Schlagwort "Biodiversität" (54)

30.12.2019
Klima/Biodiversität, Landnahme, Multimedia
Audio

„Das Territorium ist wie ein Gemeinschaftshaus“

Audio-Beitrag im Rahmen der Radioreihe "Umkämpfte Natur in Lateinamerika"

Honduras liegt in Zentralamerika, einer Region die nur 0,5% der weltweiten Landmasse ausmacht, aber mehr als 7% des weltweiten Artenreichtums beherbergt. Doch die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität sind stark gefährdet. In Honduras sind die Ursachen dafür einerseits der Klimawandel: Honduras gehört zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern weltweit. Andererseits ist es die neoliberale Wirtschaftspolitik, die auf einen schonungslosen Abbau der natürlichen Ressourcen trotz des Klimawandels setzt. Die an der Nordküste lebenden Garífuna wehren sich dagegen und versuchen gleichzeitig, sich vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels zu schützen.

30.12.2019
Globales Lernen, Klima/Biodiversität
Flyer

Pflanzensammeln zwischen legitimer Nutzung und illegitimer Aneignung

Flyer für einen Rundgang durch die Tropenhäuser des Botanischen Gartens Dahlem

Unter welchen Bedingungen fand Pflanzensammeln zu Zeiten des Kolonialismus statt? Wie wurde mit dem Wissen um die Nutzung der Pflanzen umgegangen? Wer wird als „Entdecker“ geehrt und wer nicht? Mit dem Flyer „Kautschuk, Curare, Stevia: Pflanzensammeln zwischen legitimer Nutzung und illegitimer Aneignung“ kann man sich auf Spurensuche in den Tropenhäusern des Botanischen Gartens in Berlin-Dahlem begeben und einige Antworten auf diese Fragen finden. Auch wird der heutige Umgang mit Pflanzensammeln thematisiert und der Widerstand indigener Gemeinden gegen die illegitime Nutzung ihres Wissens für kommerzielle Zwecke.

Auch unabhängig vom Botanischen Garten bietet der Flyer eine schlaglichtartige Einführung in die bis heute andauernden Auseinandersetzung um „Entdecken“, Sammeln und Nutzung von meist indigenem Wissen.

30.12.2019
Agroenergie, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft
Studien
Thomas Fatheuer

Zuckerträume

Ethanol aus Brasilien in der globalen Klimapolitik

Brasilien ist die Zuckerweltmacht Nr. 1. Dennoch war es um das Zuckerrohr in Brasilien ruhig geworden – anders als Soja stand es nicht im Mittelpunkt internationaler Debatten. Doch mit dem EU-Mercosur-Handelsabkommen und den darin enthaltenen Regelungen zur Liberalisierung der Agrarimporte Europas aus dem Mercosur-Raum und der Festlegung von Importquoten für u.a. das aus Zuckerrohr gewonnene Ethanol, hat sich dies geändert: Die EU soll 450.000 Tonnen Ethanol zollfrei – für chemische Zwecke – sowie 200.000 Tonnen mit einem sehr geringen Zoll – insbesondere zur Nutzung als Benzinersatz – aus den Mercosur-Staaten importieren können. Dies entspricht fast der Hälfte der derzeitigen Gesamt-Ethanolexporte aus der Region. Der mit Abstand größte Ethanol-Produzent und -exporteur ist Brasilien und so ist ein Anstieg der Produktion von Zuckerrohr zur Ethanolherstellung vor allem dort absehbar. Es passt zu diesem Bild, dass die Regierung Bolsonaro das Ende eines seit 2009 bestehenden Moratoriums, das den Zuckerrohranbau in der Amazonasregion untersagte, verkündete Proteste von Umweltgruppen und Prominenten blieben ergebnislos. Es steht zu befürchten, dass nun die Zuckerrohrmonokulturen auch in das Amazonasgebiet vordringen. Der ehemalige Umweltmister Carlos Minc bezeichnete die Aufhebung des Moratoriums als eine Umwelttragödie.

So, 01.12.2019
Uncategorized
Beitrag

Pflanzensammeln zwischen legitimer Nutzung und illegitimer Aneignung

Eine Spurensuche durch die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Dahlem Weitere Informationen Station 1: Lateinamerika: Hotspot der Biodiversität Zustandsbericht zur Biodiversität 2019 Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) (engl.) Ergebnisse (u.a.): – Seit 1970 hat sich die Produktion von Nutzpflanzen verdreifacht. – Mehr als ein Drittel der Landfläche der Welt und fast … weiterlesen

19.11.2019
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Fact-Sheet
Tobias Lambert

Biodiversität in Lateinamerika

Mexiko

Lateinamerika verfügt über einen einzigartigen Artenreichtum. Der amazonische Regenwald ist der Lebensraum mit der größten Biodiversität der Welt. Andere Ökosysteme, wie die Feuchtgebiete des Pantanal in Brasilien oder die Höhenzüge der Anden sind Lebensraum für viele endemische Tier- und Pflanzenarten, wichtige Wasserspeicher und vielen ländlichen Bevölkerungsgruppen ein Raum mit wichtigen Elementen lokaler Wirtschaftskreisläufe und kultureller Identität.

Do, 07.11.2019 / 9:30 – 16:30
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Português
Tagung

Was tun in Amazonien?

Zusammenarbeit und Solidarität mit Brasilien in schwierigen Zeiten

Die Zusammenarbeit mit Brasilien im Bereich des Tropenwaldschutzes steht vor einer großen Herausforderung: Präsident Jair Bolsonaro hat mit seinen Angriffen auf den Umweltschutz und die Rechte indigener Völker die zu erwartende Folgen verursacht: Der Regenwald steht in Flammen, seine Zerstörung steigt wieder steil an.

Die deutsche EZ hat seit 1992 in Brasilien schwerpunktmäßig die Erhaltung des Tropenwaldes unterstützt. 2008 begann mit dem Fundo Amazonia das weltweit größte Tropenwaldschutzprogramm – vorwiegend von Norwegen finanziert, aber auch mit deutscher Beteiligung. Darüber hinaus kooperieren die kirchlichen Hilfswerke BfdW und Misereor sowie viele NGOs mit zahlreichen Initiativen in der Region.

Ort:
BVV-Saal des Rathaus Berlin-Charlottenburg,
Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

Di, 05.11.2019 / 19:00 – 21:00
Sharehouse REFUGIO
Klima/Biodiversität, Landnahme, Menschenrechte
Abendveranstaltung

Brasiliens Amazonasgebiet – umkämpftes Terrain

Von der brasilianischen Regierung wird Amazonien vor allem als Region enormen wirtschaftlichen Potenzials gesehen. Deshalb sollen indigene Schutzgebiete reduziert, Flächen für Bergbau, Ackerbau und Viehzucht hingegen ausgedehnt werden. Seit Bolsonaros Amtsantritt im Januar 2019 sind die Entwaldungsraten in Brasiliens Amazonasregion im Vergleich zum Vorjahr dramatisch gestiegen. Indigene Territorien werden zurückgedrängt, ihre Bewohner/innen regelmäßig von Bergleuten, Holzfällern und Bauern bedroht. Auch die politischen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert:

21.10.2019
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Multimedia, Rohstoffe, Straflosigkeit
Audio

„Du hast die Kugel, wir haben das Wort”

Ein Wandbild in Gedenken an Berta Cáceres und Marielle Franco

Lateinamerika gilt als nicht nur als eine der artenreichsten Regionen der Welt, sondern auch als die gefährlichste Region für soziale Aktivist*innen weltweit. Diejenigen, die sich für den Schutz der Biodiversität und für Menschenrechte einsetzen, müssen ihr Engagement häufig mit dem Leben bezahlen. Viele Menschen lassen sich dennoch nicht einschüchtern. Ganz vorne dabei sind Frauen, die für ihre Rechte als Indigene streiten, sich gegen die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen stellen, gegen Machismo und Gewalt auf die Straße gehen und die sich für ein Recht auf Stadt einsetzen.

Do, 26.09.2019 / 19:00 – 21:30
Brot für die Welt
Klima/Biodiversität, Menschenrechte, Português
Abendveranstaltung

Brasilien: Menschenrechte unter Druck - Amazonien in Gefahr

Organisationen der brasilianischen Zivilgesellschaft berichten

Demokratie und Menschenrechte sind in Brasilien in höchster Gefahr. Nicht nur die Rhetorik des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, sondern auch eine Vielzahl konkreter Maßnahmen seiner Regierung zielen darauf ab, den Kern der brasilianischen Demokratie auszuhöhlen. Die Menschenrechtssituation in Brasilien hat sich seit dem Amtsantritt Bolsonaros im Januar dieses Jahres dramatisch verschärft.

Der aggressive und rassistische Diskurs der Regierung und insbesondere des Präsidenten richtet sich gegen Frauen, LGBTIQ, Schwarze und Migranten so wie soziale Führungskräfte, Journalist/inn/en und die politische Opposition gleichermaßen. Soziale Bewegungen, NGOs und internationale Organisationen sehen sich damit konfrontiert, dass ihre Arbeit verstärkt überwacht, delegitimiert und kriminalisiert wird. Soziale Errungenschaften werden sukzessive demontiert, demokratische Institutionen untergraben – mit dem Ziel eines neoliberalen Umbaus des brasilianischen Staates.

Fr, 20.09.2019 /
Handelsabkommen, Klima/Biodiversität, Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte, Rohstoffe
Veranstaltung

SOS AMAZONIA

Aufruf zur Teilnahme an der Berliner Demo zum Klimastreik am 20.09.2019!

Das FDCL unterstützt die Berliner Klimastreik-Demo von „Fridays for Future“ und ruft gemeinsam mit vielen anderen dazu auf, sich aktiv für einen radikalen Politikwandel und Klimagerechtigkeit einzusetzen. Am 20. September entscheidet die Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik, am 21. September beginnt der UN-Klimagipfel in New York. Weltweit findet daher ein Klimastreik mit Demonstrationen statt.

In einem offenen Bündnis von Berliner Initiativen/Organisationen wollen wir unter dem Moto „SOS AMAZONIA“  einen Demo-Block bilden und gemeinsam demonstrieren!