Die drei aktuellen Mega-Fusionen der Agrar- und Chemiekonzerne Bayer und Monsanto, Dow und Dupont sowie ChemChina und Syngenta rufen auf der ganzen Welt Protest hervor. Denn sie gefährden die Zukunftsperspektiven bäuerlicher, ökologischerer Landwirtschaft und lokal angepasster Saatgutsysteme.
Heute bestimmen einige wenige globale Konzerne die großen Trends in der Landwirtschaft und Ernährung. Große Unternehmen werden immer größer; kleine und mittlere werden aus dem Markt gedrängt. Bauern und Bäuerinnen sowie Arbeiter*innen hierzulande und im Globalen Süden sind der Macht der großen Konzerne schutzlos ausgesetzt. Eine Verschärfung der Fusions und Missbrauchskontrolle ist unerlässlich, um die Marktmacht der Multis zu begrenzen.
Deshalb informiert diese Broschüre über die fusionswilligen Konzerne und ihre Motive für den Zusammenschluss sowie die zu erwartenden Folgen. Sie führt ein in das Wettbewerbsrecht und die Bedingungen, unter denen heute Fusionskontrolle und die Begrenzung von Konzernmacht stattfindet. Diese Praxis ist unzureichend. Deswegen werden Forderungen vorgestellt, dem entschieden gegenzusteuern.
Konzernmacht muss zum öffentlichen Thema werden, Wettbewerbsrecht muss sich verändern!
Inhalt
KURZ: Einige Fakten zu Konzernfusionen 2
Die Fusionswelle 3
Die Fusionswilligen – Eckdaten von Bayer bis Syngenta 4
Warum überhaupt Fusionieren? 7
Die Motive der Agrarkonzerne 8
Gefahr für die globale Landwirtschaft und Ernährung? 9
Fusionskontrolle: Was heißt das eigentlich? 12
Fusionen verändern Märkte und Teilnehmende am Markt 13
Formen der marktzerstörenden Zusammenarbeit von Unternehmen 13
Ablauf einer Fusionskontrolle 14
Kaum eine Fusion wird abgelehnt 15
Das Verfahren der Fusionskontrolle 16
Auf der Europäischen Ebene 17
Internationale Koordination – aber fehlende Konzernkontrolle 17
Marktmacht und Wettbewerb thematisieren 18
Wettbewerbsrecht: Zeit für Konzernkontrolle! 19
Es geht: Wo Konzernmacht wirksam begrenzt/reduziert wurde 21
Forderungen 22
ANHANG: Literaturverzeichnis, Internetquellen, Filme 24