Archiv Veranstaltungen: Landwirtschaft 2022

 

November 2022

Mi, 09.11.2022 / 15:00 – 18:00
Botanikschule
Globales Lernen, Klima/Biodiversität
Workshop

Curare, Kautschuk, Stevia – eine koloniale Spurensuche im Botanischen Garten

Workshop für Lehrkräfte und Multiplikator*innen des Globalen Lernens

Die Nutzung von Kautschuk als wichtiger Werkstoff ist uns ebenso selbstverständlich wie Stevia als Zuckerersatz. Doch wie kam dieses Wissen nach Europa? Was haben Botanische Gärten mit der Kolonialzeit und der Ausbeutung der Pflanzenwelt zu tun? Wie wurde mit dem Wissen um die Nutzung der Pflanzen umgegangen? Mit einer Führung durch die Tropenhäuser werden diese Fragen anschaulich behandelt. Ein Podcast liefert Hintergrundwissen und kann auch im Unterricht eingesetzt werden. In dem Workshop werden die Tropenhäuser besucht und im Anschluss die Inhalte des Podcast vorgestellt und Einsatzmöglichkeiten im Unterricht erörtert.

 

Oktober 2022

Mi, 12.10.2022 / 15:00 – 18:00
Botanikschule
Bildungsmaterial, Globales Lernen, Landwirtschaft
Workshop

Wem gehört das Saatgut?

Von 307 Sorten Zuckermais werden nur 12 angebaut. Wie kommt es, dass von einer enormen Sortenvielfalt nur ein geringer Teil angebaut wird? Wer bestimmt, was gesät wird? Am Beispiel von Mais in einer Comicgeschichte erkunden wir, wie geistige Eigentumsrechte an Saatgut die weltweite Ernährung und die kleinbäuerliche Gemeinschaften beeinflussen.

 

September 2022

Do, 29.09.2022 / 19:00 – 20:30
Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Selbstbestimmung und Selbstversorgung in Vallecito

Eine neu entstehende Gemeinde der afro-indigenen Garífuna in Honduras

Vallecito Honduras Garifuna

Die afro-indigenen Gemeinden der Garífuna leben mehrheitlich an der honduranischen Karibikküste. Ihre Sprache, Musik und Tänze wurden 2001 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Doch ihre Existenz ist bedroht: Auf ihrem traditionellen Land machen sich Ölpalm-Magnaten breit, ausländische Investor*innen errichten Luxus-Ferienressorts, Kartelle nutzen die Gegend als Umschlagplatz für Drogentransporte aus Südamerika in den Norden. Gleichzeitig lässt der fortschreitende Klimawandel die Küsten zunehmend erodieren und zerstört absehbar die Dörfer der Garífuna, die fast alle direkt an der Küste liegen. Für viele scheint der einzige Ausweg, sich auf den lebensgefährlichen Weg in Richtung USA zu begeben.

Doch vor allem die Garífuna, die sich organisiert haben, geben den Kampf für ihre Rechte und ihr Land nicht auf. Eine ihrer Strategien sind die sogenannten recuperaciones, Landrückgewinnungs-Projekte. Das größte Projekt dieser Art ist die Gemeinde Vallecito. Seit 10 Jahren bauen Freiwillige aus verschiedenen Garífuna-Dörfern auf dem zurückgewonnenen Land eine Gemeinde auf. Auf ca. 1.500 Hektar schaffen sie Strukturen für eine ökologische Selbstversorgung und Ernährungssouveränität auf Basis der traditionellen Ernährung.

Di, 06.09.2022 / 18:00 – 20:00
Brot für die Welt
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte, Português
Abendveranstaltung

Brasilien: Kampf für indigene Rechte und den Erhalt des amazonischen Regenwaldes

Perspektiven und Sichtweisen sozialer Bewegungen vor den Wahlen

Gespräch mit:

Alessandra Korap Munduruku (Aktivistin, Associação Indígena do Médio Tapajós – Parirí, Brasilien)
Raione Lima (Aktivistin, Comissão Pastoral da Terra – CPT, Brasilien)
Maria de Jesus dos Santos Gomes (Aktivistin, Movimento dos Trabalhadores Sem Terra – MST, Brasilien)
Moderation: Andrea Dip (Journalistin, Agência Pública de Jornalismo Investigativo, Brasilien)

Präsidentschaftswahlen in Brasilien im Oktober

Im Oktober stehen in Brasilien richtungsentscheidende Präsidentschaftswahlen an. Derzeit liegt der ehemalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei PT in Wahlumfragen vor dem amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro. Die Referentinnen werden einen Überblick zu den Sichtweisen der sozialen Bewegungen auf die Wahlen geben und ihre Perspektiven, Hoffnungen und Befürchtungen darlegen. Welche Chancen sehen sie mit einem möglichen Sieg Lula da Silvas für Amazonien und den Tapajós, für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, welche Perspektiven für die Agrarreform und agrarökologische Alternativen?

Bolsonaros Angriff auf Amazonien und Indigene und soziale Bewegungen

„Keinen Zentimeter Landes mehr an Indigene!“, hatte Brasiliens Präsident, Jair Bolsonaro, vor seiner Wahl 2018 gesagt. Bolsonaro hat die Institutionen zum Schutz der Indigenen gezielt geschwächt und plant die Freigabe ihrer Territorien für den Bergbau.

 

Juni 2022

Do, 23.06.2022 / 19:00 – 20:30
Handel, Handelsabkommen, Landwirtschaft, Rohstoffe
Workshop

Mehr (neo)kolonialer Handel als Antwort auf den Krieg in der Ukraine?

Ein Workshop zu globalem Handel für Einsteiger*innen und Aktive

Nur wenige Tage nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine, forderten Europas größte Wirtschaftsverbände bereits, dass die Politik ihre Anstrengungen um die sogenannten „Freihandelsverträge“ intensiviert. Eine weitere Krise wird so dazu genutzt, auf die Öffnung von Märkten und die Einfuhr von Rohstoffen insbesondere aus Ländern des globalen Südens zu drängen. Folgen für das Klima, globale Ungleichheiten und Ausbeutungsstrukturen werden bewusst ignoriert, wenn es darum geht, Absatzmärkte für die europäische Industrie zu sichern.

Ein Beispiel dafür ist das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay.

Mo, 20.06.2022 / 18:00 – 20:00
Español, Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Veranstaltung

Die Klimakrise ist eine globale Gerechtigkeitskrise!

Auswirkungen des Klimawandels in Zentralamerika und die Debatte um internationale Klimafinanzierung

Für die Menschen in den zentralamerikanischen Ländern Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama sind Extremwetterereignisse schon lange bittere Realität. Zentralamerika zählt zu jenen Regionen im Globalen Süden, die am stärksten von den drastischen Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimaerhitzung betroffen sind und diesen am wenigsten entgegenzusetzen haben – gleichsam aber am wenigstens Verantwortung für die globale Klimakrise trägt. Die Hauptverursacher (historisch und bis heute) sind die (Industrie)Länder des Globalen Nordens.
Wie besonders betroffene Länder und Regionen von der internationalen Gemeinschaft im Umgang mit klimabedingten, nicht mehr vermeidbaren Verlusten und Schäden („losses and damages“) unterstützt werden können, ist seit langem ein (kontroverses) Thema der internationalen Klimaverhandlungen unter der Klimarahmenkonvention (UNFCCC).

Do, 02.06.2022 / 19:00 – 21:00
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português, Rohstoffe
Veranstaltung

A crise ambiental e as soluções populares | Die ökologische Krise und alternative Wege

Teil der Online-Vortragsreihe mit der Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra, MST) im Wahljahr-Brasilien 2022

Teil der Online-Vortragsreihe mit der Bewegung der Landlosen (Movimento dos Sem Terra, MST) im Wahljahr-Brasilien 2022

 

Mai 2022

Mo, 23.05.2022 / 19:00 – 21:00
Aquarium
Handel, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Indigene Kämpfe für Klimagerechtigkeit und Menschenrechte

Brasilianische Aktivistinnen berichten

Alice Pataxó von der indigenen Gruppe der Pataxó und die Tejubi Uru Eu Wau Wau von der indigenen Gruppe der Uru Eu Wau Wau berichten auf dieser Abendveranstaltung im Aquarium.

 

April 2022

Di, 26.04.2022Do, 28.04.2022
Handel, Konzernkritik, Landwirtschaft
Veranstaltung

„Giftige Pestizide – ein globales Geschäft auf Kosten von Mensch und Umwelt“

Veranstaltungsreihe 26., 27., 28.4.2022 in Berlin und Köln

"Vorsicht: GIFT!" Foto: christian russau

Veranstaltungsreihe „Giftige Pestizide – ein globales Geschäft auf Kosten von Mensch und Umwelt“:
Dienstag, 26. April 2022, 19.00 bis 21.00 Uhr (ONLINE): Toxic Business – Online-Filmvorführung mit Gespräch
Mittwoch, 27. April 2022, 18.00 bis 20.30 Uhr (bei BfdW, Berlin): Brasilien: „Vom Paradies der Agrargifte zum Paradies der Agrarökologie – mission impossible?“ Abendveranstaltung
Donnerstag, 28. April 2022, 19.00 bis 21.00 Uhr (Allerweltshaus, Köln): „Giftige Pestizide in Brasilien: Der Fall des Chemieriesen Bayer im Fokus“, Abendveranstaltung

Do, 21.04.2022 / 18:00 – 20:30
Handel, Konzernkritik, Landwirtschaft, Menschenrechte
Theater

Einladung zum Theater gegen die Deutungshoheit: 21. April in Berlin

hiermit lädt das Netzwerk gerechter Welthandel ganz herzlich zu einem spannenden Theaterstück des Hüter-Ensembles mit anschließender Diskussion ein. Datum: 21.04.2022, 18:00 Uhr Ort: BERLINER COMPAGNIE e.V., Muskauer Str. 20A, 10997 Berlin Eintritt: kostenfrei Es gilt 3G und Maskenpflicht Zum Theater: ​„Wenn das Klima eine Leber wäre, hätte es schon Zirrhose“. Da bekommt die Spirituosenindustrie ein … weiterlesen

 

März 2022

Sa, 26.03.2022 / 15:00 – 16:30
Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Situação política e perspectivas do Brasil | Zur politischen Lage und den Perspektiven Brasiliens

Veranstaltung mit João Pedro Stédile, Direção Nacional do MST

Veranstaltung (online) mit João Pedro Stédile, Direção Nacional do MST am 26.3.2022, organisiert von den FreundInnen der brasilianischen Landlosenbewegung – MST in Zusammenarbeit mit KoBra, FDCL, Brasilien Initiative Berlin sowie mit Brasilien Initiative Freiburg, aprender juntos, LN und Imbradiva.