich einem solchen tipping point, so oder so ähnlich hieß es in zahllosen Überschriften, nachdem eine neue Studie veröffentlicht wurde. … weiterlesen

Di, 22.03.2022
Klima/Biodiversität
Beitrag

Globaler Klimastreik am 25. März 2022

Das FDCL ist wieder Teil des Klimastreik Unterstützungskreises – am 25. März 2022 gehen wir in Berlin gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straße! Infos Globaler Klimastreik am 25. März 2022 hier! Infos Klimastreik in Berlin hier! Mobi-Clip Klimastreik 25.03.2022 – #PeopleNotProfit

Mo, 07.03.2022
Bergbau, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe, Uncategorized
Beitrag

Gesetzesinitiative PL 191 zu Bergbau und Wasserkraft in indigenen Gebieten: Kurz vor Verabschiedung?

Nicht nur Bergbau, auch Staudämme würde die PL 191 in indigenen Territorien erlauben. Hier: Belo Monte, Foto: christian russau [2016]

PL 191 würde Bergbau und Wasserkraft in indigenen Territorien erlauben. Der Gesetzentwurf PL 191 in Brasilien befasst sich laut Gesetzestext mit: „Regelt § 1 des Art. 176 und § 3 des Art. 231 der Verfassung, um die besonderen Bedingungen für die Erforschung und den Abbau von Bodenschätzen und Kohlenstoffen sowie für die Nutzung von Wasserressourcen … weiterlesen

Do, 03.03.2022
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Rohstoffe
Beitrag

Gemeinsam für Klimagerechtigkeit – globaler Klimastreik am 25. März!

Das FDCL ist wieder Teil des Klimastreik Unterstützungskreises – am 25. März 2022 gehen wir in Berlin  gemeinsam mit Fridays for Future auf die Straße! Auch in diesem Kontext solidarisieren wir uns mit den Menschen in der Ukraine. Alternativen zu fossilien Energieträgern – wie russischem Erdgas – müssen nun schneller denn je umgesetzt und die … weiterlesen

Do, 10.02.2022
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Beitrag

Brasiliens Abgeordnetenhaus zieht im Schnellverfahren das „Gesetzespaket des Giftes“ durch

20 Jahre durchlief der Gesetzesvorschlag PL 6299/2002 unzählige Ausschüsse und Kommissionen des brasilianischen Abgeordnetenhauses. Nun hat die Mehrheit der ruralistas-Fraktion im Abgeordnetenhaus für die bei den Nichtregierungsorganisationen als „pacote do veneno“ („Gesetzespaket des Giftes“) bekannte Gesetzesänderung gestimmt. Auf einmal ging alles sehr schnell. 20 Jahre durchlief der Gesetzesvorschlag PL 6299/2002 unzählige Ausschüsse und Kommissionen des … weiterlesen

31.12.2021
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe
Studien

AMAZONIEN: DER GROSSE LANDRAUB

DIE LANDFRAGE IM KONTEXT ALTER UND NEUER STRATEGIEN DER INWERTSETZUNG

Manche einfachen Fragen sind schwer zu beantworten. So die Frage: Wem gehört eigentlich Amazonien? Sie führt direkt in das schwierige Gelände der Landfrage in Amazonien oder, wie es auf Portugiesisch heißt, der questão fundiária. Alle, die sich mit Brasilien beschäftigen, lernen schnell, dass dies eine ganz wichtige Frage ist, die aber kaum zu überschauen, geschweige denn zu lösen ist. Wie in alten Palimpsesten legen sich Schichten von Dokumenten über viele Landstriche in Amazonien, so dass man oft von mehreren Etagen von Ansprüchen an Land spricht.

Neue Aktualität hat die questão fundiária durch die internationale Diskussion um die richtige Strategie zur Reduzierung von Entwaldung erhalten. Längst ist die Zerstörung des Amazonasregenwaldes zu einem globalen Desaster geworden, beobachtet von einer aufmerksamen und kritischen Öffentlichkeit. Entwaldung ist nicht mehr eine lokale Entwicklung, sondern ist ein wichtiger Faktor der beiden globalen Krisen, die die Lebensgrundlage der Menschheit zu zerstören drohen: der sich zuspitzenden Klimakrise und des dramatischen weltweiten Verlustes von Biodiversität. Ist man sich – zumindest international – weitgehend einig, dass die Entwaldung so schnell wie möglich gestoppt werden muss, so bleibt doch die Frage umstritten, wie das denn gelingen kann. Lange Zeit richtete sich die Aufmerksamkeit auf die Viehwirtschaft als dem wichtigsten Treiber von Entwaldung. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass auf mindesten zwei Dritteln der entwaldeten Flächen Rinderweiden angelegt sind. Einige Forscher:innen weisen aber schon seit längerem darauf hin, dass am Anfang der Entwaldung die Aneignung von Land – zu welchem Zweck auch immer – steht.