Unser Archiv ist 1974 im Kontext der Solidaritäts- und ”Dritte-Welt-Bewegung” entstanden und gehört zu den größten unabhängigen, nicht-staatlichen Lateinamerika-Archiven im deutschsprachigen Raum.

Bereits Ende 2011 haben wir die Aufnahme neuer Materialien eingestellt. Gründe dafür waren der zunehmende Platzmangel und die fehlenden personellen wie finanziellen Kapazitäten, um neu eingehende Materialien sachgerecht einzupflegen. Der inhaltliche Fokus sollte zukünftig darauf gelegt werden, den historischen Teil des Archivs (bis ca. Anfang der 1990er Jahre) zu erhalten und einer breiteren Öffentlichkeit hier wie in Lateinamerika zugänglicher zu machen.

FDCL-Archiv

In den folgenden Jahren sind jedoch alle Anläufe gescheitert, Teile der Archivs weiter zu erschließen, auch Initiativen, Teilbestände zu digitalisieren, konnten aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden. Gleichsam haben in den letzten Jahren nur wenige Forscher*innen das Archiv für Recherchen aufgesucht und genutzt. Zudem mussten wir feststellen, dass manche Archivarien altersbedingt Gefahr laufen, schweren Schaden zu nehmen.

Schweren Herzens haben wir uns deshalb dafür entschieden, unser Archiv an das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) zu übergeben. Diese Institution verfügt, im Gegensatz zu vielen nicht-staatlichen Archiven, über die notwendigen Kapazitäten, den Bestand auf Dauer zu erhalten. Auch werden unsere Materialien nach und nach vom IAI erfasst und zugänglich gemacht. Die katalogisierten Dokumente werden mit einem Hinweis versehen, dass sie ursprünglich aus dem FDCL-Archiv stammen. So können wir sicherstellen, dass die jahrzehntelange unermüdliche Arbeit und die bewegte Archiv-Geschichte sichtbar bleiben.