Schlagwort "Extraktivismus" (269)

05.11.2020
Bergbau, Extraktivismus, Konzernkritik, Landnahme, Menschenrechte, Rohstoffe
Studien
Christian Russau

Extraktivismus und Territorialkonflikte in Brasilien

Deutsch-brasilianische Beziehungen auf dem Prüfstand

Die Bilder der brennenden Wälder in Amazonien sind um die Welt gegangen. Der einzigartige Regenwald in Brasilien soll der Land- und Viehwirtschaft weichen. Noch nie ging dort so viel Wald verloren wie im ersten Halbjahr 2020. Illegale Goldschürfer:innen und Infrastrukturprojekte dringen immer weiter vor und bedrohen indigene Gemeinden, Staudammbrüche verseuchen ganze Landstriche. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. War die Situation in dieser Hinsicht schon unter den Regierungen der Arbeiterpartei (PT) schwierig, hat sich seit der Amtsübernahme des rechtsaußen positionierten Jair Bolsonaro die Lage weiter zugespitzt. Seit dem Amtsantritt von Jair Bolsonaro stellt sich die Frage, wie die Beziehung zum strategischen Partner in Lateinamerika vor dem Hintergrund rechtsradikaler Verbalentgleisungen und Politiken, die Umwelt und Menschenrechte gefährden, gestaltet werden soll. Einige Antworten auf diese Frage möchte die vorliegende Studie finden.

Di., 03.11.2020
Handel, Rohstoffe, Uncategorized
Beitrag

Neues Positionspapier des AK Rohstoffe: Krisenverschärfendes Handeln stoppen – Rohstoffwende umsetzen

40 im AK Rohstoffe zusammengeschlossene Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen – darunter auch das FDCL –  fordern in einem neuen Positionspapier: „Krisenverschärfendes Handeln stoppen – Rohstoffwende umsetzen“. Download des Positionspapiers hier. Die Krisen im Bereich Umwelt, Menschenrechte und Klima verschärfen sich und Deutschland verbraucht im globalen Maßstab weiterhin enorme Mengen an metallischen Rohstoffen. Gleichzeitig werden die … weiterlesen

Fr, 30.10.2020Sa, 31.10.2020
Globales Lernen, Menschenrechte
Seminar

Globales Klima – lokale Kämpfe

Wie können lokale Strategien für Klimagerechtigkeit global verknüpft werden?

In dem Seminar möchten wir lokale Kämpfe mit der globalen Perspektive zu Klimagerechtigkeit verknüpfen. Nach einführenden Inputs aus Süd- und Nordperspektive lernen wir konkrete Strategien des Widerstandes und Alternativen zum neoliberalen klimaschädlichen Wirtschaftsmodell am Beispiel der afro-indigenen Garífuna in Honduras kennen. Welche Strategien nutzen Menschen in lokalen Kämpfen in Deutschland und in Honduras? Wie können wir uns gegenseitig unterstützen?

Mi, 07.10.2020 / 19:00 – 20:30
Online Veranstaltung - FDCL
Bergbau, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

Stahl für den globalen Norden – Knast für den globalen Süden?

Guapinol: eine honduranische Gemeinde im Widerstand

Unmittelbar neben dem Dorf Guapinol in Honduras entsteht derzeit die größte Aufbereitungsanlage für Eisenerz in Zentralamerika. Die dort gewonnenen Pellets sollen in den Export hauptsächlich in Richtung USA und Europa gehen. Das Versprechen lautet „verantwortlicher Bergbau“, Arbeitsplätze, soziale Projekte und wirtschaftlicher Aufschwung. Die Tagebaue für das Eisenerz liegen allerdings mitten in einem Naturschutzgebiet. Acht lokale Umweltschützer*innen, die Flüsse und Trinkwasser in Gefahr sehen, sitzen seit über einem Jahr in Untersuchungshaft, fünf weiteren droht ebenfalls ein Prozess. Wir sprechen mit betroffenen Aktivist*innen aus der Region über die Situation vor Ort und die Kriminalisierung ihres Protestes.

Di, 28.04.2020 / 17:00 – 18:30
Bergbau, Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Rohstoffe
Seminar

Einladung Online-Veranstaltung: Tesla & Co.

Pioniere der Elektromobilität - und beim Rohstoffbezug Vorbilder für Nachhaltigkeit

Mit der Ankündigung, die „Gigafactory 4“ in Grünheide (Brandenburg) zu errichten, hat Tesla die Debatte um eine CO2–einsparende Mobilität neu entfacht. Aus klimaund entwicklungspolitischer Sicht erweisen sich innovative Mobilitätskonzepte als unumgänglich, um die verheerenden Folgen des Klimawandels einzudämmen. Jedoch
sind auch die Herstellung und der Betrieb von elektrisch angetriebenen Automobilen mit gravierenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt verbunden.

Fr, 27.03.2020 / 19:30 – 21:30
Menschenrechte
Veranstaltung

ABGESAGT! Feministischer Widerstand in Honduras / Resistencia feminista en Honduras

Gespräch und Musik / conversatorio y música

Café MadaMe, Mehringplatz 10, 10969 Berlin
U-Bhf. Hallesches Tor
Mit Karla Lara und Juana Esquivel sprechen wir über Feminismus in Honduras und aktuelle Herausforderungen für die feministischen und sozialen Bewegungen. Die Sängerin Karla Lara begleitet den Abend mit ihrer Musik.
Con Karla Lara y Juana Esquivel discutimos sobre el feminismo en Honduras y los desafíos actuales para los movimientos feministas y sociales. La noche está acompañada de música en vivo de la cantante Karla Lara.

Mi, 25.03.2020 / 19:00 – 21:00
Brot für die Welt
Bergbau, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

ABGESAGT! Tesla in Brandenburg: Pioniere in Sachen Elektromobilität und auch Vorreiter der menschenrechtlichen Verantwortung?

Mit der Ankündigung, die „Gigafactory 4“ in Grünheide (Brandenburg) zu errichten, hat Tesla die Debatte um eine CO2–einsparende Mobilität in Deutschland neu entfacht. Das Ende des Verbrennungsmotors ist spätestens seit dem Dieselskandal eingeleitet, und der Ausbau der Elektromobilität schreitet voran.

Aus klima- und entwicklungspolitischer Sicht erweist es sich als unumgänglich, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam Mobilitätskonzepte erarbeiten, die sich vom Verbrennungsmotor verabschieden, um die verheerenden Folgen des Klimawandels einzudämmen. Zugleich sind jedoch auch elektrisch betriebene Automobile mit gravierenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt verbunden.

Do, 23.01.2020 / 20:00 – 21:30
Buchladen Schwarze Risse
Konzernkritik
Lesung

Die Welt sind wir

Buen Vivir und die Verteidigung von Lebensräumen in Mesoamerika

Eine Buchvorstellung, die Kraft für eigene lokale Kämpfe geben möchte.
Über ein Jahr tauschte sich die Karawane Mesoamerika für das Buen Vivir der Menschen im Widerstand mit 17 zumeist indigenen Gemeinden aus, die ihre natürlichen Gemeingüter gegen Monokultur, Wasserkraft-, Windkraft- oder Bergbauprojekte verteidigen.

Do, 07.11.2019 / 9:30 – 16:30
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Português
Tagung

Was tun in Amazonien?

Zusammenarbeit und Solidarität mit Brasilien in schwierigen Zeiten

Die Zusammenarbeit mit Brasilien im Bereich des Tropenwaldschutzes steht vor einer großen Herausforderung: Präsident Jair Bolsonaro hat mit seinen Angriffen auf den Umweltschutz und die Rechte indigener Völker die zu erwartende Folgen verursacht: Der Regenwald steht in Flammen, seine Zerstörung steigt wieder steil an.

Die deutsche EZ hat seit 1992 in Brasilien schwerpunktmäßig die Erhaltung des Tropenwaldes unterstützt. 2008 begann mit dem Fundo Amazonia das weltweit größte Tropenwaldschutzprogramm – vorwiegend von Norwegen finanziert, aber auch mit deutscher Beteiligung. Darüber hinaus kooperieren die kirchlichen Hilfswerke BfdW und Misereor sowie viele NGOs mit zahlreichen Initiativen in der Region.

Ort:
BVV-Saal des Rathaus Berlin-Charlottenburg,
Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

Di, 05.11.2019 / 19:00 – 21:00
Sharehouse REFUGIO
Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Abendveranstaltung

Brasiliens Amazonasgebiet – umkämpftes Terrain

Von der brasilianischen Regierung wird Amazonien vor allem als Region enormen wirtschaftlichen Potenzials gesehen. Deshalb sollen indigene Schutzgebiete reduziert, Flächen für Bergbau, Ackerbau und Viehzucht hingegen ausgedehnt werden. Seit Bolsonaros Amtsantritt im Januar 2019 sind die Entwaldungsraten in Brasiliens Amazonasregion im Vergleich zum Vorjahr dramatisch gestiegen. Indigene Territorien werden zurückgedrängt, ihre Bewohner/innen regelmäßig von Bergleuten, Holzfällern und Bauern bedroht. Auch die politischen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert: