Agroenergie

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Mi, 15.01.2020
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Rohstoffe
Pressemitteilung

Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung: Ökologie als Worthülse?

Gemeinsame Pressemitteilung deutscher Umwelt- und Entwicklungsorganisationen

[Berlin, Bremen, 15. Januar 2020] Mit ihrer heute verabschiedeten Bioökonomie-Strategie legt sich die Bundesregierung nicht eindeutig fest. Zu Beginn des Papiers heißt es, dass „der Ressourcenverbrauch auf ein ökologisch verträgliches Maß reduziert werden“ muss, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Statt dies jedoch mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen, konzentriert sich die Strategie im Weiteren auf … weiterlesen

30.12.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Studien
Thomas Fatheuer

Zuckerträume

Ethanol aus Brasilien in der globalen Klimapolitik

Brasilien ist die Zuckerweltmacht Nr. 1. Dennoch war es um das Zuckerrohr in Brasilien ruhig geworden – anders als Soja stand es nicht im Mittelpunkt internationaler Debatten. Doch mit dem EU-Mercosur-Handelsabkommen und den darin enthaltenen Regelungen zur Liberalisierung der Agrarimporte Europas aus dem Mercosur-Raum und der Festlegung von Importquoten für u.a. das aus Zuckerrohr gewonnene Ethanol, hat sich dies geändert: Die EU soll 450.000 Tonnen Ethanol zollfrei – für chemische Zwecke – sowie 200.000 Tonnen mit einem sehr geringen Zoll – insbesondere zur Nutzung als Benzinersatz – aus den Mercosur-Staaten importieren können. Dies entspricht fast der Hälfte der derzeitigen Gesamt-Ethanolexporte aus der Region. Der mit Abstand größte Ethanol-Produzent und -exporteur ist Brasilien und so ist ein Anstieg der Produktion von Zuckerrohr zur Ethanolherstellung vor allem dort absehbar. Es passt zu diesem Bild, dass die Regierung Bolsonaro das Ende eines seit 2009 bestehenden Moratoriums, das den Zuckerrohranbau in der Amazonasregion untersagte, verkündete Proteste von Umweltgruppen und Prominenten blieben ergebnislos. Es steht zu befürchten, dass nun die Zuckerrohrmonokulturen auch in das Amazonasgebiet vordringen. Der ehemalige Umweltmister Carlos Minc bezeichnete die Aufhebung des Moratoriums als eine Umwelttragödie.

05.08.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft

Brasilien und die Macht der Gene

Der Kampf um die Gentechnik ist neu entbrannt. Dies hängt mit neuen Formen und Verfahren der Gentechnolgie zusammen, die unter verschiedenen Namen in öffentlichen Debatten auftauchen. Die Frage nach der Regulierung der neuen Gentechnik ist dabei eine zentrale.
Daher ist es von fundamentaler Bedeutung, wie sich die wichtigsten Länder der Gentechnik in diese Debatte positionieren. Es besteht die Gefahr, dass durch nationale Entscheidungen der USA, Argentiens und  Brasiliens Fakten geschaffen werden, die später durch Regulierung nur noch schwer einzufangen wären.

Im Folgenden werfen wir daher einen Blick auf die Situation in Brasilien, die zur Besorgnis leider allen Anlass gibt. Der Text beruht auf einer überarbeiteten und gekürzten Fassung einer Studie der brasilianischen
Organisation Terra de Direitos.

Mi, 24.07.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Beitrag

Stellungnahme zum Entwurf einer Nationalen Bioökonomiestrategie

Die Bundesregierung hat einen Entwurf für eine Nationale Bioökonomiestrategie zur Kommentierung bereitgestellt. Nachfolgend im Wortlaut die Stellungnahme der unterzeichnenden Umwelt und Entwicklungsverbände oder downloaden Sie das Dokument im Orginal als pdf. Die unterzeichnenden Organisationen bedanken sich für die Gelegenheit zur Stellungnahme in Bezug auf den Entwurf für eine Nationale Bioökonomiestrategie. Der dazu von den federführenden … weiterlesen

So, 23.06.2019 / 17:00
Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.
Agroenergie, Handel, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Das Land ist unser Leben, unsere Identität, unser Erbe!

Die Frauenorganisation der Guarani-Kaiowá und der Kampf um indigenes Land in Brasilien

Janete und Alenir Guarani-Kaiowá aus Mato Grosso do Sul (Brasilien) berichten über den Kampf für die Demarkierung ihres traditionellen Landes, gegen die Interessen der Agrarindustrie, und über die Kuñangue Aty Guasu, die Frauenorganisation der Guarani-Kaiowá. Diese fordert die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ebenso ein wie den Respekt für das indigene Leben und die Umwelt (insbesondere im Angesicht der Demontage indigener Institutionen unter der aktuellen Regierung). Als Frauen sind sie zudem besonders betroffen von rassistischer Diskriminierung und der zunehmenden Gewalt. Dagegen organisieren sie sich z.B. durch Stärkung ihrer traditionellen Religion und Medizin.

Di, 14.05.2019 / 15:00 – 17:00
Forum Umwelt und Enwicklung
Agroenergie, English, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Veranstaltung

Brasilien – „Zukunftsland“ der Bioökonomie?

Informations- und Austauschgespräch mit Camila Moreno (Brasilien)
Zeit: Di, 14. Mai 2019, 15:00 – 17:00 Uhr / Ort: Forum Umwelt &Entwicklung, Marienstr.19-20 (2. Stock Hinterhaus)
Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) sieht drei zentrale Säulen für die Entwicklung der Bioökonomie: „fortgeschrittene Kenntnis von Genen und komplexen Zellprozessen, erneuerbare Biomasse und die sektorübergreifende Integration von Biotechnologie“.War die Auseinandersetzung mit dem Stichwort Bioökonomie außerhalb von Fachkreisen bis vor wenigen Jahren öffentlich kaum wahrnehmbar, sind bioökonomische Strategien mittlerweile im globalen Süden wie Norden zum Gegenstand kritischer Interventionen geworden. Hierzulande wird die Propagierung einer Bioökonomie von staatlicher Seite massiv betrieben. Die offiziellen Bioökonomie-Strategien der EU und Deutschlands finden nicht nur bereits seit Jahren ihren Niederschlag in entsprechenden Schwerpunktsetzungen der Forschungslandschaft, sondern beginnen auch verwandte Politikbereiche signifikant zu beeinflussen. Innerhalb und zwischen entwicklungs- und umweltpolitischen Gruppen der Zivilgesellschaft steckt die kritische Debatte zu der neuen Welle von Bioökonomie-Strategien hingegen noch in den Anfängen.Brasilien ist ein zentraler Schauplatz der Implementierung bioökonomischer Ansätze – nicht nur innerhalb Lateinamerikas sondern im globalen Maßstab.

Di, 12.02.2019
Agroenergie, English, Klima/Biodiversität
Beitrag

German NGOs say “NO” to social and environmental damage caused by bioeconomy

„In our view, the current discussions on bioeconomy by the Federal Government of Germany have the potential to further undermine human and social rights and accelerate environmental degradation. An economy that increases its use of renewable raw materials can only be sustainable if this is accompanied by a socio-ecological transformation. The signatory associations and organizations … weiterlesen

Fr, 18.01.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Bundesregierung muss Potenzial von Agrarökologie nutzen

Zivilgesellschaftliche Organisationen präsentieren Forderungskatalog

[Aachen, Berlin, Hamm, 18. Januar 2019] – Armut, Hunger, Artensterben, Bodenzerstörung, Klimakrise – hunderte Millionen von bäuerlichen ErzeugerInnen sind davon betroffen. Die industri-elle Landwirtschaft bedroht nachweislich die Existenz (klein-)bäuerlicher ErzeugerInnen und gefährdet die natürlichen Lebensgrundlagen hierzulande und im globalen Süden. In einem heute veröffentlichten Positionspapier fordern 56 zivilgesellschaftliche Organisationen die Bundesregierung auf, Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur An-passung an die Klimakrise zu machen und sie als Grundlage für eine Reform der EU-Agrarpolitik zu nutzen. Das Konzept ist wissenschaftlich fundiert, in der Praxis hinlänglich erprobt und ganzheitlich im Ansatz.

Mi, 16.01.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Pressemitteilung

Bioökonomie: Industrialisierungs-Turbo für die Landwirtschaft

Umwelt- und Entwicklungsverbände veröffentlichen Erklärung zur Bioökonomie

Die Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung birgt das Potential, Menschen- und Sozialrechte weiter auszuhöhlen und die Umweltzerstörung zu beschleunigen. Darauf weisen führende Umwelt- und Entwicklungsverbände zum Beginn der Grünen Woche in Berlin in einer gemeinsamen Erklärung hin. Bioökonomie wird nur dann zukunftsfähig sein, wenn sie mit einer sozial-ökologischen Transformation einhergeht. Dazu müsse der Rohstoffverbrauch dramatisch gesenkt werden, so die Verbände.

15.12.2018
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Landwirtschaft, Português
Studien
Darci Frigo, Naiara Andreoli Bittencourt, Katya Regina Isaguirre-Torres

As novas formas de biotecnologias agrícolas e a desregulação jurídica

O Estado neoliberal e a incidência do agronegócio no Brasil

Neue Formen der Agrar-Biotechnologien und gesetzliche Deregulierung
Der neoliberale Staat und die Rolle des Agribusiness in Brasilien

Anfang 2018 verabschiedete Brasiliens Biosicherheitskommission CTNBio eine neue Durchführungsverordnung. Diese liberalisiert die Anwendung so genannter „neuer Biotechnologien“. Laut Kritiker*innen weicht dies die bisherigen gesetzlichen Regelungen für Gentechnik auf. Die gemeinsam von Terra de Direitos und dem FDCL herausgegebene Studie untersucht die Initiativen und den Prozess der „Regulierung der Deregulierung“ des Einsatzes der neuen Gentechnikverfahren in Brasilien.

Resumo
O artigo descreve as iniciativas do agronegócio brasileiro na implantação das biotecnologias no Brasil, relacionando-as ao contexto atual de retrocessos da participação democrática no país e as atuais disputas acerca do controle e apropriação da agrobiodiversidade. A metodologia utilizada é a revisão bibliográfica e a análise legislativa. O objetivo geral do texto é o de apresentar o conjunto de normas aplicáveis à questão das biotecnologias no Brasil e o papel da Comissão Técnica Nacional de Biossegurança (CTNBio) enquanto instituição reguladora. Como objetivos específicos o artigo preocupa-se em discutir o impacto socioambiental das novas tecnologias para o campo, valendo-se da análise da Resolução Normativa nº 16/2018 da Comissão Técnica Nacional de Biossegurança (CTNBio), a qual deve respeitar as Convenções e Tratados Internacionais ratificados pelo país e os direitos e garantias fundamentais da Constituição brasileira. Como resultados percebe-se a consolidação do papel que ocupa o Brasil na divisão internacional do trabalho, qual seja a produção de matérias-primas, com alta concentração de rendimentos para poucos e o custo socioambiental dividido entre todos. Há assim riscos iminentes à saúde humana e ao ambiente no Brasil, com impactos transfronteiriços imensuráveis.