Schlagwort "Evo Morales" (4)

Mo, 27.10.2025 / 19:00 – 21:00
Menschenrechte
Veranstaltung

Bolivien am Scheideweg

Wirtschaftskrise, Umweltzerstörung und politische Turbulenzen

Am 17. August 2025 fanden in Bolivien die nationalen Wahlen statt. Überraschend ging Rodrigo Paz (Partido Demócrata Cristiano, PDC) als Sieger des ersten Wahlgangs hervor, gefolgt von Jorge „Tuto“ Quiroga (Libre). Da beide die absolute Mehrheit verfehlten, findet am 19. Oktober eine Stichwahl statt. Damit stehen sich zwei Konservative gegenüber.

Do, 23.10.2025 / 19:00 – 21:00
Mehringhof - Versammlungsraum
Menschenrechte
Veranstaltung

Wechsel ohne Perspektiven

Die indigene Bevölkerung Boliviens nach den Präsidentschaftswahlen

Nach 19 Jahren fast ununterbrochener Regierung der MAS in Bolivien befindet sich Bolivien in einer abgrundtiefen wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Krise. Die MAS unter ihrem damaligen Führer Evo Morales war im Jahr 2006 begleitet von enormen Hoffnungen angetreten und hatte sich vor allem auch als Vertreterin der indigenen Bevölkerung des Landes präsentiert. Trotz Verbesserungen in einigen Bereichen entpuppte sich ein Großteil der damaligen Versprechungen mit der Zeit als hohler Diskurs, und vor allem die indigenen Völker des Tieflands sehen sich in ihren Lebensgrundlagen so stark bedroht wie kaum zuvor.

Mi, 08.10.2025 / 19:00 – 20:30
Landwirtschaft
Veranstaltung

Vor der Stichwahl: Wohin steuert Bolivien?

Comeback der Rechten und Perspektiven für die Agrarreform

Bolivien steht vor einem Politikwechsel. Erstmals seit Ende der 1990er Jahre sind in die Stichwahl um die Präsidentschaft ausschließlich Kandidaten rechts der Mitte eingezogen. Dies hat auch Folgen für den zukünftigen Kurs der Agrarpolitik. Das Andenland setzte ab 1953 eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas durch. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.
Worum geht es in der Stichwahl? Wofür stehen die beiden Kandidaten? Welche agrarpolitischen Perspektiven ergeben sich daraus? Und was bedeutet das vorläufige Scheitern des linken Transformationsprozess für Bolivien?

06.01.2025
Landnahme, Landwirtschaft
Fact-Sheet
Tobias Lambert

„BODEN GUT MACHEN“

AGRARREFORM IN BOLIVIEN

Eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas fand ab 1953 in Bolivien statt. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Während sich im westlichen Hochland stark parzellierte Minifundien etablierten, die vorwiegend der Subsistenzwirtschaft dienen,
blieb das Latifundium im östlichen und südlichen Tiefland intakt. Bis heute befindet sich dort das Zentrum der industrialisierten Landwirtschaft Boliviens. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die
eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.