
Ein großartiger Erfolg: Die Munduruku feiern die Anerkennung des Gebietes Sawré Muybu als indigenes Territorium (Nov. 2024). Ohne den Erhalt des amazonischen Regenwaldes wird es nicht gelingen, die Folgen der sich zuspitzenden globalen Umweltkrise einzudämmen. Und ohne die Unterstützung und Stärkung (der Rechte) der indigenen Völker Amazoniens und die Anerkennung und Respektierung ihrer Territorien wird es nicht möglich sein, den Regenwald zu schützen.
Foto: Marquinho Mota
Datum / Zeit:
Mittwoch, 10. Juni 2026, 18:00–20:00 Uhr
Ort:
Botanischer Garten Berlin, Besuchszentrum, Königin-Luise-Platz, 14195 Berlin
Deutsch und Portugiesisch mit simultaner Übersetzung.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Der Botanische Garten Berlin und die Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ laden herzlich zu einem besonderen Gesprächs- und Begegnungsabend ein mit zwei Vertreter*innen der indigenen Munduruku aus Brasilien.
Zu Gast aus Brasilien sind Luis Santos Painhum Munduruku und Rilcélia Akay Munduruku. Luis ist Teil der Koordination der indigenen Organisation Pariri, Rilcélia arbeitet in dem audiovisuellen Kollektiv Daje kapap Eypi von Munduruku-Frauen. Beide geben Einblicke in das Leben im Amazonasregenwald, in den Schutz ihres Territoriums und in die Bedrohungen, denen indigene Gemeinschaften ausgesetzt sind. Die Gäste diskutieren mit Prof. Dr. Thomas Borsch, dem Direktor des Botanischen Garten Berlin.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie eng Artenvielfalt, Lebensrecht und Zukunft miteinander verbunden sind. Für die Munduruku ist Biodiversität keine abstrakte Idee, sondern Grundlage für Ernährung, Medizin, Kultur und politische Selbstbestimmung. Zugleich steht der Regenwald unter massivem Druck durch Abholzung, Bergbau, illegale Landnahmen, Infrastrukturprojekte und den Verlust von Artenvielfalt.

