Schlagwort "Großprojekte" (138)

Di, 24.09.2024 / 18:00 – 20:00
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Veranstaltung

Brasilien im Fokus – Schlaglichter auf die Auswirkungen der Klimakrise und des Rohstoffabbaus auf Menschenrechte und Territorien

Naturzerstörung durch das Agrarbusiness, Bergbau, Energie- und Infrastrukturprojekte und Menschenrechtsverletzungen in Brasilien hatten unter der Regierung von Präsident Bolsonaro besorgniserregende Ausmaße angenommen. Indigene und traditionelle Gemeinschaften gerieten noch mehr als vorher ins Fadenkreuz. Diese werden ebenso wie Kleinbäuer:innen oder Landlose oft bedroht, verfolgt, vertrieben oder ermordet. Auch die Bedrohungslage für Umwelt- und Menschenrechtsverteidiger:innen hatte sich unter Bolsonaro deutlich verschärft. Der am 1.Januar 2023 erfolgte Amtsantritt der neuen, von Präsident Lula geführten Regierung war mit der Hoffnung verbunden, dass sich diese Situation substanziell verbessern würde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wieder gestärkt und ein Richtungswechsel in der Rohstoff-, Umwelt- und Menschenrechtspolitik angegangen werden.

Mi, 18.09.2024 / 14:30
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Ausstellung

Ausstellungseröffnung: Amazonien – der größte Regenwald der Erde und wir

Im Rahmen der Fairen Woche 2024 zeigt das Bezirksamt Mitte in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. (ASW) die Ausstellung „Amazonien – der größte Regenwald der Erde und wir“. Die Open-Air-Ausstellung (18.09. bis 15.10.24) soll das Bewusstsein für die Bedeutung des Amazonasregenwaldes für das weltweite Klima stärken und einen Blick auf aktuelle Bedrohungen und … weiterlesen

Do., 08.08.2024
Extraktivismus, Landnahme, Menschenrechte
Beitrag

Indigene Munduruku nehmen die Sache selbst in die Hand

Vor fast einem Jahr gab die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft dem Justizministerium 60 Tage Zeit, um binnen dieser Frist endlich das Gebiet Sawré Muybu als Terra Indígena zu demarkieren und zu homologisieren. Da dies noch immer nicht umgesetzt wurde, machten sich die Munduruku unlängst auf den Weg, um das Terrain selbst abzustecken. 08.08.2024 | von Christian.Russau@fdcl.org Das … weiterlesen

Mi, 10.07.2024 / 17:30 – 20:00
Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

"Es fährt (k)ein Zug durch Yucatán"

Abschlussitzung des gleichnamigen studentischen Seminars

Abschlusssitzung des studentischen Seminars „Es fährt (k)ein Zug durch Yucatán: Herausforderungen und Spannungsfelder im Kontext der territorialen Neuordnung Südmexikos – Zwischen indigener Selbstbestimmung und Erschließung globaler Handelswege“, Leibniz Universität Hannover

Mo., 08.07.2024
Konzernkritik, Menschenrechte, Rohstoffe
Beitrag

Deutsche Bahn in Amazonien: Widerstandstreffen in São Luís gegen Hafen- und Bahnprojekt in Maranhão

Vom 26. bis 28. Juni 2024 trafen sich rund 100 Vertreter:innen von mehr als 20 traditionellen Gemeinschaften, Quilombolas und indigenen Völkern aus dem Bundesstaat Maranhão mit Vertreter:innen von Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft, um über das Hafen- und Bahnprojekt GPM zu diskutieren, dass die Firma GPM auf der Insel Cajual mit einer anschliessenden 520 km langen … weiterlesen

Di, 04.06.2024Fr, 07.06.2024
Bergbau, Konzernkritik
Veranstaltung

Crashkurs Rohstoffwende 2024: Die Reise des Kupfers

Von der Mine über den Hafen bis hin zur ressourcenleichten Mobilität

Im diesjährigen Crashkurs Rohstoffwende legen wir unseren Schwerpunkt auf Kupfer. Seit der Kolonialzeit wird das Metall Kupfer für den europäischen Markt abgebaut und ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Hamburg, als bedeutender Ort entlang der komplexen Reise des Kupfers, wird uns dabei als Veranstaltungsort dienen. Gemeinsam diskutieren wir die sozialen und ökologischen Folgen von Rohstoffraubbau und zeigen Möglichkeiten auf, den Verbrauch von Rohstoffen zu senken. Denn mit dem zunehmenden Bedarf an diesem Metall steigt auch der Druck auf die Abbaugebiete in Ländern wie Chile und Peru. Dringender denn je heißt es diesen Entwicklungen eine ressourcenleichte und global gerechte Alternative -eine Rohstoffwende- entgegenzustellen.

Di, 16.04.2024 / 19:00 – 22:00
MOVIEMENTO Kino
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Português
Veranstaltung

Vento na Fronteira - The wind blows the border

Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin Marina Weis und (online)-Gästen aus Brasilien

Filmvorführung und Gespräch mit der Regisseurin Marina Weis und (online-)Gästen aus Brasilien im Kino Movimiento am 16.4.24.
In dem mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm wird die Vertreibung der indigenen Bevölkerung aus dem brasilianischen Regenwald porträtiert.
Filmdaten: Dokumentarfilm, 2022 / 77 Minuten / Portugiesisch und Guarani-Kaiowa, mit englischem Untertiteln / Regie: Marina Weis und Laura Faerma.

Do, 29.02.2024 / 19:00 – 21:00
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Wem gehören die Flüsse?

Wasser in Amazonien zwischen Lebensgrundlage und Rohstoff

Mit:

Cristian Aguinda, Kichwa-Anführer, Santa Clara, Ecuador
Alice Martins Morais, Umweltjournalistin, Belém (PA), Brasilien
Christian Russau, FDCL e.V., Kritische Aktionäre, Berlin, Deutschland

Wasser ist in Amazonien allgegenwärtig. Für die an den Flussläufen lebenden indigenen Gemeinschaften ist es lebenswichtig und steht im Zentrum ihres Alltags. Sie trinken das Wasser der Flüsse, baden darin, bewässern damit ihre Felder und ernähren sich vom Fischreichtum der Flüsse. Gleichzeitig stehen Flüsse für viele Völker im Mittelpunkt ihrer Kosmovision, sind lebendig und heilig.
Für transnationale Konzerne bieten die Flüsse Amazoniens ein wirtschaftliches Potential. Sie werden aufgestaut und dienen der Energieerzeugung – weit mehr zur Stromversorgung extraktiver Industrien als der (lokalen) Bevölkerung. Nun soll das Wasser der Flüsse und der mit den Staudämmen erzeugte elektrische Strom für die Herstellung von „Grünem Wasserstoff“ genutzt werden, der für den Export bestimmt ist – bspw. nach Deutschland.
Wie grün sind Wasserkraft und Wasserstoff wirklich und welche Konflikte entstehen bei der Energiegewinnung entlang der blauen Adern Amazoniens?