Archiv Veranstaltungen: Landwirtschaft 2025

 

Dezember 2025

Do, 11.12.2025 / 19:00 – 20:30
Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Zurück auf die Agenda? Agrarreformen in Kolumbien und Lateinamerika

Gespräch im Vorfeld der Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung (ICARRD+20)

Das Thema Agrarreformen spielt in internationalen Debatten um Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle. Die im kommenden Februar im kolumbianischen Cartagena geplante „Internationale Konferenz über Agrarreform und ländliche Entwicklung“ (ICARRD+20) könnte dies ändern. 20 Jahre nach der Vorgängerkonferenz im brasilianischen Porto Alegre könnte die Umverteilung von Land wieder neue Impulse bekommen.
Das Gastgeberland Kolumbien zählt unter dem Mitte-Links-Präsidenten Gustavo Petro zu den wenigen Staaten, die aktuell eine umverteilende Agrarreform durchführen

Do, 11.12.2025 / 16:00 – 17:30
Bergbau, Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Erz gesucht, Amazonas verloren

Warum Klimapolitik und Rohstoffwende zusammenhängen

Der Abbau metallischer Rohstoffe im brasilianischen Amazonasgebiet steht exemplarisch für die Widersprüche globaler Klimapolitik. Während Regierungen weltweit auf Dekarbonisierung setzen, wächst der Bedarf an Metallen wie Aluminium, Eisen und Kupfer kontinuierlich. Dies hat gravierende Folgen für die Menschen und die Umwelt in den Abbauregionen sowie für das Weltklima. Denn nur ein kleiner Teil der weltweit geförderten Metalle fließt tatsächlich in Technologien für die Energiewende. Gleichzeitig werden sensible Ökosysteme mit immer geringeren Erzkonzentrationen für den Abbau attraktiv. So auch im Amazonas, wo ein Großteil der Erzvorkommen in Schutzgebieten, auf indigenen oder Quilombola-Territorien, liegen. Klima- und Rohstoffpolitik müssen mit einem Fokus auf Globale Gerechtigkeit gemeinsam gedacht werden.

 

November 2025

Mi, 26.11.2025 / 16.00 – 18.30
Bildungsmaterial, Español, Globales Lernen, Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Workshop

Kaffee wird in Armut angebaut

Die sozialen Probleme hinter einer Tasse Kaffee

In Deutschland nimmt Kaffee einen zentralen Platz in unserem Alltag ein. Im Durchschnitt trinkt eine Person 4 Tassen Kaffee pro Tag. Aber welche Geschichte verbirgt sich hinter unserer Tasse Kaffee?

In diesem Workshop stellen wir unser Bildungsmaterial zum Thema Kaffee vor, das sich an Schüler*innen der Sekundarstufe richtet, die Spanisch lernen. Dieses Material enthält eine Reihe von Aufgaben, die uns dazu einladen, mehr über den Ursprung des Kaffees, seine weltweite Verbreitung sowie seine Einführung in Abya Yala (Bezeichnung für Lateinamerika in Kuna) während der Kolonialzeit zu erfahren. Wir laden Sie auch dazu ein, darüber nachzudenken, wie diese Pflanze zu einem der wichtigsten Handelsgüter im globalen Handel wurde.

Mi, 19.11.2025 / 18:00 – 21:00
Aquarium
Landwirtschaft
Film + Gespräch

Por la Tierra - Im Namen der Erde

Wer ernährt die Welt und zu welchem Preis?
Südamerikanische Länder gehören zu den zehn größten Sojaproduzenten weltweit, doch diese massive Produktion geht zu Lasten der Rechte der Menschen und der Umwelt. Der Dokumentarfilm „Por la Tierra – Im Namen der Erde” zeigt, wie das agroindustrielle Modell Gesundheit, Ernährung, Land und Umwelt in Argentinien, Brasilien, Bolivien und Paraguay gefährdet.

Sa, 15.11.2025 / 16:00 – 18:00
Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Inside COP30 - Neue Allianzen für eine gerechte Klimapolitik auf der COP in Belém

Ort: Online und im Berlin Global Village, Raum: „Patrice Lumumba Galerie“, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Zeit: Samstag 15. November 2025, 16:00- 18.00 Uhr Podium und Online-Veranstaltung mit Live-Zuschaltung zur COP30 in Belém. Eine konsekutive Übersetzung ins Deutsche findet statt. Eintritt ist frei. Kündigt sich auf der COP30 in Belém ein Wendepunkt in der Klimapolitik … weiterlesen

 

Oktober 2025

Fr, 31.10.2025Sa, 01.11.2025
Klima/Biodiversität, Landwirtschaft
Veranstaltung

[Reimagining Ecological Landscapes]

31.10 and 1.11 | SPORE, Berlin]

[Ökologische Landschaften neu denken | 31.10. und 1.11. | SPORE, Berlin]
In einer Zeit tiefgreifender ökologischer, sozialer, rechtlicher und ethischer Krisen stellt sich die Frage, wie wir beginnen können, das scheinbar Unwiederbringliche wiederherzustellen – die durch Rohstoffabbau und Umweltzerstörung verursachten Schäden.
Wie können wir den vielfältigen Sprachen des Bodens zuhören und neue Landschaften kultivieren, um auf andere Weise zusammenzuleben?
Dieses zweitägige Treffen bringt Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen aus Brasilien und Berlin zusammen, um über die anhaltenden Folgen der Bergbaukatastrophen in Minas Gerais und die andauernden sozio-territorialen Konflikte in Maranhão nachzudenken. Gemeinsam werden wir uns mit Fragen der Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und der Vorstellung einer transformativen ökologischen und sozialen Zukunft auseinandersetzen.

Fr, 24.10.2025So, 26.10.2025
Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Tagung

RTB 2025: Globale Umbrüche – Lokale Kämpfe: Neue Allianzen für Klimagerechtigkeit

Neue Allianzen für Klimagerechtigkeit
Im November richtet sich der globale Blick auf die COP30 in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet: Bei der Klimakonferenz geht es um Waldschutz und Klimafinanzierung. Zentrale Akteur*innen sind hier indigene und traditionelle Gemeinschaften. Sie gehören in Belém mit an den Tisch.

Mi, 08.10.2025 / 19:00 – 20:30
Landwirtschaft
Veranstaltung

Vor der Stichwahl: Wohin steuert Bolivien?

Comeback der Rechten und Perspektiven für die Agrarreform

Bolivien steht vor einem Politikwechsel. Erstmals seit Ende der 1990er Jahre sind in die Stichwahl um die Präsidentschaft ausschließlich Kandidaten rechts der Mitte eingezogen. Dies hat auch Folgen für den zukünftigen Kurs der Agrarpolitik. Das Andenland setzte ab 1953 eine der bedeutendsten Agrarreformen Lateinamerikas durch. Diese brachte wichtige Fortschritte für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, führte letztlich aber vor allem zu einer kapitalistischen Modernisierung des Agrarsektors im Osten des Landes. Unter dem ersten indigenen Präsidenten des Landes, Evo Morales und seiner regierenden „Bewegung zum Sozialismus“ (MAS), spielten die Bodenverteilung und Förderung kleinbäuerlicher Landwirtschaft ab 2006 wieder eine größere Rolle. Die eklatanten Unterschiede zwischen exportorientiertem Agrobusiness im Tiefland und Subsistenzwirtschaft im Hochland blieben jedoch auch unter den MAS-Regierungen bestehen.
Worum geht es in der Stichwahl? Wofür stehen die beiden Kandidaten? Welche agrarpolitischen Perspektiven ergeben sich daraus? Und was bedeutet das vorläufige Scheitern des linken Transformationsprozess für Bolivien?

 

September 2025

Mo, 22.09.2025 / 18:00 – 21:00
Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Klima/Biodiversität
Veranstaltung

Klimapolitik auf Kosten der Rechte indigener Völker

Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30

22.09.2025 – Klimapolitik auf Kosten der Rechte Indigener Völker
Die Rolle des internationalen Handels mit CO2-Zertifikaten im Vorfeld der COP30
Marktbasierte Ansätze für den wald- und landbasierten Klimaschutz im Globalen Süden sollen die Quadratur des Kreises ermöglichen: Günstiger Klimaschutz für die Hauptverursacher der Klimakrise, Investitionen und Entwicklung im Globalen Süden. Nebenbei sollen sie die Klimafinanzierungslücke schließen. Mit dem EU-Klimaziel für 2040 wird sich aller Voraussicht nach auch Deutschland künftig dieser Instrumente bedienen. Die Risiken für Klima, Natur und Menschenrechte sind hoch – auch für das Amazonasgebiet und dessen Bewohner*innen, wo die diesjährige Weltklimakonferenz (COP30 in Belém, Brasilien) stattfinden wird.

 

Juli 2025

Di, 08.07.2025 / 18:00 – 20:30
FDCL
Landnahme, Landwirtschaft, Menschenrechte
Veranstaltung

Netzwerke der Internationalen Solidarität

Gespräch mit Yesica Méndez der Asociación Campesina del Valle del Río Cimitarra (Kolumbien)

Gespräch Mit Yesica Médez von der Asociación Campesina del Valle del Río Cimitarra – Red Agroecológica Nacional (ACVC-RAN) über die aktuelle Situation der Menschen- und Umweltrechte in Magdalena Medio (Kolumbien) und die Arbeit der ACVC-RAN. Die ACVC-RAN leistet organisatorische, politische und soziale Arbeit im ländlichen Raum von acht Gemeinden in der kolumbianischen Region Magdalena Medio. Sie besteht aus mehr als 120 kommunalen Aktionsgruppen (Juntas de Acción Comunal). Acht Jahre nach Unterzeichnung des Friedensabkommens ist die Region immer noch Schauplatz schwerwiegender Gewalt: Die bäuerlichen Gemeinschaften sehen sich bewaffneten Auseinandersetzungen, extraktivistischen Interessen an ihren Gebieten und anhaltender staatlicher Vernachlässigung ausgesetzt.
Währenddessen sind die Vereinigung und ihre Leiter*innen weiterhin Zielscheibe von Drohungen und Stigmatisierung.

Mi, 02.07.2025 / 9:00 – 16:30
Heinrich-Böll-Stiftung
Handel, Klima/Biodiversität
Workshop

Die Kontroverse um den CO2-Handel

Zivilgesellschaftlicher Austausch- und Strategieworkshop im Vorfeld der COP30 in Belém

Zivilgesellschaftlicher Austausch- und Strategieworkshop
im Vorfeld der COP30 in Belém

Datum/Zeit: Mittwoch, 02.07.2025, 09:00 -16:30 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Der internationale CO2-Handel unter dem Pariser Klima-Abkommen wurde bei der COP29 in Baku, Aserbaidschan, finalisiert und auf den Weg gebracht.
Auch die neue Bundesregierung möchte ihn nutzen, um einen Teil der Klimaschutzziele über das Instrument zu erreichen. Die Risiken für Klima, Natur und Menschenrechte sind hoch – auch für das Amazonasgebiet und dessen Bewohner*innen, wo die kommende Weltklimakonferenz (COP30 in Belém, Brasilien) stattfinden wird.
Mit diesem Workshop öffnen wir eine Plattform für Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, um sich über ihre Perspektiven und politischen Strategien zum (landbasierten) Emissionshandel auszutauschen.

 

Mai 2025

Mi, 28.05.2025 / 18:00 – 22:00
Agroenergie, Landnahme
Veranstaltung

Widerstand säen: Mit Agrarökologie gegen die Palmölindustrie

Vernetzungsabend mit Aktivist*innen aus Guatemala und Honduras

Bei den Ölpalmenplantagen Mittelamerikas wächst der Widerstand gegen die Palmölkonzerne. Der Bauernvertreter Yoni Rivas (Honduras) und die indigene Aktivistin Gladis Mucú (Guatemala) beenden ihre zweiwöchige Rundreise in Deutschland mit diesem Austausch über Agrarökologie als Art des Widerstandes gegen die Gewalt der Palmölkonzerne in ihren Ländern. Alle Interessierte für globale Gerechtigkeit aus Berlin sind herzlich willkommen.
Wo: Gemeinschaftsgarten Prachttomate (Bornsdorfer Straße 9-11, 12053 Berlin)

Mo, 05.05.2025 / 18:30 – 20:30
Extraktivismus, Klima/Biodiversität, Menschenrechte
Film + Gespräch

Karuara – Die Menschen des Flusses

Hat die Natur Rechte?

Präsentation des Films „Karuara – Die Menschen des Flusses“
Dokumentarfilm, Peru 2024, 77 Minuten
Spanisch Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Miguel Araoz, Stephanie Boyd
Drehbuch: Miguel Araoz, Stephanie Boyd, Leonardo Tello

Anschließend Publikumsgespräch mit Celia Fasabi Pizango von der Vereinigung der indigenen Kukama-Frauen
und Miriam Torres López vom Forum Solidaridad Perú

 

März 2025

Fr, 21.03.2025So, 23.03.2025
Klima/Biodiversität, Konzernkritik, Landwirtschaft
Tagung

Verboten in Europa, verkauft nach Brasilien – Der neokoloniale Handel mit Agrargiften

Die KoBra-Frühjahrstagung 2025 findet vom 21. bis 23. März in der Jugendherberge Berlin - Am Wannsee statt.

[para português clique aqui] Aktualisiertes Programm hier! In Brasilien nimmt der Pestizideinsatz in der Agrarindustrie seit Jahren dramatisch zu – mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Indigene und traditionelle Gemeinschaften leiden unter Gesundheitsproblemen, Vertreibung und dem Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Während viele der eingesetzten Pestizide in Europa längst verboten sind, werden sie weiterhin von globalen … weiterlesen

 

Januar 2025

Di, 21.01.2025 / 12:00
Forum Umwelt und Enwicklung
Klima/Biodiversität, Landnahme
Veranstaltung

Gemeinsam gegen Scheinlösungen!

Treffen: Staudammbewegung meets Klimagerechtigkeitsbewegung

Staudämme vertreiben weltweit Gemeinschaften oder entziehen ihnen die Lebensgrundlage, zerstören Flussökosysteme und befeuern durch Methanemissionen die Klimakrise. Direkt Betroffene wehren sich seit Jahrzehnten dagegen. Dennoch droht Wasserkraft ein Comeback zu erleben, da sie vielen noch immer als saubere Energiequelle und damit gute Alternative zu fossilen Energien gilt und die Wasserkraftlobby dieses Image zum Erhalt ihrer Profite ausnutzt.

Sa, 18.01.2025 / 12:00
Landwirtschaft
Kundgebung

Gemeinsam für die Agrarwende!

Aufruf zur 15. "Wir haben es satt!"-Demo 2025

Samstag, 18.1.25 | 12 Uhr | Bundeskanzleramt| Berlin Am 18.01.2025 ist es wieder so weit: zum 15. Mal gehen wir in Berlin für die sozial- und umweltgerechte Agrarwende auf die Straße! Stadt und Land, bio und konventionell, Tierhalter*in und Veganer*in, jung und alt – wir lassen uns nicht spalten! Solidarisiert euch, kommt zur Demo! Hier … weiterlesen

Mi, 15.01.2025 / 15.00 – 18.00
Bildungsmaterial, Globales Lernen, Klima/Biodiversität, Landwirtschaft, Migration
Workshop

Die erzwungene Migration der Kartoffel

Und die Bedeutung der biologischen Vielfalt angesichts des Klimawandels.

Viele Lebensmittel unserer Ernährung, haben ihren Ursprung in Lateinamerika, so auch die Kartoffel. Wie kam sie nach Europa? Unser Bildungsmaterial deckt die kolonialen Zusammenhänge ihrer Ausbreitung auf und zeigt, welche kulturelle Bedeutung sie für die indigenen Andenvölker hat.