Landnahme

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Mi, 18.11.2020 / 11:00 – 12:30
Agroenergie, English, Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Mit „Natural Climate Solutions“ die biologische Vielfalt und das Klima retten?

Teil 4 der Online-Konferenzreihe: UMKÄMPFTE NATUR

Landnutzung wird immer mehr zum Hoffnungsträger der internationalen Klimapolitik. Die Erwartungen sind enorm: Bis zu 37% der notwendigen Emissionseinsparungen, um die 2° Marke nicht zu überschreiten, könnten Schätzungen zu Folge aus so genannten “Natural Climate Solutions”, wie verringerter Entwaldung, Aufforstung oder Landwirtschaft, kommen.

Zwar hat schon der Konflikt um Teller oder Tank als Folge der Biospritproduktion die Zielkonflikte landbasierter Klimaschutzmaßnahmen deutlich gemacht. Inzwischen kommen aber neue Dimensionen hinzu, die Land in noch stärkeren Maße in den Fokus der globalen Klimapolitik rücken.

05.11.2020
Bergbau, Extraktivismus, Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte, Rohstoffe
Studien
Christian Russau

Extraktivismus und Territorialkonflikte in Brasilien

Deutsch-brasilianische Beziehungen auf dem Prüfstand

Die Bilder der brennenden Wälder in Amazonien sind um die Welt gegangen. Der einzigartige Regenwald in Brasilien soll der Land- und Viehwirtschaft weichen. Noch nie ging dort so viel Wald verloren wie im ersten Halbjahr 2020. Illegale Goldschürfer:innen und Infrastrukturprojekte dringen immer weiter vor und bedrohen indigene Gemeinden, Staudammbrüche verseuchen ganze Landstriche. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. War die Situation in dieser Hinsicht schon unter den Regierungen der Arbeiterpartei (PT) schwierig, hat sich seit der Amtsübernahme des rechtsaußen positionierten Jair Bolsonaro die Lage weiter zugespitzt. Seit dem Amtsantritt von Jair Bolsonaro stellt sich die Frage, wie die Beziehung zum strategischen Partner in Lateinamerika vor dem Hintergrund rechtsradikaler Verbalentgleisungen und Politiken, die Umwelt und Menschenrechte gefährden, gestaltet werden soll. Einige Antworten auf diese Frage möchte die vorliegende Studie finden.

Do, 15.10.2020 / 16:30 – 18:00
Agroenergie, English, Español, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Veranstaltung

Gene Drives - Mit gentechnischer Ausrottung Menschen und Natur schützen?

Teil 2 der Online-Konferenzreihe: UMKÄMPFTE NATUR

Die UN-Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) befasst sich seit vielen Jahren mit der Regulierung moderner Biotechnologie. Die Gene Drive Technologie wird in diesem Kontext besonders kontrovers diskutiert. Mit dieser neuen Gentechnik könnten zukünftig wildlebende Tier- und Pflanzenpopulationen oder Arten gentechnisch verändert, ausgetauscht oder gar ausgerottet werden.

Do, 24.09.2020 / 16:30 – 18:00
English, Español, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Veranstaltung

UN-Biodiversitätskonvention am Scheideweg?

Teil 1 der Online-Konferenzreihe: UMKÄMPFTE NATUR

Auf einem Planeten, der nur aus Fichtenwäldern, Maisfeldern und Mastschweinen besteht, können wir nicht (über)leben. Unsere Art des Produzierens und Konsumierens bedroht das fragile Netz des Lebens. Ein Blick auf den Zustand unserer Ökosysteme zeigt: Das Ausmaß der Zerstörung natürlicher Lebensräume und der Verlust der Artenvielfalt sind alarmierend. Die Wissenschaft warnt vor einem 6. Massensterben.

2021 ist ein Schlüsseljahr für den Schutz der Biodiversität. Auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der CBD soll ein neuer Zielrahmen für die internationale Biodiversitätspolitik der Vereinten Nationen vereinbart werden.

Do, 04.06.2020 / 10:00 – 17:00
Langenbeck-Virchow-Haus
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Tagung

FÄLLT AUS und wird ggf. 4.Quartal 2020 neu angesetzt! // Umkämpfte Natur

Der Schutz biologischer Vielfalt im Spannungsfeld von Menschenrechten, Klimaschutz und neuen Gentechnologien

Es geht um mehr als um den Klimawandel: eine dramatische Zerstörung der natürlichen Grundlagen des Lebens auf der Erde ist diagnostiziert. Schon im Jahr 2010 hatte sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der UN-Konvention über Biologischen Vielfalt (CBD) dazu verpflichtet, den globalen Verlust der Biodiversität bis 2020 zu stoppen. Dieses Ziel wurde nicht nur verfehlt: Das weltweite Artensterben hat sich sogar noch beschleunigt.

Die nächste Vertragsstaatenkonferenz der CBD (COP 15) im chinesischen Kunming im Oktober dieses Jahres ist deshalb von enormer Bedeutung. Dort soll der internationalen Biodiversitätspolitik der Vereinten Nationen ein neuer Rahmen und neue Ziele für die Zeit nach 2020 gegeben werden.

Doch das Konfliktpotenzial ist groß und die Konfliktlagen sind vielfältig. Es gibt sehr unterschiedliche Interessen im Hinblick auf den Schutz-, die Nutzung und Vermarktung der biologischen Vielfalt. Im Zentrum stehen dabei Fragen der Landnutzung und des Zugangs und der Kontrolle über natürliche Ressourcen.

Die Fachtagung wird im Vorfeld der anstehenden UN-Biodiversitätskonferenz diese beiden genannten Themenkomplexe in den Blick nehmen.

Do, 16.01.2020 / 13:30 – 14:30
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Kundgebung

Brasiliens Agrobusiness vertreibt, vergiftet, vernichtet!

Die brasilianische „Giftkönigin“ kommt nach Berlin - Wir protestieren!

Die brasilianische „Giftkönigin“ kommt nach Berlin – Wir protestieren! Die Agrarministerin Brasiliens, Tereza Cristina, auch bekannt als die „Giftkönigin“ und harte Bolsonarista, erhält einen prominenten Platz bei der GFFA-Veranstaltung anlässlich der Grünen Woche!!! Und darf beim Eröffnungsplenum des Globalen Forums für Ernährung und Landwirtschaft als eine Hauptrednerin auftreten. Auch wenn die gewiefte Taktikerin und Lobbyistin des schlimmsten Agrobusiness Brasiliens bei der Grünen Woche Kreide fressen sollte, denn sie ist auf Verkauf unterwegs: Alles was sie propagiert und politisch umsetzt, steht gegen Prinzipien und Standards in Deutschland und Europa, die gerade bei der Grünen Woche hochgehalten werden.

Mi, 15.01.2020
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Rohstoffe
Pressemitteilung

Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung: Ökologie als Worthülse?

Gemeinsame Pressemitteilung deutscher Umwelt- und Entwicklungsorganisationen

[Berlin, Bremen, 15. Januar 2020] Mit ihrer heute verabschiedeten Bioökonomie-Strategie legt sich die Bundesregierung nicht eindeutig fest. Zu Beginn des Papiers heißt es, dass „der Ressourcenverbrauch auf ein ökologisch verträgliches Maß reduziert werden“ muss, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Statt dies jedoch mit konkreten Maßnahmen zu unterlegen, konzentriert sich die Strategie im Weiteren auf … weiterlesen

Mo, 13.01.2020
Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Uncategorized
Beitrag

Brasilianische Agrar-Lobbyistin und Hardlinerin aus der rechtsextremen Regierung Bolsonaros zu Gast bei der GFFA in Berlin

Bolsonaros Landwirtschaftsministerin – bekannt als „Muse des Agrargifts“ – kommt zur Grünen Woche und wird am 16. Januar bei der Auftaktveranstaltung auf dem vom bundesdeutschen Landwirtschaftsministerium organisierten Globalen Forum für Ernährung und Landwirtschaft (Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) als eine Hauptrednerin auftreten. Tereza Cristina Corrêa da Costa Dias, in Brasilien allgemein nur als … weiterlesen

30.12.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Studien
Thomas Fatheuer

Zuckerträume

Ethanol aus Brasilien in der globalen Klimapolitik

Brasilien ist die Zuckerweltmacht Nr. 1. Dennoch war es um das Zuckerrohr in Brasilien ruhig geworden – anders als Soja stand es nicht im Mittelpunkt internationaler Debatten. Doch mit dem EU-Mercosur-Handelsabkommen und den darin enthaltenen Regelungen zur Liberalisierung der Agrarimporte Europas aus dem Mercosur-Raum und der Festlegung von Importquoten für u.a. das aus Zuckerrohr gewonnene Ethanol, hat sich dies geändert: Die EU soll 450.000 Tonnen Ethanol zollfrei – für chemische Zwecke – sowie 200.000 Tonnen mit einem sehr geringen Zoll – insbesondere zur Nutzung als Benzinersatz – aus den Mercosur-Staaten importieren können. Dies entspricht fast der Hälfte der derzeitigen Gesamt-Ethanolexporte aus der Region. Der mit Abstand größte Ethanol-Produzent und -exporteur ist Brasilien und so ist ein Anstieg der Produktion von Zuckerrohr zur Ethanolherstellung vor allem dort absehbar. Es passt zu diesem Bild, dass die Regierung Bolsonaro das Ende eines seit 2009 bestehenden Moratoriums, das den Zuckerrohranbau in der Amazonasregion untersagte, verkündete Proteste von Umweltgruppen und Prominenten blieben ergebnislos. Es steht zu befürchten, dass nun die Zuckerrohrmonokulturen auch in das Amazonasgebiet vordringen. Der ehemalige Umweltmister Carlos Minc bezeichnete die Aufhebung des Moratoriums als eine Umwelttragödie.

30.12.2019
Klima/Biodiversität, Landnahme, Multimedia
Audio

„Das Territorium ist wie ein Gemeinschaftshaus“

Audio-Beitrag im Rahmen der Radioreihe "Umkämpfte Natur in Lateinamerika"

Honduras liegt in Zentralamerika, einer Region die nur 0,5% der weltweiten Landmasse ausmacht, aber mehr als 7% des weltweiten Artenreichtums beherbergt. Doch die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität sind stark gefährdet. In Honduras sind die Ursachen dafür einerseits der Klimawandel: Honduras gehört zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Andererseits ist es die neoliberale Wirtschaftspolitik, die auf einen schonungslosen Abbau der natürlichen Ressourcen trotz des Klimawandels setzt. Die an der Nordküste lebenden Garífuna wehren sich dagegen und versuchen gleichzeitig, sich vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu schützen.